Indy Racing League 2001

Indy Racing Northern Light Series 2001
Meister
Fahrer: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Hornish Jr.
Saisondaten
Anzahl Rennen: 13
< Saison 2000 Saison 2002 >
CART-Saison 2001
Der Indy-500-Siegerwagen von Castroneves. Er gewann das Rennen bei seinem ersten Start.

Die Indy Racing League 2001 war die sechste Saison der US-amerikanischen Indy Racing League und die 80. Meisterschaftssaison im US-amerikanischen Formelsport. Sie begann am 18. März 2001 in Phoenix und endete am 6. Oktober 2001 in Fort Worth.

Hintergrund

Die Saison stand weiterhin im Zeichen der Konkurrenz zur CART-Serie. Gleichzeitig näherten sich beide Meisterschaften sportlich wieder an. Mehrere renommierte CART-Teams nutzten das Indianapolis 500 für Gaststarts, darunter das Team Penske, Chip Ganassi Racing und das Team Green. Besonders die Rückkehr von Penske sorgte für großes Interesse.

Saisonverlauf

Der Saisonauftakt verlief ganz im Zeichen von Sam Hornish junior. Der Fahrer von Panther Racing gewann die ersten beiden Meisterschaftsläufe in Phoenix und Homestead und er übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Anschließend konnte Greg Ray das Rennen in Atlanta gewinnen und sich ebenfalls in den Titelkampf einschalten.

Der Höhepunkt der Saison war das jährliche Indianapolis 500. Beim ersten Start für das Team Penske gewann Hélio Castroneves das Rennen. Gemeinsam mit Teamkollege Gil de Ferran als Zweiter gab es einen Penske-Doppelsieg. Castroneves war damit erst der zweiter Rookie, nach dem Sieg von Juan Pablo Montoya im Vorjahr, der das Rennen gewinnen konnte.

Im weiteren Saisonverlauf entwickelte sich ein spannender Meisterschaftskampf zwischen Hornish und Titelverteidiger Buddy Lazier. Lazier gewann die Rennen auf dem Pikes Peak International Raceway, in Richmond, Nashville und Kentucky und war mit vier Siegen der erfolgreichste Fahrer des Jahres. Dennoch verlor er durch mehrere schwächere Resultate während der gesamten Saison wichtige Punkte im Titelkampf. Weitere Rennsiege gingen an Scott Sharp auf dem Texas Motor Speedway, Eddie Cheever in Kansas, Al Unser Jr. in Gateway sowie Jaques Lazier auf dem Chicagoland Speedway. Die hohe Zahl unterschiedlicher Sieger verdeutlichte erneut die große Leistungsdichte innerhalb der Meisterschaft.

Vor dem Saisonfinale auf dem Texas Motor Speedway lag Hornish weiterhin an der Spitze der Fahrerwertung. Dort gewann er und sicherte sich seinen ersten Meistertitel. Die Entscheidung fiel zugunsten des Panther-Racing-Piloten auch durch seine Konstanz über die gesamte Saison hinweg.

Mit 503 Punkten gewann Hornish die Meisterschaft deutlich vor Lazier, der 398 Punkte erzielte. Den dritten Platz belegte Sharp mit 355 Punkten. Hinter den ersten drei Fahrern folgten Billy Boat, Eliseo Salazar und Rookie Felipe Giaffone, der sich die Auszeichnung als Rookie of the Year sicherte.

Statistik

Rennergebnisse

Nr. Datum Veranstaltung
(Strecke)
Distanz
(Meilen)
Sieger Team Pole-Position
1 18. März Vereinigte Staaten Pennzoil Copper World Indy 200
(Phoenix)
200 Vereinigte Staaten Sam Hornish Jr. Panther Racing Vereinigte Staaten Greg Ray
2 8. April Vereinigte Staaten Infiniti Grand Prix of Miami
(Homestead)
300 Vereinigte Staaten Sam Hornish Jr. Panther Racing Vereinigte Staaten Jeff Ward
3 28. April Vereinigte Staaten zMax 500
(Atlanta)
308 Vereinigte Staaten Greg Ray Team Menard Vereinigte Staaten Greg Ray
4 27. Mai Vereinigte Staaten Indianapolis 500-Mile Race
(Indianapolis)
500 Hélio Castroneves Penske Racing Vereinigte Staaten Scott Sharp
5 9. Juni Vereinigte Staaten Casino Magic 500
(Fort Worth)
291 Vereinigte Staaten Scott Sharp Kelley Racing Vereinigte Staaten Mark Dismore
6 17. Juni Vereinigte Staaten Radisson Indy 200
(Pikes Peak)
200 Vereinigte Staaten Buddy Lazier Hemelgarn Racing Vereinigte Staaten Greg Ray
7 30. Juni Vereinigte Staaten SunTrust Indy Challenge
(Richmond)
187,5 Vereinigte Staaten Buddy Lazier Hemelgarn Racing Vereinigte Staaten Jaques Lazier
8 8. Juli Vereinigte Staaten Ameristar Casino Indy 200
(Kansas City)
304 Vereinigte Staaten Eddie Cheever Team Cheever Vereinigte Staaten Scott Sharp
9 21. Juli Vereinigte Staaten Harrah’s 200
(Nashville)
260 Vereinigte Staaten Buddy Lazier Hemelgarn Racing Vereinigte Staaten Greg Ray
10 12. August Vereinigte Staaten Belterra Resort Indy 300
(Kentucky)
300 Vereinigte Staaten Buddy Lazier Hemelgarn Racing Vereinigte Staaten Scott Sharp
11 26. August Vereinigte Staaten Gateway Indy 250
(Madison)
250 Vereinigte Staaten Al Unser Jr. Galles Racing Vereinigte Staaten Sam Hornish Jr.
12 2. September Vereinigte Staaten Delphi Indy 300
(Joliet)
304 Vereinigte Staaten Jaques Lazier Team Menard Vereinigte Staaten Jaques Lazier
13 6. Oktober Vereinigte Staaten Chevy 500
(Fort Worth)
291 Vereinigte Staaten Sam Hornish Jr. Panther Racing Vereinigte Staaten Sam Hornish Jr.

Fahrer-Meisterschaft

Pl. Fahrer Punkte
1. Vereinigte Staaten Sam Hornish Jr. 503
2. Vereinigte Staaten Buddy Lazier 398
3. Vereinigte Staaten Scott Sharp 355
4. Vereinigte Staaten Billy Boat 313
5. Eliseo Salazar 308
6. Felipe Giaffone 304
7. Vereinigte Staaten Al Unser Jr. 287
8. Vereinigte Staaten Eddie Cheever 261
9. Vereinigte Staaten Buzz Calkins 242
10. Airton Daré 239
11. Vereinigte Staaten Jeff Ward 238
12. Vereinigte Staaten Robbie Buhl 237
13. Japan Shigeaki Hattori 215
14. Vereinigte Staaten Mark Dismore 205
15. Vereinigte Staaten Donnie Beechler 204
16. Vereinigte Staaten Robby McGehee 196
Pl. Fahrer Punkte
17. Vereinigte Staaten Jaques Lazier 195
18. Vereinigte Staaten Greg Ray 193
19. Vereinigte Staaten Sarah Fisher 188
Frankreich Didier André 188
21. Vereinigte Staaten Billy Roe 101
22. Vereinigte Staaten Jeret Schroeder 77
23. Vereinigte Staaten Jon Herb 70
24. Hélio Castroneves 64
25. Vereinigte Staaten Rick Treadway 59
26. Vereinigte Staaten Davey Hamilton 54
27. Vereinigte Staaten Richie Hearn 50
28. Gil de Ferran 46
29. Frankreich Laurent Rédon 45
30. Vereinigte Staaten Brandon Erwin 40
31. Vereinigte Staaten Casey Mears 36
Vereinigte Staaten Stan Wattles 36
Pl. Fahrer Punkte
Vereinigte Staaten Chris Menninga 36
34. Vereinigte Staaten Michael Andretti 35
35. Frankreich Stéphan Grégoire 34
36. Vereinigte Staaten Jimmy Vasser 32
37. Bruno Junqueira 30
38. Vereinigte Staaten Anthony Lazzaro 29
39. Vereinigte Staaten Tony Stewart 28
40. Vereinigte Staaten Cory Witherill 19
41. Niederlande Arie Luyendyk 17
42. Vereinigte Staaten Tyce Carlson 15
43. Vereinigte Staaten John Hollansworth Jr. 12
44. Vereinigte Staaten Robby Gordon 9
 Alex Barron 9
46.  Jack Miller 5
47. Scott Goodyear 1
Frankreich Nicolas Minassian 1
Commons: IndyCar Series 2001 – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ indianapolismotorspeedway.com: 2001 INDIANAPOLIS 500 RACE RESULTS, abgerufen am 8. Oktober 2026
  2. ↑ motorsportmagazine.com: 12001 Indy Racing Northern Light Series, abgerufen am 8. Oktober 2026