Hugo Glaser (* 13. Oktober 1881 in Wien; † 10. Dezember 1976 ebenda) war ein österreichischer Arzt, Sachbuchautor und Journalist.
Glaser studierte an der Universität Wien Medizin und wurde 1905 promoviert. Er arbeitete bereits zu Studienzeiten als Parlamentsstenograph für das Neue Wiener Tagblatt und dort später auch als stellvertretender Chefredakteur.
Während des Ersten Weltkriegs war er Stabsarzt, danach praktischer Arzt in Wien. Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 musste Glaser bis 1945 aus Angst vor Verfolgung, Verschleppung, und/oder Ermordung durch das NS-Regime im Untergrund verbringen. : „Man muss sich die Situation vorstellen: Nicht in seine eigene Wohnung können, natürlich keine Lebensmittelkarten bekommen, das Quartier ständig wechseln, auf der Straße nicht auffallen, das heißt, möglichst wenig auf die Straße gehen, und das nicht für ein paar Tage, sondern für Jahre. Und wenn man dabei noch so vorsichtig ist, so gibt es doch Augenblicke, in denen man glauben muss: nun ist es aus.“ So beschreibt Glaser sein und das Leben vieler anderer im Untergrund lebenden („U-Boote“ genannten) Menschen dieser Zeit.
Am 2. Juni 1945 gründete Hugo Glaser die von ihm initiierte „Gesellschaft zur Pflege der kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion“ (Österreichisch-Sowjetische Gesellschaft) als nichtstaatliche demokratische Organisation, „um die Beziehungen zwischen der UdSSR und der Republik Österreich in den Bereichen Wissenschaft und Kultur zu stärken“. Er leitete die Gesellschaft 30 Jahre lang als Präsident.
Hugo Glaser war seit 1946 Freimaurer.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Glaser, Hugo |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Arzt, Autor und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 13. Oktober 1881 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 10. Dezember 1976 |
| STERBEORT | Wien |