| Hystricovoria bakeri | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Hystricovoria | ||||||||||||
| Townsend, 1928 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Hystricovoria bakeri | ||||||||||||
| Townsend, 1928 |
Hystricovoria bakeri ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1928 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Hystricovoria zugewiesen. Der Gattungsname mit dem Präfix hystrico lateinisch für „Stachelschwein“ bezieht sich auf das Taxon Voria.
Die monotypische Gattung Hystricovoria wird der Tribus Voriini innerhalb der Unterfamilie Dexiinae zugeordnet. Synonyme von Hystricovoria bakeri sind Afrovoria munroi Curran, 1938 und Voria (Anavoria) indica Mesnil, 1953.
Es handelt sich um etwa 6 mm lange stark beborstete Fliegen. Mesnil (1953) beschrieb die Art wie folgt. Die Augen sind nackt (unbehaart). Die Pteropleuralborste fehlt. Die Abdominaltergite sind ohne Diskalborsten. Die Flügelader r1 ist bis zum Ende bewimpert. r4+5 ist bis zu zwei Dritteln ihrer Länge bewimpert. Die Fühler sind kurz und schmal, wobei das dritte Fühlerglied 1,5-mal so lang ist wie das zweite. Die Parafazialien sind schmal. Die Fazialien sind fast ohne Vibrissen. Tatsächlich sind die Parafazialien nackt, ohne jegliche nach unten gerichtete Borsten. Zudem weist der Flügel eine Ader m-cu auf, die die Ader m an einem Punkt schneidet, der vom Knick der Ader m doppelt so weit entfernt ist wie von der Ader r-m. Der Knick der Ader m ist somit 1,5-mal weiter von der Ader r-m entfernt als vom Ende der Ader m. Schließlich ist die Arista (Fühlerborste) sehr kurz, nicht länger als das dritte Fühlerglied, und die Palpen sind nackt und an ihrem Ende knopfförmig verdickt. Der Kopf ist dicht silbrig-weiß bereift. Das Stirnband ist hinten rötlich, vorne schwarz. Das zweite Fühlerglied ist gelb, ebenso die Palpen. Thorax und Scutellum sind aschweiß, erscheinen jedoch aus einem bestimmten Blickwinkel schwärzlich-grau. Die Flügel sind hyalin, leicht milchig getrübt, mit gelben Adern. Epaulette und Basicosta sind schwarz. Das zweite Costalsegment ist sehr kurz, etwa ein Fünftel der Länge des dritten Segments. Der Knick der Ader m setzt sich in einer schattierten Falte fort und liegt dem Flügelrand etwas näher als dem Ende der Ader m. Die Ader m-cu ist kurz und gerade. Sie mündet kurz hinter der Mitte der Ader CuA1. Die Analader ist lang, gerade und schräg verlaufend. Sie endet vor dem Flügelrand. Der Hinterleib ist ähnlich wie bei Voria ruralis, doch die Binden aus Bereifung sind deutlicher ausgeprägt. Das fünfte Tergit ist mit zahlreichen kurzen Borsten besetzt. Die Calyptrae (Schüppchen) sind weiß, die Halteren (Schwingkölbchen) braun. Die Beine sind schwarz mit kurzen Krallen.
Hystricovoria bakeri kommt in der Afrotropis und in der Orientalis vor. Nachweise der Art gibt es aus Botswana, Ost-China Ghana, Indien, Jemen und Kenia, von den Philippinen sowie aus Südafrika.
Hystricovoria bakeri ist ein Endoparasitoid von Schmetterlingsraupen. Bekannte Wirte gehören zu den Noctuidae und Nolinae, darunter Helicoverpa armigera und Xanthodes intersepta.