| Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire — IRSN — | |
|---|---|
| Staatliche Ebene | national |
| Rechtsform | EPIC |
| Bestehen | Februar 2002 bis 31. Dezember 2024 |
| Entstanden aus | IPSN, OPRI |
| Aufgegangen in | ASNR |
| Hauptsitz | Fontenay-aux-Roses |
| Mitarbeiter | ca. 1600 |
| Website | www.irsn.fr (historisch) recherche-expertise.asnr.fr |
Das Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire (IRSN) (übersetzt „Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit“) war eine staatliche französische technisch-wissenschaftliche Forschungs- und Sachverständigenorganisation mit Sitz in Fontenay-aux-Roses. Es wurde zum 1. Januar 2025 mit der Atomaufsichtsbehörde ASN zur Autorité de sûreté nucléaire et de radioprotection (ASNR) verschmolzen.
Seine Aufgabe bestand darin, die Sicherheit ziviler nukleartechnischer und radiologischer Anlagen zu bewerten und zu verbessern und den Schutz von Mensch und Umwelt vor Gefahren und Risiken solcher Anlagen weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit.
Das IRSN wurde im Februar 2002 per Gesetz ins Leben gerufen und arbeitete unter der Aufsicht der Ministerien für Umwelt, Gesundheit, Industrie, Forschung und Verteidigung. Die Vorgängerorganisationen waren das Office de protection contre les rayonnements ionisants (OPRI) und das Institut de protection et de sûreté nucléaire (IPSN).
Der Hauptsitz des IRSN war in Fontenay-aux-Roses im Großraum Paris; es gab zahlreiche Niederlassungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Metropolitan-Frankreich sowie eine Niederlassung auf Tahiti.
Das Institut hatte mit Stand vom Februar 2024 1.783 Angestellte, davon 1.616 in unbefristeten Arbeitsverhältnissen. Sein Jahresbudget 2023 betrug etwa 290 Millionen Euro. In demselben Jahr wurden 238 wissenschaftliche Fachartikel mit Beteiligung des IRSN in Zeitschriften veröffentlicht, die in den Journal Citation Reports erfasst waren.
Eine dem IRSN vergleichbare, staatlich geförderte Organisation in Deutschland ist die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS).
Das IRSN war Teilhaber – gemeinsam und zu gleichen Teilen mit der deutschen GRS – an der Firma Riskaudit IRSN/GRS International (Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung, EWIV), Frankreich. Riskaudit betrieb außerdem Büros in Moskau (Russland) und Kiew (Ukraine), die eng mit IRSN und GRS zusammenarbeiten.