Hugo Eymann OSB (* 29. November 1944) ist ein deutscher Benediktiner und katholischer Neutestamentler.
Siegfried Eymann trat 1965 der Ordensgemeinschaft der Benediktiner in der Erzabtei Beuron bei und nahm den Ordensnamen Hugo an. Am 9. April 1967 legte er die Profess ab. Nach Philosophie- und Theologiestudium absolvierte er ein Studium der Patrologie bei Basil Studer OSB am Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo in Rom. An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wurde er 1984 bei dem Kirchenhistoriker Karl Suso Frank OFM mit einer Arbeit über die Schrift De similitudine carnis peccati des Eutropius zum Doctor theologiae promoviert.
Eymann arbeitete als Wissenschaftler des Vetus-Latina-Instituts im Kloster Beuron an der historisch-kritischen Edition der altlateinischen Bibel. Das nach Kriegsende 1945 durch Bonifatius Fischer OSB gegründete Institut Vetus Latina nimmt sich der Aufgabe an, alle noch auffindbaren Zeugnisse von altlateinischen Bibeltexten, die vor der Herausgabe der unter Karl dem Großen zur Vulgata gewordenen Bibeledition aus griechischen Überlieferungen ins Lateinische übersetzt worden waren, zu sichten, zu ordnen und wissenschaftlich aufzubereiten. Eymann arbeitete vor allem an der Edition der altlateinischen Übersetzungen des Römerbriefes, zusammen mit der Theologin Eva Schulz-Flügel. Zudem widmete er sich der Theologie der Eucharistie.
Von 2010 bis 2024 lebte Eymann in der Benediktinercella auf der Insel Reichenau und betreute als Seelsorger zusammen mit Pater Stephan Vorwerk OSB und Pater Stephanos Petzold OSB die Seelsorgeeinheit Reichenau. Seinen Ruhestand verbringt er in seinem Heimatkloster Erzabtei Beuron.
| Personendaten | |
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| NAME | Eymann, Hugo |
| ALTERNATIVNAMEN | Eymann, Siegfried (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Benediktiner und katholischer Alttestamentler |
| GEBURTSDATUM | 29. November 1944 |