Hugo Ganz (geb. 24. April 1862 in Mainz, Großherzogtum Hessen; gest. 2. Januar 1922 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Pädagoge.
Hugo Ganz wurde 1862 in Mainz als Sohn des Metzgers Moritz Ganz und der Karoline Ganz, geb. Diehl, geboren. Sein jüngerer Bruder war der Unternehmer und Kunstsammler Alfred Ganz. Er studierte Geschichte und Philologie an den Universitäten Leipzig und Gießen und promovierte 1884. Er arbeitete zunächst als Gymnasiallehrer in Gießen und dann an verschiedenen Orten für den Pester Lloyd, die Frankfurter Zeitung (in Budapest), die Neue Freie Presse und die Zeit (beide Wien). Laut Geburtsschein seines Sohnes Josef (Budapest, 1898) war er ungarischer Staatsbürger mit Heimatrecht in Budapest. Um die Jahrhundertwende zog er mit seiner Frau Maria Török (1872–1926) und den beiden Kindern Margarete Ganz (1893–1975) und Josef Ganz von Budapest nach Wien. Das Haus der Familie Ganz in Wien wurde zu einem Treffpunkt von hohen Beamten, Wissenschaftlern und Künstlern wie Franz von Bayros.
Ganz’ Buch Vor der Katastrophe: Ein Blick ins Zarenreich, das im Jahre 1904 erschienen ist und auch ins Englische übersetzt wurde, „mutet“ einer im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erschienenen Kurzbiographie zufolge „heute wie eine Prophezeiung an“. Er starb 1922 in Frankfurt am Main.
| Personendaten | |
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| NAME | Ganz, Hugo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist, Schriftsteller und Pädagoge |
| GEBURTSDATUM | 24. April 1862 |
| GEBURTSORT | Mainz |
| STERBEDATUM | 2. Januar 1922 |
| STERBEORT | Frankfurt am Main |