| Institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement (INRAE) | |
|---|---|
| Rechtsform | Établissement public à caractère scientifique et technologique (EPST) |
| Gründung | 1. Januar 2020 |
| Sitz | 7. Arrondissement von Paris |
| Vorläufer | INRA, IRSTEA |
| Zweck | Agrarwissenschaftliche Forschung |
| Aktionsraum | Frankreich |
| Vorsitz | Philippe Mauguin |
| Beschäftigte | 10 800 (2024) |
| Website | www.inrae.fr |
Das Institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement (INRAE; auf Deutsch wörtlich Nationales Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt) ist eine französische staatliche Forschungsorganisation im Bereich der Agronomie.
Das INRAE wurde am 1. Januar 2020 als Zusammenschluss des Institut national de recherche en sciences et technologies pour l’environnement et l’agriculture (IRSTEA; deutsch „Nationales wissenschaftlich-technisches Forschungsinstitut für Umwelt und Landwirtschaft“) mit dem Institut national de la recherche agronomique (INRA; „Nationales Institut für Agronomieforschung“) gegründet. Das Dekret, das diese Fusion formalisiert, wurde am 10. Oktober 2019 unterzeichnet.
Im Jahr 2024 hatte das INRAE etwa 10 800 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente), davon 8 000 mit Fonctionnaire-Status, also beamtet, und 2 800 weitere im Angestelltenverhältnis. Sein Budget betrug 2024 etwa 1,15 Milliarden Euro, davon entfielen 864 Millionen auf die staatliche Zuweisung (Grundfinanzierung), der Rest auf Drittmittel und andere Einnahmen.
Das INRAE ist regional aufgeteilt in 18 Zentren, davon 17 in Metropolitan-Frankreich (einschließlich Korsika) und eines für die Übersee-Départements. Thematisch organisiert ist es in 14 Forschungsabteilungen:
Das INRAE unterhält vier Tochterorganisationen (Stand Ende 2024), und zwar den Verlag Éditions Quæ (gegründet 2006), die Technologietransfer-Einrichtung INRAE Transfert, das Weingut Château Couhins (1968 erworben, 33 Hektar Weinberge, Jahresproduktion 160 000 Flaschen, Umsatz 1,6 Mio. Euro, 15 Vollzeitbeschäftigte) und das Saatgut-Unternehmen Agri Obtentions (Umsatz 14,3 Mio. Euro).
Das Institut ist eine öffentliche Einrichtung wissenschaftlicher und technologischer Art und steht unter der Aufsicht des Forschungsministeriums und des Landwirtschaftsministeriums.