Hubert Piske (* 3. Februar 1937 in Breslau; † 21. Juli 2026 in Neufeld) war ein deutscher Maler, Graphiker und Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft für die SPD.
Hubert Piske erwarb 1955 die mittlere Reife in Wilster in Schleswig-Holstein und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Bankkaufmann. 1964 machte er an der Staatlichen Abendschule vor dem Holstentor in Hamburg sein Abitur und begann ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, das er 1968 mit einem Examen als Diplom-Handelslehrer an der Universität Hamburg abschloss. Anschließend war er als Lehrer an der Staatlichen Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Weidenstieg tätig. Er war Mitglied im Personalrat und stieg zum Oberstudienrat auf.
Er war mit der SPD-Politikerin Maren Piske verheiratet und hatte zwei Kinder.

1965 wurde Piske SPD-Mitglied. Seine politische Heimat war der SPD-Kreis Hamburg-Mitte.
Er saß für seine Partei in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte und wurde dort baupolitischer Sprecher im Bauausschuss und Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses. 1994 wurde er als potentieller Bezirksamtsleiter für Hamburg-Mitte gehandelt. Er war Beisitzer im SPD-Landesvorstand und Sprecher der SPD-Mitte. Im Januar 1997 wurde er Vorsitzender der Bezirksversammlung Mitte und Leiter des Bauausschusses und des Stadtplanungsausschusses. Im Oktober 2001 wurde Piske erneut als Vorsitzender der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte betätigt.
Er war ebenfalls von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte gewähltes Mitglied der Kommission für Bodenordnung.
Bei der Bürgerschaftswahl am 4. Juni 1978 zog er als Abgeordneter in die Hamburgische Bürgerschaft ein und arbeitete dort bis zum 9. November 1986 – mit kurzer Unterbrechung – vor allem im Ausschuss für Schule und Berufsbildung, im Umweltausschuss und im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.
Neben seinen politischen Aufgaben widmete sich Hubert Piske zunehmend künstlerischer Tätigkeit. Nach Experimenten mit unterschiedlichen Drucktechniken setzte er hier seinen Schwerpunkt bei Farbholzschnitten. Er trat aus dem Schuldienst aus und wurde 1987 freischaffender Künstler. Er richtete sich ein Atelier an der Westküste Schleswig-Holsteins ein und pendelte zwischen Hamburg und der Nordseeküste. Seine Farbholzschnitte und Gemälde beschäftigen sich vor allem mit der Küstenlandschaft. Sie sind in verschiedenen Museen in Hamburg und Schleswig-Holstein zu sehen.
Im März 2000 wurde Piske vom damaligen Bausenator Eugen Wagner der Portugaleser verliehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Piske, Hubert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (MdHB), Maler, Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1937 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 21. Juli 2026 |
| STERBEORT | Neufeld |