Hunds-Veilchen

Hunds-Veilchen

Hunds-Veilchen (Viola canina)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Veilchengewächse (Violaceae)
Gattung: Veilchen (Viola)
Art: Hunds-Veilchen
Wissenschaftlicher Name
Viola canina
L.

Das Hunds-Veilchen (Viola canina), auch Rossveilchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Das geruchlose Hundsveilchen ist neben dem Wohlriechenden Veilchen die bekannteste Veilchenart.

Beschreibung

Zygomorphe Blüte

Vegetative Merkmale

Das Hunds-Veilchen wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern.

Die Laubblätter bilden keine grundständige Blattrosette, sondern sind langgestielt am Stängel angeordnet. Die Blattspreite der Sommerlaubblätter ist am Spreitengrund eiförmig-herzförmig und kahl. An der Basis jedes Blattstiels befindet sich ein Paar Nebenblätter, die am Rand dünn gezähnt sind.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von März bis Juni. Die langgestielten Blüten befinden sich einzeln in den Blattachseln.

Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind samt Anhängseln 5 bis 7 Millimeter lang. Die fünf Kronblätter sind hellviolett. Der Sporn der Krone ist weißlich, leicht gebogen und längs gekerbt. Das untere Kronblatt besitzt violette Adern auf weißem Grund. Sonst ist die Blütenfarbe (hell)blaulila.

Chromosomensatz

Die Chromosomenzahl beträgt für alle drei Unterarten 2n = 40.

Vorkommen

Das Hundsveilchen ist in weiten Teilen Europas und in Westasien verbreitet.

Standorte sind meist nährstoffarme saure, sandige Lehmböden, häufig auf Heiden, Magerrasen und in lichten Wäldern bzw. an Waldrändern anzutreffen. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Violion caninae, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Mesobromion oder Molinion vor.

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Viola canina erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 935.

Je nach Autor gibt es etwa drei Unterarten, sie gelten auch bei manchen Autoren als eigene Arten:

Ökologie

Neben nur bei Fremdbestäubung fruchtbaren chasmogamen Blüten werden ziemlich regelmäßig in den oberen Blattachseln auch kleistogame Blüten mit sehr stark reduzierter Krone gebildet.

Quellen und weiterführende Informationen

Einzelnachweise

  1. ↑ Oskar Sebald: Wegweiser durch die Natur. Wildpflanzen Mitteleuropas. ADAC Verlag, München 1989, ISBN 3-87003-352-5, S. 63.
  2. 1 2 3 Gunter Steinbach (Hrsg.): Die Pflanzen unserer Heimat. Wegweiser durch die Natur. ADAC-Verlag, München 1999, ISBN 3-87003-879-9, S. 90.
  3. 1 2 Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 675.
  4. ↑ Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 236.
  5. 1 2 3 Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Pteridophyta, Spermatophyta. 2. Auflage. Band V. Teil 1: Angiospermae: Dicotyledones 3 (1) (Linaceae – Violaceae). Carl Hanser bzw. Paul Parey, München bzw. Berlin/Hamburg 1966, ISBN 3-489-72021-0, S. 619–622 (unveränderter Nachdruck von 1925 mit Nachtrag).
  6. ↑ Viola canina L. subsp. canina In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 9. November 2022.
  7. ↑ Viola schultzii Billot, Schultz-Veilchen auf FloraWeb.de
Commons: Hunds-Veilchen (Viola canina) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien