Hypotachina chrysophora

Hypotachina chrysophora
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Nemoraeini
Gattung: Hypotachina
Art: Hypotachina chrysophora
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Hypotachina
Brauer & Bergenstamm, 1891
Wissenschaftlicher Name der Art
Hypotachina chrysophora
(Wiedemann, 1830)

Hypotachina chrysophora ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1830 von Rudolf Wiedemann als Tachina chrysophora erstbeschrieben.

Taxonomie

Die Österreicher Friedrich Moritz Brauer und Julius von Bergenstamm führten 1891 die Gattung Hypotachina ein und wiesen dieser als Typusart Hypotachina disparata Brauer & Bergenstamm, 1891 [= Tachina chrysophora Wiedemann, 1830] zu. Die monotypische Gattung Hypotachina wird der Tribus Nemoraeini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 12 mm lange beborstete Fliegen. Brauer und Bergenstamm (1891) beschrieben die Gattung wie folgt: Die Augen sind dicht behaart. Die Macrochaeten (kräftige Borsten) sind stark, diskal und marginal. Der Costaldorn fehlt. Die Vibrissen sind lang und dicht, bis oben aufsteigend, mehrreihig. Die Genae (Wangen) sind sehr breit (1/2 Augenhöhe). Die Fühler sind unter der Augenmitte entspringend, klein, das dritte Glied nur zweieinhalbmal so lang als das lange zweite. Die Arista (Fühlerborste) ist lang, das zweite Glied kurz. Die Zinke an der Beugung ist lang und nicht rudimentär, sondern als Ader entwickelt. Die Stirnborsten sind nur bis zum Ende des zweiten Fühlerglieds reichend, durch die tiefe Lage der Fühler aber bis zum unteren Viertel der Augen reichend. Die Hintertibien sind ganz ungleichborstig. Die Klauen der Männchen sind sehr lang. Die Gattung erinnert durch die tiefstehenden Fühler an Dexiiden und durch die Flügel an Sarcophagiden, welche eher nackte Augen haben. Von Aporia (Synonym von Uramya) unterscheidet sie sich durch die langen Scheitelborsten der Männchen. Die Grundfarbe ist schwarz, der Kopf messinggelb. Das Hinterhaupt ist oben weiß-, unten dicht gelb behaart. Die Taster sind keulenförmig, gelbbraun. Der Rückenschild ist hell grauweiß mit 4-paarig gestellten schwarzen geraden Längsstriemen, von denen die äußeren viel breiter als die inneren sind. Das Scutellum ist schwärzlich. Der Hinterleib ist schwarz und silbergrau schimmernd, besonders längs der Seiten. Der dritte Ring ist seitlich gelblicb, der vierte Ring mit hellgrauer Mittelstrieme und hinten an den Seiten wie das Hypopygium gelblich. Letzteres bildet eine terminale ovale Platte, welche höher als breit ist. Die Klauen sind besonders am ersten Paar bei den Männchen sehr lang. Der Scheitel der Männchen ist sehr schmal, kaum 1/4 der Augenbreite. Die Fühlerborste ist nur basal verdickt. Die dritte Ader ist am Grunde mit 4–5 Härchen besetzt. Die Flügel sind grauhyalin, am Vorderrand etwas bräunlich. Die Makrochaeten sind am ersten Ring fehlend, am zweiten 1 Paar diskal und marginal, am dritten 1 Paar diskal und marginal total, am vierten auch mehrfach diskal, alle stark und sperrig.

Verbreitung

Hypotachina chrysophora kommt in Mittel- und Südamerika vor. Nachweise gibt es aus Brasilien, Costa Rica, Peru, Trinidad und Tobago und Venezuela.

Lebensweise

Hypotachina chrysophora ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Christian Rudolph Wilhelm Wiedemann: Aussereuropäische zweiflügelige Insekten. Zweiter Theil. 1830, abgerufen am 4. Oktober 2026 (auf Seiten 316 und 317).
  2. 1 2 3 4 5 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 4. Oktober 2026 (englisch).
  3. 1 2 F. Brauer, J. E. von Bergenstamm: Die Zweiflügler des Kaiserlichen Museums zu Wien. IV. Vorarbeiten zu einer Monographie der Muscaria schizometopa (exclusive Anthomyidae). Pars II. (PDF; 11,3 MB) In: Denkschriften der Akademie der Wissenschaften in Wien 58. 1891, S. 305–446, abgerufen am 4. Oktober 2026 (auf Seiten 351 und 352).