Hugo von Reiche (* 12. März 1839 in Hannover; † 26. Dezember 1883 in Aachen) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer.
Hugo von Reiche studierte an der Polytechnischen Schule Hannover und am Polytechnikum Karlsruhe Maschinenbau. In Hannover wurde er 1857 Mitglied der Landsmannschaft Slesvico-Holsatia, des späteren Corps Slesvico-Holsatia. Nach dem Studium war als Ingenieur praktisch tätig, nämlich als Hüttenmeister in Jedlicze bei der Schlesischen Actiengesellschaft für Bergbau und Zinkhüttenbetrieb und als Oberingenieur des Sächsisch-Anhaltischen Dampfkessel-Revisionsvereins. Schon in dieser Zeit veröffentlichte er über Maschinenfabrikation und Anlage und Betrieb von Dampfkesseln.
1874 wurde er als Nachfolger von Leonidas Lewicki, der einen Ruf an das Polytechnikum Dresden angenommen hatte, als Leiter der Fachschule für Maschinenbau und mechanische Technik an das Polytechnikum Aachen berufen. Wie Lewicki hatte er als Spezialgebiet Dampfmaschinenbau. 1880 übernahm er die Leitung einer Prüfungskommission zur wissenschaftlichen Untersuchung der Wirkungsgrade der auf der Düsseldorfer Gewerbeausstellung von 1880 ausgestellten Dampfmaschinen. Diese Untersuchung markierte einen Meilenstein in der Wandlung der Polytechnischen Schule Aachen mit lediglich beschreibender Vermittlung technischer Lehrinhalte zu einer Technischen Hochschule mit eigener technischer Sachkompetenz auf Basis wissenschaftlicher Forschung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reiche, Hugo von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 12. März 1839 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 26. Dezember 1883 |
| STERBEORT | Aachen |