| Großohr-Zwergfledermaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hypsugo macrotis | ||||||||||||
| Temminck, 1840 |

Die Großohr-Zwergfledermaus (Hypsugo macrotis) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen in Südostasien verbreitetes Fledertier in der Unterfamilie der Eigentlichen Glattnasen. Das Typusexemplar stammt von der Insel Padang bei Sumatra. Das Taxon wurde zeitweilig als identisch mit Hypsugo imbricatus betrachtet, doch verschiedene morphologische Abweichungen führten zur Anerkennung beider Arten. Weiterhin besteht eine nahe Verwandtschaft zu Hypsugo vordermanni.
Die Fledermaus hat mit einer durchschnittlichen Kopf-Rumpf-Länge von 50 mm, einer Schwanzlänge bei 20 mm und mit einem Gewicht von 4 bis 6 g die typische Größe der Mitglieder in der Gattung Hypsugo. Sie hat fast 32 bis 34,5 mm lange Unterarme und Ohren von etwa 13,5 mm Länge. Wie im Namen verdeutlicht sind die Ohren lang und breit. Sie haben etwa eine dreieckige Form mit abgerundeten Spitzen und einen kurzen beilförmigen Tragus. Die Haare der Oberseite sind dunkelbraun an den Wurzeln und rotbraun an den Spitzen. Unterseits kommt ähnlich gefärbtes helleres Fell vor. Die durchscheinenden Flughäute sind fast weiß mit leichten braunen Tönen. Verglichen mit Hypsugo vordermanni ist der Schnauzenteil (Rostrum) am Schädel kürzer. Im Oberkiefer gibt es keine Lücke zwischen dem Eckzahn und dem ersten Prämolar.
Die Art hat Populationen im Westen des zu Malaysia zählenden Teils der Malaiischen Halbinsel, im Nordosten Sumatras, auf Padang, Bali, Lombok und Enggano. Sie lebt in Wäldern sowie Sümpfen im Flachland und besucht Plantagen.
Die Tiere bilden im Versteck Gruppen mit 10 bis 20 Mitgliedern und zur Geburt der Nachkommen kommen größere Kolonien mit Weibchen vor. In Malaysia wurde eine Kolonie an einem Pfeiler entdeckt, der eine Rohrleitung trug. Eine durch eine Hauskatze aufgeschreckte Gruppe suchte sich ein Versteck in der Nähe. Die Fledermaus jagt im drei Meter weiten Umfeld von Baumkronen.
In den bewohnten Gebieten werden Wälder in Ackerland umgewandelt, Bäume für die Forstwirtschaft gefällt und Brände angelegt. Die Auswirkungen auf den Bestand sind nicht ausreichend erforscht. Die IUCN listet die Großohr-Zwergfledermaus mit ungenügende Datenlage (data deficient).