IT8 bezeichnet eine Zusammenfassung mehrerer ANSI-Standards zur Farbkontrolle, die 1993 vom IT8 Committee definiert wurden. Seit 1994 werden sie durch das Committee for Graphics Arts Technologies Standards (CGATS) verwaltet. Nach diesen Standards werden heute Scanner, Digitalkameras, Monitore und Drucker kalibriert, um Farbverbindlichkeit gewährleisten zu können.
Die folgende Liste enthält die IT8-Standards:
Dieser Standard spezifiziert ein Format zum Austausch numerischer Kontrolldaten zwischen elektronischen Druckvorstufe-Systemen und Stanzformenbau-Systemen.
Dieser Standard definiert Layout und kolorimetrische Werte der Test-Targets mit denen Durchsicht-Farbscanner kalibriert werden können.
Dieser Standard definiert Layout und kolorimetrische Werte der Test-Targets mit denen Aufsicht-Farbscanner kalibriert werden können.
Dieser Standard spezifiziert Input-Daten, eine Vermessungsprozedur und ein Output-Daten-Format um 4-Farben-Druckprozesse charakterisieren zu können.

Eine verbindliche Farbreproduktion in der Prozesskette (Vorlage – Scanner / Digitalkamera – Bildschirm – Drucker) macht eine Kalibrierung aller beteiligten Geräte erforderlich, da ihre tatsächlichen Farbräume gerätespezifisch von den Referenzfarbräumen abweichen. Eine IT8-Kalibrierung wird mit sogenannten IT8-Targets durchgeführt, deren Gestalt in den IT8-Standards klar definiert ist.
Ein Beispiel: Für die Scannerkalibrierung sind Vorlagen zu verwenden, die den Standards IT8.7/1 (Durchsicht-Targets) oder IT8.7/2 (Aufsicht-Targets) genügen. Nach diesen Standards enthält ein IT8-Target 24 Graufelder sowie 264 Farbfelder in 22 Spalten:
Solch ein Target wird nun mit dem Scanner eingelesen und anhand von Referenzwerten wird ein sogenanntes ICC-Profil berechnet. Bei allen nachfolgenden Scan-Vorgängen wird dieses Profil berücksichtigt und sorgt für ein farbgetreues Scan-Ergebnis.