| Hyadesimyia clausa | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Hyadesimyia clausa | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Hyadesimyia | ||||||||||||
| Bigot, 1888 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Hyadesimyia clausa | ||||||||||||
| Bigot, 1888 |
Hyadesimyia clausa ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1888 von dem französischen Entomologen Jacques Marie François Bigot erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Hyadesimyia zugeordnet. Das lateinische Art-Epitheton clausa bedeutet „verschlossen“ oder „unerreichbar“. Der Gattungsname ehrt Paul Daniel Jules Hyades, ein Marinearzt, der das erste Exemplar während einer Reise im Feuerland-Archipel (Tierra del Fuego) sammelte.
Die monotypische Gattung Hyadesimyia wird der Tribus Dexiini innerhalb der Unterfamilie Dexiinae zugeordnet.
Die Fliegen sind etwa 12 mm lang. Sie weisen ein charakteristisches Färbungsmuster auf. Das ungewöhnliche Fehlen von acrostichalen, dorsozentralen und intraalaren Borsten ist eine Besonderheit der Art. Das Färbungsmuster des Scutums (Rückenplatte) ist leicht an der dunkelbraunen Grundfarbe mit breiten, hellgrauen Rändern sowie einem schmalen, gleichfarbigen Mittelstreifen, der von der Naht bis zum Scutellum verläuft, zu erkennen. Zudem sind acht glänzend graue, bestäubte Flecken auf den Abdominalsegmenten verteilt.
Hyadesimyia clausa kommt im äußersten Süden von Südamerika vor mit Funden aus Argentinien und aus Chile. Der nördlichste Fundort liegt offenbar im Nationalpark Torres del Paine.
Hyadesimyia clausa ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt. Die Art kommt in der Subantarktis-Ökoregion vor. Die Flugzeit der Art dauert von Oktober bis März mit einem Beobachtungsmaximum in den Sommermonaten der Südhalbkugel Dezember and Januar. Den typischen Lebensraum bilden Moorlandschaften mit Moosbewuchs. Man findet die Fliegen u. a. an Laubmoosen der Gattung Racomitrium sowie an Donatia fascicularis, Myrteola nummularia, Polytrichum strictum, Drapetes muscosa und Astelia pumilia.