| Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2018 |
| Sitz | Stuttgart |
| Zweck | Vorbereitung der Internationalen Bauausstellung 2027 |
| Vorsitz | Andreas Hofer |
| Geschäftsführung | Gabriele König |
| Website | www.iba27.de/iba27/iba27-stadtregion-stuttgart/ |
Die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (kurz IBA’27) wird 2027 in der Stadtregion Stuttgart stattfinden. Internationale Bauausstellungen sind ein Instrument der Stadtplanung und des Städtebaus. Einhundert Jahre nach dem Aufbruch der Architekturmoderne am Stuttgarter Weißenhof sucht die IBA’27 nach der Zukunft des Bauens und Zusammenlebens in der Region Stuttgart.
2016 brachten sich rund fünfhundert Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung, Planung, Architektur, Kultur und Wirtschaft in den partizipativen Prozess zur Themenfindung für die IBA’27 ein. Organisiert von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) im Auftrag der Regionalversammlung, entwickelten sie in Veranstaltungen und Workshops die Leitthemen der IBA’27: die Baukultur einer Neuen Moderne, Integrierte Quartiere, neue Technologien für eine lebenswerte Stadtregion sowie die Suche nach einer grenzüberschreitenden regionalen Identität.
Der Plattformprozess schuf die Grundlage für die IBA’27. Die Gremien von Stadt und Region Stuttgart gründeten gemeinsam mit der Universität Stuttgart und der Architektenkammer Baden-Württemberg die IBA 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH und beauftragten sie mit der Organisation und Durchführung der Bauausstellung. Jedoch wird die mangelnde Unterstützung der Stadtverwaltung Stuttgart kritisiert.
Für den Weg ins Ausstellungsjahr 2027 hat die IBA’27 unterschiedliche Formate entwickelt.
Ins IBA’27-Netz werden alle Vorhaben aufgenommen, die sich beworben haben und die gleichzeitig den Prinzipien der innovativen und nachhaltigen Vorgehensweise gerecht werden, die sich die IBA'27 zum Ziel gesetzt hat. Aus dem IBA'27-Netz werden herausragende Vorhaben als IBA-Projekte ausgewählt, die sich mit einem Vertrag verpflichten, mit dem IBA-Team zusammenzuarbeiten.
IBA’27-Projekte sind Bauvorhaben, denen die Projektträger ein Potenzial für eine Weiterentwicklung als Ausstellungsorte im Jahr 2027 zutrauen. Aktuell hat die IBA’27 folgende Projekte ernannt:

Innovative bauliche und nichtbauliche Projektideen aus Stuttgart und der Region können bei der IBA 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH eingereicht werden. Im Antrag sollte der besondere Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region dargestellt werden.
Seit 2017 wurden knapp 200 Projektideen eingereicht. Teils waren es temporäre Veranstaltungen, teils innovative Entwicklungen von Baumaterialien, teils Bauprojekte. Aus den Bauprojekten wurden 38 (Stand April 2026) als IBA'27-Projekte vertraglich bescheinigt. Sie erfahren eine besondere Förderung und Betreuung. Im IBA'27-Netz sind derzeit 98 Projekte verblieben.
Otto-Quartier Wendlingen: Seit Dezember 2022 ist das Projekt nicht mehr Teil der IBA. IBA’27-Intendant Andreas Hofer: „IBA’27-Projekte suchen in einem gemeinsamen Weg nach den jeweils besten und zukunftsfähigsten Lösungen: im engen Austausch mit der IBA’27 und mit innovativen und kollaborativen Planungsprozessen, die die Menschen vor Ort ebenso einbeziehen wie die internationale Kompetenz, beispielsweise in Architekturwettbewerben. Beim Otto-Quartier ist in den letzten Monaten allen Beteiligten klar geworden, dass eine solche enge Einbindung der IBA’27 für beide Seiten nicht mehr funktioniert. Daher haben sich die IBA und die Projektträger nun einvernehmlich darauf verständigt, das Vorhaben aus der IBA’27 zu nehmen.“
Die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart. Andreas Hofer ist als Intendant und Geschäftsführer für die inhaltliche Leitung zuständig. Die kaufmännische Geschäftsführung der wirtschaftlichen Bereiche und laufenden Geschäfte verantworteten zunächst Holger Haas und von 2020 bis 2025 Karin Lang und seit 2025 Gabriele König. Zur Seite steht ihnen ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Architektur, Geografie, Kommunikation, Stadtplanung und -forschung sowie Szenografie.
Gesellschafterinnen der IBA’27 sind die Landeshauptstadt Stuttgart (45 Prozent), der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (zusammen 45 Prozent), die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Universität Stuttgart (je fünf Prozent). Die Architektenkammer als Gesellschafterin vertritt weitere Kammern und Verbände wie den Bund Deutscher Architektinnen und Architekten und die Ingenieurkammer Baden-Württemberg, die Universität Stuttgart vertritt weitere Hochschulen aus der Region.
Seit Sommer 2021 unterstützt der Verein IBA’27 Friends e.V. die IBA’27 durch Sponsorentum und Aktivitäten wie Projektführungen, Besuche von Architekturbüros und innovativen Firmen.
Im Herbst 2017 startete die zehnjährige Laufzeit der IBA’27. Einen ersten Stand ihrer Ergebnisse präsentierte sie im Sommer 2023 beim IBA’27-Festival #1. Die Festivalzentrale war in der Königstraße 1c in Stuttgart und es gab Programmpunkte in der ganzen Region Stuttgart. Es folgte im Mai 2025 die zweite Zwischenpräsentation. Im Jahr 2027 findet die Bauausstellung in Stuttgart und der Region Stuttgart statt und zeigt ihre Ergebnisse der internationalen Öffentlichkeit.