Hugo Kolker

Hugo Kolker (* 25. August 1845; † 6. August 1915) war deutsch-jüdischer Industrieller und Kunstsammler.

Leben

Er besaß eine Ölraffinerie; Kolkers Fabrik stellte Schmierstoffe her. Von 1904 bis 1905 war er portugiesischer Konsul in Breslau. Kolker wurde auf dem Alten Jüdischen Friedhof in der Lohestraße (heute ul. Ślężna) in Breslau begraben.

Sammlung

Seine Kunstsammlung umfasste zeitgenössische Kunst; Kolker wurde dabei von seinem Schwiegersohn Curt Glaser, der Kunsthistoriker war, unterstützt. Durch dessen Vermittlung erwarb Kolker das Gemälde „Handwerker im Schnee“ von Edvard Munch. Ihm gehörten auch Gemälde von Lovis Corinth, André Derain, Otto Friesz, Ferdinand Hodler, Max Liebermann, Max Slevogt und Pablo Picasso. Wichtigstes Bild war Henri Matisse’ „Tanz mit ‚Kapuzinerkressen‘ I“. Neben Ölgemälden sammelte Kolker auch Zeichnungen, so erwarb er „Knabe mit Hund“ von Édouard Manet und eine Skizze von Adolph von Menzel. Kolker kaufte auch Skulpturen, darunter das „Sitzende Mädchen“, eine Bronzefigur, die von Georg Kolbe geschaffen wurde.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Hugo Kolker 1845–1915 BillionGraves Record. Abgerufen am 4. Dezember 2018 (englisch).
Personendaten
NAME Kolker, Hugo
KURZBESCHREIBUNG jüdischer Industrieller und Kunstsammler
GEBURTSDATUM 25. August 1845
GEBURTSORT Breslau
STERBEDATUM 6. August 1915
STERBEORT Breslau