Hugo Bieber (* 13. September 1883 in Berlin; † 30. September 1950 in New York) war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Journalist jüdischer Abstammung.
Bieber promovierte 1911 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin mit einer Untersuchung über Johann Adolf Schlegel zum Dr. phil. Von 1925 bis 1933 war er Literarischer Direktor des Volksverbands der Bücherfreunde. 1933 emigrierte er nach Frankreich und 1941 über Spanien in die USA.
Unter seinen Schriften finden sich literaturgeschichtliche Darstellungen, Beiträge zur Goethe- und zur Romantik-Forschung sowie zur deutschen Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts. Zudem legte er mehrere Werkausgaben vor (William Shakespeare, Gotthold Ephraim Lessing, Heinrich von Kleist, Friedrich Hebbel, Johann Wolfgang von Goethe). Nach 1945 verfasste er historische Unterrichtswerke für den Gebrauch an Schulen in der Französischen Besatzungszone.
Bekannt ist Bieber bis heute als Heine-Forscher und hier vor allem durch die von ihm herausgegebene, mehrfach nachgedruckte Sammlung Confessio Judaica (1925; 2., erweiterte Auflage unter dem Titel Jüdisches Manifest 1946). Erstmals in der Heine-Interpretation unternimmt Bieber mit dieser Zusammenstellung den Versuch, eine jüdische Identität des Dichters zu definieren. Eine in den letzten Lebensjahren bearbeitete zweite Heine-Anthologie, in der Bieber den Schwerpunkt nicht mehr auf das jüdische Moment legte, wurde von dem Philosophen Moses Hadas fertiggestellt.
| Personendaten | |
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| NAME | Bieber, Hugo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Literaturwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 13. September 1883 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 30. September 1950 |
| STERBEORT | New York |