| |||
| Bereich | Information und Dokumentation | ||
| Titel | Codes für die Namen von Ländern und deren Untereinheiten - Teil 3: Code für früher gebräuchliche Ländernamen | ||
| Letzte Ausgabe | 2020-08 | ||
| Nationale Normen | DIN ISO 3166-3:2015-03 | ||
ISO 3166-3 ist ein internationaler Standard, der ausgelaufene Länderkürzel nach dem ISO 3166-1-Standard definiert und ist der dritte Teil der ISO 3166.
Wenn nach 1974 Staaten
werden ihre Kürzel aus ISO 3166-1 gelöscht und mit zwei zusätzlichen Buchstaben in ISO 3166-3 eingefügt. Dabei stellen die ersten zwei Buchstaben das ursprüngliche Länderkürzel aus ISO 3166-1 dar und die zwei letzten Buchstaben das neue Länderkürzel aus ISO 3166-1. Gibt es keinen eindeutigen Nachfolger des ursprünglichen Landes, sind die beiden letzten Buchstaben HH. Im Falle von Serbien und Montenegro, welches als Bundesstaat das Kürzel CS hatte, wurde 2006 CSXX statt CSHH festgelegt, da CSHH bereits für die ehemalige Tschechoslowakei verwendet worden war.
Beispiele:
In Datenbanken mit historischen (meist statistischen) Informationen können durch entsprechende Änderungen aus den ungültigen Schlüsseln wieder gültige Einträge gemacht werden. Die ursprüngliche Kodierung bleibt nachvollziehbar, und die aktuelle Zuordnung (CS als CSHH oder CSXX?) wird wieder eindeutig.
Die folgende Liste enthält alle ausgelaufenen zweibuchstabigen ISO 3166-Länderkürzel. Viele der Kürzel wurden vor der Einführung des Domain Name Systems ersetzt, so dass sie niemals als Top-Level-Domains verwendet wurden. Für jedes Kürzel ist das Jahr der Ersetzung angegeben.
Ausgelaufene Codes konnten gemäß bisheriger Praxis nach fünf Jahren wieder vergeben werden, wie geschehen mit AI, CS, GE und SK. Da sie mittlerweile aber durch Internet-Domains (beispielsweise als Teil von weiter gültigen E-Mail-Adressen) erheblich langlebiger geworden sind, soll eine Neuvergabe derzeit nicht mehr erfolgen.
AIDJ – 1977 Französisches Afar- und Issagebiet
ANHH – 2011 Niederländische Antillen
BQ für die Inseln der Besonderen Gemeinden der Niederlande, nämlich Bonaire, Saba und Sint EustatiusCW für CuraçaoSX für Sint MaartenBQAQ – 1979 Britisches Antarktis-Territorium
AQ Antarktis. Das Kürzel BQ wurde inzwischen (15. Dezember 2010) vergeben an die Besonderen Gemeinden der Niederlande, nämlich Bonaire, Saba und Sint Eustatius. Das war nur deshalb möglich, weil dieser antarktische Bereich nie eine Internet-Domain betrieben hatte – .bq hat dies bis heute (2018) nicht etabliert.BUMM – 1989 Burma
MM für MyanmarCSHH – 1993 Tschechoslowakei
CZ für Tschechische Republik und SK für die SlowakeiCSXX – 2006 Serbien und Montenegro
RS für Serbien und ME für MontenegroCTKI – 1984 Canton- und Enderbury-Inseln
KI KiribatiDDDE – 1990 DDR
DE DeutschlandDYBJ – 1977 Dahomey
BJ für BeninFQHH – 1979 Französische Südliche und Antarktische Territorien
AQ Antarktis und TF Französische Südliche TerritorienFXFR – 1997 Frankreich Metropolitan
FR (Frankreich)GEHH – 1979 Gilbert- und Ellis-Inseln
HVBF – 1984 Obervolta
BF für Burkina FasoJTUM – 1986 Johnston Island
UM US Minor Outlying IslandsMIUM – 1986 Midwayinseln
UM US Minor Outlying IslandsNHVU – 1980 Neue Hebriden
VU für VanuatuNQAQ – 1983 Queen Maud Land
AQ AntarktisNTHH – 1993 Saudisch-Irakische Neutrale Zone
SA Saudi-Arabien und IQ IrakPCHH – 1986 Treuhandgebiet Pazifische Inseln
FM Mikronesien, MH Marshallinseln, MP Nördliche Marianen und PW PalauPUUM – 1986 sonstige US-Pazifik-Inseln
UM US Minor Outlying IslandsPZPA – 1980 Panamakanalzone
PA PanamaRHZW – 1980 Rhodesien
ZW für SimbabweSKIN – 1975 Sikkim
SUHH – 1992 Sowjetunion
AM Armenien, AZ Aserbaidschan, BY Belarus, EE Estland, GE Georgien, KG Kirgisistan, KZ Kasachstan, LT Litauen, LV Lettland, MD Republik Moldau, RU Russland, TJ Tadschikistan, TM Turkmenistan, UA Ukraine und UZ Usbekistan (von denen BY und UA bereits existierten), der Code SU ist weiterhin als Top Level-Domain in GebrauchTPTL – 2002 Osttimor
TL Timor-Leste, das Kürzel TP ist weiterhin als Top Level-Domain in GebrauchVDVN – 1977 Demokratische Republik Vietnam
VN VietnamWKUM – 1986 Wake
UM US Minor Outlying IslandsYDYE – 1990 Südjemen
YE JemenYUCS – 2003 Jugoslawien
CS für Serbien und Montenegro (siehe CSXX)ZRCD – 1997 Zaire
CD für Demokratische Republik Kongo