Die Laubblätter sind schwimmend oder untergetaucht, selten auch aus der Wasseroberfläche herausragend. Die in einer grundständigen Rosette angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite ist eiförmig, rundlich oder nierenförmig, ganzrandig, mit stumpfem bis leicht spitzem Ende. Die ein oder zwei Blattdornen sind transparent und trockenhäutig. Es sind mehr als fünf der Blattadern gekrümmt.
Generative Merkmale
Hydrocharis-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Die Spathas sind ein- oder zweiklappig.
Die männlichen Spathas stehen über einem Blütenstandsschaft und enthalten ein bis sechs Blüten. Männliche Blüten sind kurz gestielt. Ihre drei haltbaren, weißen oder grünlich-weißen Kelchblätter sind länglich-elliptisch mit stumpfem oberen Ende. Ihre drei weißen oder gelblichen Kronblätter sind breit-eiförmig mit gerundetem oberen Ende, häutig und viel länger sowie breiter als die Kelchblätter. Die Anzahl der Staubblätter beträgt je nach Quelle 5 bis 12 oder 9 bis 12. Die Staubbeutel sind dorsal fixiert und besitzen zwei Theken.
Die weiblichen Spathas sind sitzend und enthalten nur eine Blüter. Die weiblichen Blüten sind lang gestielt und ragen geringfügig aus der Spatha heraus. Kelch- und Kronblätter entsprechen denen der männlichen Blüten. Der Fruchtknoten ist elliptisch. Die sechs Griffel sind frei, flach und kurz zweilappig oder zweispaltig. Es sind zahlreiche Samenanlagen vorhanden.
Die beerenartigen Früchte sind breiig, elliptisch bis kugelförmig, sechsrippig, unecht sechskammerig und enthalten viele Samen und die Spalten an der Spitze sind unregelmäßig. Die Samen sind ellipsoid und ihre Samenschale ist breiig.
Vorkommen
Hydrocharis kommt ursprünglich im tropischen Afrika, in Asien, in der Neotropis und Europa vor. Eine Art ist im gemäßigten Australien ein Neophyt. Eine Art kommt in Europa in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Albanien und in Island.
Systematik
Die Gattung Hydrocharis wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 1036 aufgestellt. Typusart ist Hydrocharis morsus-ranaeL. Synonyme für HydrocharisL. sind: HydrocharellaSpruce ex Benth. & Hook. f., HydromystriaG.Mey., Jalambicea(Cerv.) Cerv., LimnobiumRich., RhizakeniaRaf., TrianeaH.Karst.
Hydrocharis dubia(Blume) Backer: Sie kommt von tropischen Asien bis Ostasien verbreitet. Sie ist im nördlichen Australien ein Neophyt.
Südamerikanischer Froschbiss (Hydrocharis laevigata(Humb. & Bonpl. ex Willd.) Byng & Christenh., Syn.: Hydromystria laevigata(Humb. & Bonpl. ex Willd.) Hunz., Limnobium laevigatum(Humb. & Bonpl. ex Willd.) Heine, Limnobium spongia subsp. laevigatum(Humb. & Bonpl. ex Willd.) Lowden, Salvinia laevigataHumb. & Bonpl. ex Willd., Hydrocharella echinosporaSpruce ex Benth. & Hook. f., Hydrocharis stolonifera(G.Mey.) Kuntze, Hydromystria sinclairii(Benth.) Hauman, Hydromystria stoloniferaG.Mey., Jalambicea repensCerv., Limnobium bogotense(H.Karst.) G.Nicholson, Limnobium sinclairiiBenth., Limnobium stoloniferum(G.Mey.) Griseb., Trianea bogotensisH.Karst., Trianea neovisaeRomero): Diese Neukombination erfolgte 2018. Er ist von Mexiko über Zentralamerika und karibischen Inseln und in Südamerika bis Chile verbreitet. Er ist in einigen Ländern ein Neophyt.
Europäischer Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranaeL., Syn.: Hydrocharis asarifoliaGray nom. illeg. superfl., Sagittaria trifloraMiq., Hydrocharis asarifolia var. odoratissimaGray, Hydrocharis batrachyodegmaSt.-Lag., Hydrocharis cordifoliaSt.-Lag. nom. illeg., Hydrocharis morsus-ranae var. viviparaCes., Hydrocharis morsus-ranae subsp. vivipara(Ces.) Arcang., Hydrocharis rotundifoliaGilib.): Er kommt von Europa bis Westsibirien und zum Kaukasusraum und in Nordwestafrika vor.
Nordamerikanischer Froschbiss (Hydrocharis spongiaBosc, Syn.: Limnobium spongia(Bosc) Steud., Hydrocharis cordifoliaNutt. nom. illeg. superfl., Limnobium bosciiRich. nom. illeg. superfl., Rhizakenia ovataRaf.): Er kommt in den USA von Texas bis New York vor.
Quellen
Literatur
Qingfeng Wang, Youhao Guo, Robert R. Haynes, C. Barre Hellquist: Hydrocharitaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 23: Acoraceae-Cyperaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-99-3. Hydrocharis Linnaeus. S. 97 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
Robert R. Haynes: Hydrocharitaceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 22: Magnoliophyta: Alismatidae, Arecidae, Commelinidae (in part), and Zingiberidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 2000, ISBN 0-19-513729-9Hydrocharis Linnaeus. – textgleich online wie gedrucktes Werk.
123456789Hydrocharis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science,abgerufen am 2.Oktober 2026.