Idiosynkrasie

Als Idiosynkrasie wird die „Gesamtheit persönlicher Eigenheiten, Vorlieben und Abneigungen“ bezeichnet. Im Besonderen werden darunter medizinisch eine Überempfindlichkeit und psychologisch ein ungewöhnlicher Widerwille verstanden.

Wortherkunft

Das Wort Idiosynkrasie ist im deutschsprachigen Raum im 18. Jahrhundert aus dem Griechischen entlehnt worden: Es stammt von altgriechisch ἰδιοσυγκρᾱσία idiosynkrāsía, deutsch ‚Selbst-Eigenheit/-Charakter‘. Der Ausdruck ist bereits im Altgriechischen nachweisbar und setzt sich zusammen aus ἰδιο- ‚eigen-‘, συν- ‚zusammen-‘ und κρᾶσις ‚die Mischung‘. Ursprünglich bedeutete es „eigentümliche Mischung der Säfte im Körper und die daraus hervorgehende Beschaffenheit des Leibes“ und ist in diesem Sinne eine so erzeugte „spezifische Beschaffenheit eines einzelnen Körpers“.

Fachgebiete

Je nach Kontext kann Idiosynkrasie Folgendes bedeuten:

Medizin

Psychiatrie und Psychologie

Informatik

Sprachwissenschaft

Wirtschaftswissenschaft

Wiktionary: Idiosynkrasie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Idiosynkrasie. In: Duden. Abgerufen am 30. Juni 2017.
  2. ↑ Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24. Auflage, Berlin/Boston 2002.
  3. ↑ Duden: Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage, Mannheim 2001.
  4. 1 2 Medizinexpert*innen bei DocCheck: Idiosynkrasie. DocCheck, abgerufen am 26. März 2026.
  5. ↑ Duden: Das Fremdwörterbuch. 9. aktualisierte Auflage, Mannheim 2006.
  6. ↑ Andries W. Coetzee: Learning lexical indexation. In: Phonology. 29. Juni 2009, abgerufen am 18. September 2026.