
Igor Kopystiansky (* 16. Dezember 1954 in Lwiw, Ukrainische SSR) ist ein US-amerikanischer Künstler. Er arbeitet multimedial, unter anderem in Malerei, Fotografie, Film und Video. Bei Film- und Videoarbeiten arbeitet er mit seiner Frau Svetlana Kopystiansky zusammen. Ihre unabhängigen und gemeinsamen Werke werden international gezeigt und werden von großen amerikanischen, europäischen und australischen Museen gesammelt einschließlich MoMA, Metropolitan, Centre Pompidou, Tate Modern, Whitney Museum of American Art, Museum of Fine Arts Houston, Art Institute of Chicago, Walker Art Center, Smithsonian American Art Museum, MMK Museum für Moderne Kunst, ZKM Center for Art and Media Karlsruhe, Musée d’Art moderne et contemporain de Saint-Étienne Métropole, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Art Gallery of New South Wales. Archive von Igor und Svetlana Kopystiansky befinden sich im Centre Pompidou, Kandinsky Library.
Igor Kopystiansky nimmt in seiner Arbeit Bezug auf gegenständliche Malereien der Kunstgeschichte. „Er kopiert sie eigenhändig, wobei ihm als Vorlage Reproduktionen dienen. In seinen „kompakten Ausstellungen“ stapelt er die kopierten Bilder übereinander oder rollt die Leinwände zu Knäueln. Als Gegenstand behandelt, verschwindet das Bild und bleibt doch im verborgenen präsent.“ Die ursprüngliche Inspiration für seine Werke, die auf Ideen der Dekonstruktion und Aneignung basierten, stammte von DADA und Marcel Duchamp. Diese Werke eigneten sich Bilder westeuropäischer Maler an. Die neuen Gemälde wurden bewusst in anderen Größen als die Originale geschaffen. Dieser Ansatz spiegelt die Situation wider, in der ein Kunstwerk in der Gesellschaft eher als Reproduktion in einem Buch, auf einem Plakat oder einer Plakatwand oder bei der Betrachtung auf einer Kinoleinwand funktioniert, wobei die Bildgröße vom Originalgemälde abweicht. Die Ausführung der angeeigneten Gemälde war nur der erste Schritt in der Produktion des eigentlichen Kunstwerks. Diese gemalten Kopien wurden dann verwendet, um Assemblagen oder Umgebungen, sogenannte „Interieurs“, zu schaffen, in denen Bilder verschiedener Gemälde miteinander interagierten. Das endgültige Ergebnis des gesamten Werks wurde stets erst im letzten Schritt, nach Fertigstellung der Installation, enthüllt und blieb im Vorfeld völlig unvorhersehbar.

Zwei Installationen Interiors waren Teil einer Ausstellung von Igor und Svetlana, die im Oktober 1988 in New York City stattfand. Von dieser Ausstellung wurden beide Werke vom MAMC, Musée d’art moderne et contemporain, Saint-Etienne, Frankreich, und dem Ludwig Forum für internationale Kunst Aachen, Deutschland, erworben.
Interior (1992) wurde aus angeeigneten Gemälden von Nicolas Poussin, Claude Lorrain, Caspar David Friedrich, Vermeer, Rembrandt, Jacob van Ruisdael, Pieter Claesz u. a. zusammengesetzt und ausgestellt in Martin Gropius-Bau, Berlin, Kunsthalle Düsseldorf, Museo National Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, "The Boundary Rider," 9th Biennale of Sydney. Curator Anthony Bond. AGNSW, Sydney, Australia.



Parallel zur Werkgruppe Interiors entstanden dreidimensionale Installationen, sogenannte Constructions. Diese wurden unter Verwendung von angeeigneten Gemälden aus verschiedenen Epochen „gebaut“ oder „konstruiert“, wobei deren Wechselwirkung innerhalb der jeweiligen Installation eine surrealistische Wirkung erzeugte.

Das Werk Construction (1988) befindet sich in der Sammlung des Ludwig Forums Aachen; es wurde aus angeeigneten Gemälden von Franz Marc, Paul Gauguin, Paul Cézanne, André Derain und Maurice de Vlaminck geschaffen. Nach dem Erwerb im Anschluss an eine Einzelausstellung in New York City (1988) wurde es 1989 im Rahmen der internationalen Ausstellung „Kunst der letzten 10 Jahre“ im MUMOK Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien gezeigt.
Aus dieser Werkgruppe in der Sammlung MNAM des Centre Pompidou Paris sind die Transformable Paintings (1991) vertreten. Dieses Werk besteht aus sieben Gemälden, die auf Werken westeuropäischer Künstler wie Tizian, Diego Velazquez, Giorgione, Murillo, Tintoretto und Eugène Delacroix basieren und als Objekte auf verschiedene Weise ausgestellt wurden und werden können.
Ein weiteres Werk in der Sammlung des Centre Pompidou sind die Compact Paintings (1992). Für dieses Objekt wurde eine Ölkopie des bereits existierenden Gemäldes angefertigt. Anschließend wurde das Gemälde in Streifen geschnitten, diese aufgerollt und mit einem Seil befestigt. Auf diese Weise wurde aus einem zweidimensionalen Gemälde ein dreidimensionales, kompaktes Objekt.
In der Sammlung des Museum Folkwang Essen befindet sich das Werk The Secret of the Lost, (2003), das aus 18 kompakten Gemälden besteht.
Die Arbeit Restored Chairs (1990) und besteht aus 17 kreisförmig angeordneten Holzstühlen. Für das Werk wurden Holzstühle unterschiedlichster Form ausgewählt und mit Reproduktionen von Ölgemälden namhafter Künstler bezogen – darunter Paul Gauguin, Pablo Picasso, Vincent van Gogh, Raffael, Tizian, Paul Cézanne, Claude Monet, Auguste Renoir, Amedeo Modigliani und Tintoretto. Für jeden Stuhl wurden nach dem Zufallsprinzip mehrere Gemälde kombiniert, was zu einer surrealistischen Unvorhersehbarkeit in deren Zusammenspiel führte. In dieser fiktiven Realität wurden Meisterwerke einer alltäglichen Nutzfunktion unterzogen und – in dadaistischer Manier – ihres sakralen Status enthoben; Ziel war es, die radikale Geste Marcel Duchamps in Bezug auf sein Readymade Fountain (1917) umzukehren.
Die erste Installation dieses Werkes erfolgte im Rahmen des internationalen Projekts Anni Novanta (Neunzigerjahre) im Jahr 1990, das stattfand in Galleria Comunale d’Arte Moderna, Bologna; Musei Comunali, Rimini; Ex colonia “Le Navi,” Catolica, Italy.
Restored Chairs war – neben anderen repräsentativen Installationsarbeiten – Teil der Einzelausstellung von Igor Kopystiansky in der Kunsthalle Düsseldorf mit dem Titel „The Museum“.
The Chair (1989), das vor der Installation Restored Chairs entstand, ist in der Sammlung von Museo National Centro de Arte Reina Sofia, Madrid vertreten.
Das Werk The Painting (1994), das im Rahmen einer Einzelausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf gezeigt wurde, entstand aus Hunderten von Fragmenten zahlreicher einzelner Ölgemälde. Diese unterschiedlich großen Fragmente waren das Ergebnis der „Dekonstruktion“ verschiedener, angeeigneter Gemälde. Im Zuge der Installation wurden die Fragmente direkt an der weißen Museumswand befestigt und bildeten so ein Rechteck von 300 × 1100 cm. Durch diesen Entstehungsprozess verwandelte „The Painting“ eine Reihe gegenständlicher Kunstwerke in ein einziges großes abstraktes Gemälde.
Das Werk The Painting (2008), das sich in der Sammlung des MFAH, Museum of Fine Arts Houston befindet, basiert auf derselben Idee wie „The Painting“ (1994).
Das in der Sammlung der Berlinischen Galerie vertretene Werk Big Painting (1989) steht im Dialog mit Dada-Collagen. Doch anstatt auf Materialien wie Fotografien oder isolierte Katalogillustrationen zurückzugreifen – wie es die Dada-Künstler für ihre Collagen taten –, wurden für Big Painting appropriated Werke von Künstlern wie Paul Cézanne und Henri Matisse zu einem einzigen großen Gemälde zusammengefügt, das ohne Keilrahmen ausgestellt wird.

Diptychon (1987) aus der Sammlung des MAMC, Musée d'art moderne et contemporain, Saint-Étienne, Frankreich. basiert auf dem Gemälde Die mit Blumen gekrönte Leserin (oder Vergils Muse) von Jean-Baptiste Camille Corot aus der Sammlung des Louvre. Es steht exemplarisch für eine größere Werkgruppe, bei deren Entstehung dieselbe künstlerische Methode angewandt wurde: Ein angeeignetes Gemälde wurde auf eine bestimmte Weise zerschnitten, und die einzelnen Teile wurden auseinandergezogen und auf zwei Leinwände montiert. Durch diese „Verdopplung“ verlor das Ausgangsgemälde seine Einzigartigkeit. Anschließend wurden die fehlenden Partien auf beiden Leinwänden in einem expressiveren Stil als beim Original ergänzt.

Das Diptychon, das auf Jacques-Louis Davids Der Tod des Sokrates aus der Sammlung des Metropolitan Museum basiert, gehörte zu den repräsentativen Werken der Einzelausstellung von Igor Kopystiansky in der Kunsthalle Düsseldorf (1994).
Bei einer weiteren Gruppe von Diptychons wurden zwei angeeignete Gemälde – basierend auf unterschiedlichen Vorlagen – von ihren Keilrahmen gelöst und durch eine spezielle, präzise Installation zu einem einzigen Werk vereint. Diese Anordnung verwandelte sie in ein dreidimensionales Objekt, das sich unter Schwerkrafteinfluss faltete; dabei kamen die materiellen Eigenschaften der Ölmalerei auf Leinwand zur Geltung, und es entstand eine Art Verschmelzung von Malerei und Skulptur. Das Diptychon (1988/1990), das aus angeeigneten französischen und niederländischen Seestücken konstruiert wurde, befindet sich in der Sammlung des Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía.
Das Diptychon (1990), das aus zwei angeeigneten Gemälden von Caspar David Friedrich besteht, ist in der Sammlung der Berlinischen Galerie vertreten.
The Carpet (1990) ist in der Sammlung des Muzeum Sztuki in Łódź vertreten. Das Werk besteht aus 100 Fragmenten verschiedener Gemälde, die in Streifen geschnitten und auf dem Boden zu einer teppichartigen, rechteckigen Installation angeordnet wurden. Es wurde ursprünglich für „Back in Łódź – Construction in Process III“ geschaffen, eine internationale Ausstellung, die 1990 in Łódź, Polen stattfand.
Destroyed Paintings (Zerstörte Gemälde) und Restored Paintings (Restaurierte Gemälde) bilden zwei miteinander verknüpfte Werkgruppen, die in einem konzeptionellen Dialog mit den Anti-Kunst- und Anti-Malerei-Strategien des Dadaismus stehen. Eines der frühen Beispiele für die Destroyed Paintings befindet sich in der Sammlung des Muzeum Sztuki in Łódź, Polen.
Das Werk Restored Painting (1988) – das auf der Aneignung des Gemäldes Junge mit Hund von Bartolomé Esteban Murillo basiert – ist Teil der Sammlung des Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen. Es gehört zu einer Gruppe angeeigneter Gemälde, deren Entstehungsprozess drei aufeinanderfolgende Phasen durchlief: die Ausführung des eigentlichen Gemäldes, dessen Zerstörung und den als „Restaurierung“ definierten Prozess. Sämtliche Maßnahmen, die eigentlich der „Restaurierung“ der beschädigten Bildvorlage dienen sollten, wurden jedoch in bewusst expressiver Weise durchgeführt. Anstatt das „beschädigte“ Material in seinen ursprünglichen Zustand vor der Beschädigung zurückzuführen, vergrößerten die in dieser Phase vorgenommenen Schritte vielmehr die Distanz des Endergebnisses zur ursprünglichen Vorlage.
Igor Kopystianskys seit Anfang der 1980er Jahre in den Medien Malerei und Installation entstandene Einzelwerke werden als Appropriation Art angesehen.
Igor Kopystiansky siedelte 1988 nach New York über. 1990 erhielt er ein Stipendium des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und 2008 des Residences Internationales aux Recollets in Paris. Zeitweilig arbeitet er zusammen mit Svetlana Kopystiansky.
Igor und Svetlana Kopystiansky verfolgen individuelle Karrieren, arbeiteten aber auch regelmäßig gemeinsam. Seine individuellen und gemeinschaftlichen Arbeiten wurden in Museen und wichtigen internationalen Ausstellungen gezeigt und sind in den Sammlungen großer amerikanischer, europäischer und australischer Museen vertreten.
In der Sammlung des Whitney Museum of American Art sind Igor und Svetlana mit einer zweiteiligen Diaprojektionsinstallation mit dem Titel The Day Before Tomorrow vertreten, die 1999, im letzten Jahr des Jahrtausends, in den Straßen New Yorks aufgenommen wurde. Wie John Hanhardt in seinem Text mit dem Titel The Play of Time: The Art of Svetlana and Igor Kopystiansky schrieb, handelt es sich bei „The Day Before Tomorrow“ um eine zweiteilige Diaprojektion, deren Bilder aus Hunderten von Schwarzweißfotografien ausgewählt wurden, die mit zwei Kameras aufgenommen wurden. Eine Kamera hielt Svetlana und die andere Igor. Sie standen nebeneinander, im Abstand von wenigen Metern, und filmten, was sich vor ihnen abspielte – Episoden des informellen Theaters, das sich tagtäglich auf den Bürgersteigen New Yorks abspielt. Die synchronisierten Bilder aus verschiedenen Stadtvierteln werden ohne Ton projiziert. Die Ereignisse stehen in keiner Verbindung zueinander und ergeben sich aus der Gegenüberstellung der beiden Perspektiven. Die Unterschiede der beiden Aufnahmen, die Verzögerungen und Vorgriffe innerhalb der Handlung, erzeugen ein skulpturales Theater, das sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten entfaltet. Da auf Film gedreht wurde, mussten die Bilder entwickelt werden, bevor sie von den Künstlern betrachtet werden konnten. Ihre Beobachtungen wurden also durch das Aufnahmegerät und den Entwicklungsprozess vermittelt. Die beiden Bildsequenzen erzeugen einen proto-filmischen Effekt angehaltener Bewegung, und die Entdeckungsfreude, die die Künstler selbst während der Filmentwicklung erfahren, wird auf den Betrachter übertragen.“
Wie Adam D. Weinberg, Direktor des Whitney Museum of American Art, New York, in seinem Text schrieb:
“wir fragen uns, ob jeder Bildschirm einen anderen Standpunkt darstellt – den von Igor oder den von Svetlana – oder ob es sich bei jedem um eine vereinte Sicht handelt. Beim Betrachten dieser Bildschirme erfährt man die disjunkte Parallaxe dessen, was wie Ansichten zweier, im Abstand von 2 Metern positionierter Kameras aussieht und es auch tatsächlich sind. Für dieses Projekt hat tatsächlich jeder der Künstler in einem selbst gewählten Moment ein Bild desselben „Ereignisses“ aufgenommen. Was wir sehen, ist ein von dem Paar konzipiertes, als Individuen ausgeführtes und als visuelles Duett präsentiertes Projekt. Trotz seiner lässigen, investigativen, metawissenschaftlichen Positionierung ist The Day Before Tomorrow ein zärtliches Loblied auf ihre Beziehung – keine der beiden Sichtweisen ist dominant, keine wahrheitsgetreuer, keine aufschlussreicher. In ihrer Arbeit konstruieren Igor und Svetlana sich selbst und konstruieren einander, und wir, das Publikum, wissen nicht, wessen Arbeit wem gehört, und es spielt auch keine Rolle. Philip Roth bringt es in seinem Roman „Counterlife“ auf den Punkt: „Wir sind alle Erfindungen der anderen, jeder eine Verbindung, die alle anderen hervorbringt. Wir sind alle die Autoren der anderen.“ So wie Igor Swetlanas Autor ist und umgekehrt, so sind auch wir die Autoren und Zuschauer.”

Das 1996/97 entstandene Video Incidents, das in den Straßen von Chelsea, Manhattan, gedreht und 1997 von Kurator Harald Szeemann erstmals auf der Biennale in Lyon gezeigt wurde, meditiert über die potenzielle Schönheit und das Pathos weggeworfener Gegenstände, die vom Wind ballettartig durch eine Stadtstraße gewirbelt werden. “In diesem Video von Igor und Svetlana Kopystiansky verwandeln sich Bruchstücke urbanen Abfalls in eine lyrische Symphonie alltäglicher Formen. Incidents wurde in windigen Straßen nahe dem Künstleratelier im Manhattan Stadtteil Chelsea gedreht, wo die Kopystianskys seit 1988 leben. Sorgfältig geschnitten aus Filmmaterial, das über einen Zeitraum von zwei Jahren aufgenommen wurde, als das Viertel noch heruntergekommen war, zeichnet das Video die fast ballettartigen Bewegungen weggeworfener Überreste einer urbanen Konsumkultur nach. Großflächig projiziert, verwandeln sich diese scheinbar zufälligen und unbedeutenden Materialien und nehmen kurzzeitig eine skulpturale oder architektonische Qualität an, bevor sie flüchtig aus dem Bild verschwinden. Ton spielt eine Schlüsselrolle in der Arbeit; Originalaufnahmen des kakophonischen Lärms der Stadt schärfen unser Bewusstsein für typischerweise übersehene und nebensächliche Elemente der Großstadt. Die Feier der zufälligen Begegnung durch die Kopystianskys verleiht weggeworfenem Müll die skurrile Individualität von Lebewesen. Diese Massenproduzierte Objekte werden aus ihrer ursprünglichen Rolle befreit und bilden eine offene Choreografie schwebender Skulpturen. Incidents unterstreicht die anhaltende Beschäftigung der Künstler mit der strukturierten Beobachtung des urbanen Raums, ihre Faszination für verlassene Formen der jüngeren Vergangenheit und ihr Interesse an den räumlichen und zeitlichen Möglichkeiten des Kinos. Mit einer spielerischen Anspielung auf Marcel Duchamps „Readymade“ verwandeln sie ansonsten banale Momente und Materialien in komplexe Meditationen über das Spiel der Zeit und den Akt des Sehens.

Incidents wurden in limitierten Auflagen produziert und von folgenden Museen erworben: MoMA, Metropolitan, Centre Pompidou, Museum of Fine Arts Houston, TATE Modern London,” Museum für Moderne Kunst Frankfurt, Art Gallery of New South Wales Sydney und als Teil von Sammlungen großer Museen und auf wichtigen internationalen Ausstellungen ausgestellt. Eine vollständige Ausstellungsgeschichte der Videoarbeit „Incidents“ (1996/1997) ist in einem Hinweis auf einen Ankauf auf der Website des MFAH, Museum of Fine Arts Houston, Texas veröffentlicht.
Spätere Kollaborationen, wie beispielsweise Yellow Sound aus dem Jahr 2005 aus der Sammlung des Smithsonian American Art Museum in Washington, D.C., beziehen ihren Titel von einer Theaterproduktion Wassily Kandinskys und ihre stumme Struktur und Laufzeit von John Cages berühmter Komposition 4'33" (1952), in der ein Klavierspieler an der Tastatur sitzt, den Deckel anhebt und für die nächsten vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden bewegungslos und still verharrt. Als Vorlage für „Yellow Sound“ (2005) verwendeten Künstler gefundenes Stummfilmmaterial mit dem Bild einer Schallplatte. Der ursprünglich sehr kurze Film wurde verlangsamt, um seine Dauer auf 4:33 Minuten zu erhöhen. Während der gesamten Präsentation sieht der Betrachter ein Bild, das wie ein Standbild aussieht. Lediglich Staub, Kratzer und andere Originalschäden des Films, die langsam erscheinen und verschwinden, zeigen den Zeitfluss.
In dem Video Portrait (2006), das in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art zu sehen ist, verwendete Kopystiansky einen kurzen Ausschnitt aus „Masculin Féminin“ von Jean-Luc Godard. Dieser ausgewählte Clip wurde gleichzeitig vorwärts und rückwärts abgespielt. Die Künstler beschreiben ihr Vorgehen wie folgt: „Der Effekt besteht darin, dass das Bild die meiste Zeit verdoppelt wird, aber in der Mitte des Programms für eine 24-Sekunde zu einem einzigen Standbild verschmelzen. Dieser Moment wird durch die Bewegung des Films in der Projektionskamera bestimmt.“
In der Filmarbeit Pink and White – A Play in Two Time Directions aus dem Jahr 2006 überlagern Künstler dasselbe Filmmaterial vorwärts und rückwärts. Die suggestive Qualität dieser Stücke wird durch das Vor- und Zurückspulen der Zeit/Handlung verstärkt, wodurch ein Gefühl von Zeit als gefundenes Ereignis und verlorene Erinnerung entsteht. Pink and White unterstreicht ihr Interesse am frühen Kino und der surrealistischen grafischen Intensität des Fotografen Man Ray.

Pink and White steht in Beziehung zu zwei weiteren Film-/Videoarbeiten von Igor und Svetlana Kopystiansky: Double Fiction (2008) und Fiction Double (2008). In beiden Werken ist der gesamte Film – „The Birds“ von Alfred Hitchcock und „Breathless“ von Jean-Luc Godard – wurden in zwei Richtungen abgespielt: vorwärts und rückwärts. Beide Filme entstanden fast zeitgleich mit nur drei Jahren Abstand: „Breathless“ (1960) und „The Birds“ (1963). Beide zeichnen sich durch dramatische Intensität und eine klassisch aufgebaute fiktionale Filmerzählung aus: Die Erzählzeit bewegt sich geradlinig in eine Richtung. Beide Filme repräsentieren die Kinematographie eines Autors, und den Künstlern war es wichtig, klassische Filme zu verwenden, die jedem Zuschauer in Erinnerung bleiben. In „Double Fiction“ und „Fiction Double“ wird jeweils das gesamte Filmmaterial von Alfred Hitchcocks „The Birds“ und das gesamte Filmmaterial von Jean-Luc Godards „Breathless“ mit Ton gezeigt, von Anfang bis Ende und umgekehrt, von Ende bis Anfang gleichzeitig, und beide Zeitabläufe sind für den Zuschauer in jedem Moment der Vorführung sichtbar. Auf diese Weise integrierte Kopystiansky den gesamten Film als Fundstück und überdachte die Rezeption der Erzählzeit im klassischen Kino. In einem visuellen Teil werden frühe Szenen mit späteren Szenen verbunden. In der Mitte verschmelzen die übereinandergelegten Filme zu einem einzigen. Die beiden gegenläufigen Zeitströme vereinen sich für einen kurzen Moment, dessen Dauer durch die Geschwindigkeit der Filmvorführung definiert wurde: 1/24 Sekunde. Die Dekonstruktion eines ursprünglichen Erzählinhalts wirkte gleichzeitig konstruktiv, indem sie eine neue visuelle und akustische Qualität des Werks schuf und ein neues visuelles Objekt hervorbrachte. In diesem neuen Werk veränderten sich die Beziehungen zwischen den Figuren, und gleichzeitig entstanden neue Beziehungen, neue Interaktionen zwischen ihnen. Die Figuren interagieren auch mit sich selbst, da sie gleichzeitig in zwei Zeiträumen auf dem Bildschirm präsent sind. Jedes nächste Bild ist eine unvorhersehbare visuelle Kombination. Die gesamte Musik, alle Geräusche und jedes gesprochene Wort im Film wurden stets zweimal abgespielt: in die normale Richtung und umgekehrt. Ein wichtiger Bestandteil dieser Werke ist die verbale Sprache. Der Ton wurde an das Bild gebunden und gleichermaßen entweder in die normale Richtung oder umgekehrt abgespielt. Im zweiten Fall wurden gesprochene Worte zu einer Unkenntlichkeit verändert und erhielten durch den Verlust ihrer Kommunikationsmittel neue Qualitäten und wurden zu abstrakten Klängen. In Bezug auf "Double Fiction" fasst der Kunsthistoriker John Hanhardt zusammen:
„Ein Werk von erstaunlicher Einfachheit und Originalität, das die metafilmische Arbeit von Künstlern wie Douglas Gordon und Stan Douglas und den Umgang mit Sprache in Gary Hills Videobändern in das komplexe Terrain von Erzählung, Geschichtenerzählen und Wahrnehmung einführt. Die Vorwegnahme und Erinnerung an Zeit und Ereignisse durch die Konventionen des Geschichtenerzählens, wie wir sie in ‚The Birds‘ sehen, wird auch zu einem Mittel, um neue Einblicke in die apokryphe Vision des Films von Natur und menschlichen Beziehungen zu geben. Frühe Szenen verbinden sich mit späteren, und es ist fast so, als würde der Film selbst seine eigene Geschichte träumen, während sie sich entfaltet. ‚The Birds‘ ist eine brillante Wahl, da es die dramatische Intensität des Erzählkinos und die Nuancen der Darstellungen in einer Dekonstruktion der Bedeutungen des Originalfilms steigert. Es versetzt den Zuschauer auch als aktiven Teilnehmer vor die Leinwand. In gewisser Weise verfolgt sich der Film selbst, da die Handlung ihren eigenen Ausgang vorwegnimmt und die Beziehungen zwischen den Charakteren auf tragische Weise vorhergesagt und verwirklicht werden. Die angedeutete Zerstörung erscheint tatsächlich in der Film an seinem Anfang. Igor und Svetlana Kopystiansky haben einen dialektischen Prozess geschaffen, indem sie den Blickwinkel der Kamera und das Spiel der Zeit integrieren. Der Betrachter wird aktiv in das Schauen einbezogen und gewinnt durch diesen kognitiven Prozess Bedeutung aus bewegten Bildern. Diese Künstler haben einen ästhetischen Text geschaffen, der von Erinnerungen heimgesucht wird, sei es durch gefundenes Filmmaterial, durch zufällige Aufnahmen von auf dem Bürgersteig vorbeiwehenden Plastiktüten oder der Bewegung von Menschen auf der Straße oder durch die Wiederentdeckung von Szenen aus bekannten Filmen. Die Zeit löscht sich selbst aus, wenn sich Szenen überschneiden und verändern, und gestaltet dabei das bewegte Bild in einen ästhetischen Text von zeitloser Faszination um.“
Die Videoinstallation Crossroad (2009) wurde erstmals 2010 in der Einzelausstellung von Igor und Svetlana Kopystiansky im Musée d'Art Moderne de Saint-Etienne Métropole in Frankreich gezeigt. Unbearbeitetes Filmmaterial von sechs verschiedenen Kreuzungen in Lower Manhattan zeichnete in Echtzeit alle Ereignisse auf, die sich vor der Kamera abspielten, mit allen Geräuschen der Umgebung. Aus diesen sechs Videoaufzeichnungen erstellten die Künstler drei Videoprogramme, wobei sie für jeden Bildschirm zwei Aufnahmen verwendeten, indem sie diese übereinanderlegten und während der Wiedergabe eine Aufnahme sehr langsam in eine andere und wieder zurück überblendeten. Auf diese Weise werden während einer Projektion Bilder langsam und allmählich von einer Aufnahme eines Ortes in eine Aufnahme eines anderen Ortes in der Stadt überblendet. Zu Beginn jedes Programms steht nur ein einziges Bild, das ein perfektes Bild von einem Ort darstellt, unmittelbar danach beginnt eine sehr lange und allmähliche Überblendung, die mit einem Einzelbild eines weiteren „perfekten Bildes“ aus einer zweiten Aufnahme endet. Nach Erreichen dieses Punktes beginnt eine ebenso langsame Überblendung zurück zur ersten Aufnahme. In der restlichen Zeit wird auf jedem Bildschirm eine Mischung aus zwei verschiedenen Orten und zwei Zeitabschnitten projiziert, wodurch eine neue fiktive visuelle Realität entsteht. Die Architektur wird völlig unwirklich und ein allmählicher Übergang zwischen zwei verschiedenen Orten erzeugt eine Verschiebung von Zeit und Raum.
Die Videoarbeit Speak when I have nothing to say (2009) ist in der Sammlung der Henry Art Gallery vertreten. Für diese Arbeit verwendeten Igor und Svetlana den Schnitt als zentrales Bearbeitungsmittel: Sie bearbeiteten eine gemeinsame Szene zweier Charaktere aus Michelangelo Antonionis italienischem Filmklassiker „Die Eclisse“ (1962), gespielt von Monica Vitti und Francisco Rabal. Die Kopystianskys entfernten den gesprochenen Dialog und dekonstruierten die Erzählung des Originals durch Schnitte und Wiederholungen wiederkehrender Szenen. Dadurch entstand eine Art surrealistischer Effekt, ein Spiel mit der Zeit, das an die Funktion der Erinnerung erinnert. Der Soundtrack der Videoarbeit besteht ausschließlich aus Originalgeräuschen, die im Originalfilm die Zeit zwischen den Dialogen füllten. In Abwesenheit des gesprochenen Dialogs werden daher Körpersprache und visuelle Bilder zur vorherrschenden Sprache und rufen ein Gefühl existenzieller Einsamkeit, ein Gefühl von Distanz und Isolation hervor, im Dialog mit Antonionis Originalfilm und der durch lange Dauer gekennzeichneten Technik des Autors.
Die auf der Documenta 11 (2002) gezeigte Videoinstallation Flow (bestehend aus sechs Projektionsflächen) wurzelt in der Tradition der Readymade-Avantgarde von Marcel Duchamp. Sie lässt sich als große Synthese bestimmter Aspekte der Arbeiten Incidents und Fog begreifen. Wie erstere widmet sie sich dem ausrangierten Alltagsgegenstand, doch wie letztere thematisiert sie zugleich den Flusslauf von Gewässern. Anstatt sich jedoch auf einen einzigen Schauplatz – New York – zu beschränken, ist das Werk auch insofern synthetisch, als es verschiedene Orte zu einem einzigen imaginären Raum vereint. Nach Ansicht von Kai-Uwe Hemken „Diesen fundamentalen Sinnaspekt der Videoinstallation Flow könnte man übertragen auf den Ausstellungsprojekt dieser Arbeit, das heißt auf die Documenta 11 insgesamt. Diese Arbeit zeigt, dass Gegenstände oder Handlungen eine Mehrfachkodierung besitzen, die sich überdies inhaltlich stets wandeln kann. Die verschiedenen Bedeutungen eines Objektes sind abhängig von unserer Sichtweise und Wertschätzung, die wir dem Gegenstand in Abhängigkeit von unserer Gesamtkultur beimessen. Damit steht die Arbeit Flow geradezu sinnbildlich für die Documenta 11.“
Im Jahr 2004 beauftragte das SMoCA, Scottsdale Museum of Contemporary Art Arizona, Igor und Svetlana mit einer Videoarbeit. Für das Hauptwerk des Projekts entschieden sich die Künstler, einen Straßenabschnitt in der Wüste von Arizona zu filmen, der besonders gewöhnlich und „zeitlos“ wirkt. Es ist durchaus möglich, dass dieser Ort schon vor vielen Jahren genau so aussah und sich den Menschen, die damals durch diese Landschaft zogen, in derselben Weise darbot.
Für die Videoinstallation Establishing Shot (2004), die auf zwei Bildschirmen projiziert wird, wurden beide Kanäle mit derselben Kamera, auf demselben Stativ und von derselben Position aus aufgenommen. Zu Beginn des auf dem linken Bildschirm gezeigten Programms bewegt sich die Kamera von links nach rechts und wieder zurück. Gleichzeitig bewegt sie sich auf dem rechten Bildschirm von rechts nach links und wieder zurück. Auf diese Weise nähern sich die abgebildeten Panoramaausschnitte im Verlauf des Programms einander an, bis sie schließlich genau in der Mitte ein scheinbar identisches Bild ergeben. Anschließend setzt auf beiden Bildschirmen die Rückwärtsbewegung ein, die schließlich zur Rückkehr zu den ursprünglichen, einander entgegengesetzten Panoramaansichten führt.
Der Titel Establishing Shot (Einstellungsgröße zur Einführung des Schauplatzes) bezieht sich auf eine filmische Technik, bei der der Kontext einer Szene etabliert wird. Meist handelt es sich dabei um eine Totale oder eine extreme Totale zu Beginn einer Szene, die verdeutlicht, wo – und manchmal auch wann – sich das weitere Geschehen abspielt. Beide Projektionen wirken fotografisch und ähneln Standbildern. Doch die Ruhe des Bildes ist eine Illusion; trotz der Bewegung scheint das Bild stillzustehen, während die unaufhaltsam voranschreitende Zeit – und deren Wahrnehmung – im Bewusstsein des Betrachters zur Hauptakteurin des Geschehens wird. Auf diese Weise verschmilzt das Werk die Sprachen von Fotografie und Film. Die Arbeit spielt mit der Natur des filmischen Mediums und untersucht diese: Film konstituiert sich aus einer Abfolge von Standbildern – der eigentlichen Realität –, deren „Bewegung“ das Ergebnis eines rein mechanischen Wechsels zwischen Objektiv und Lichtquelle des Projektors ist.
Da die Filmgeschichte sowohl Schwarz-Weiß- als auch Farbfilme umfasst, wurde die Zwei-Bildschirm-Installation Establishing Shot (2004) in Schwarz-Weiß produziert. Die Ein-Kanal-Arbeit Establishing Shot (2004) wurde als Installation konzipiert, bei der zwei Farbkanäle übereinandergelegt werden, sodass der Betrachter den Zeitverlauf simultan auf einem einzigen Bildschirm wahrnehmen kann.
Im SMoCA (Scottsdale Museum of Contemporary Art) ist seit 1999 dauerhaft James Turrells Skyspace-Werk Knight Rise zu sehen. Wie Turrell selbst sagt, bietet sein Werk die Gelegenheit, „unser eigenes Sehen zu betrachten“. Establishing Shot von Igor und Svetlana Kopystiansky eröffnet dem Betrachter die Möglichkeit, inmitten der Stille der Wüste die eigene Wahrnehmung des Zeitverlaufs zu reflektieren.
Die als Auftragsarbeit entstandene Video-Projektionsinstallation Sandglass. Establishing Shot (2004) wurde im SMoCA (2005) sowie anschließend in der Lisson Gallery London (2006), der Kunsthalle Fridericianum Kassel (2006) und dem Espoo Museum of Modern Art (2007) ausgestellt.
Kopystianskys individuelle und kollaborative Werke wurden in Ausstellungen in Institutionen wie dem MoMA, Metropolitan Museum in New York City; Centre Pompidou, Paris; Tate Modern, London; Museo Reina Sofia, Madrid; Smithsonian American Art Museum, Washington; Art Institute of Chicago; MFAH Texas; Museum of Contemporary Art Chicago; Whitechapel Art Gallery, London; Museum für Moderne Kunst MMK Frankfurt am Main; Deichtorhallen Hamburg; Kunsthalle zu Kiel; Stedelijk Museum voor Actuele Kunst Gent; Art Gallery of New South Wales, Sydney; Museum of Contemporary Art, Vigo, Spanien; MUMOK, Wien; Henry Art Gallery, Seattle gezeigt. Igor und Svetlana Kopystiansky hatten unter anderem Einzelausstellungen im Musée d’Art Moderne de Saint-Etienne, Frankreich; Kunsthalle Düsseldorf; Sprengel Museum Hannover; Kunsthalle Fridericianum, Kassel; Espoo Museum of Modern Art, Finnland; Scottsdale Museum of Contemporary Art Arizona; Fine Arts Center UMass, Amherst Massachusetts; Galleria d'Arte Moderna e Contemporanea, Bergamo; Muzeum Sztuki in Łodz, Polen; Litauisches Nationalmuseum in Vilnius, Litauen.
Igor Kopystianskys Einzelwerke und gemeinsame Arbeiten mit Svetlana wurden auf wichtigen internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter auf der 1988 Biennale Venedig, Sydney Biennial, the 1994 Sao Paulo Biennial, the 1995 Istanbul Biennial, 1997 Lyon Biennial, 1997 Johannesburg Biennale 1999 Liverpool Biennial und documenta 11 2002.
Die Lisson Gallery in London hat Igor und Svetlana Kopystiansky von 2001 bis 2011 vertreten. Die Zusammenarbeit mit der Lisson Gallery begann im Jahr 2000, als Igor und Svetlana während ihres New York-Aufenthalts eine Einladung zur Teilnahme an der Ausstellung Video Work der Lisson Gallery in Covent Garden, Kean Street 9, vom 28. April bis 26. Mai in London erhielten, die zeitgleich mit der Eröffnung der Tate Modern stattfand. Bei dieser Ausstellung präsentierten Igor und Svetlana ihre Videoarbeit „Fog“ (2000), die von den Chelsea Piers auf der anderen Seite des Hudson River gefilmt wurde. 2024 wurde Fog (2000) vom Walker Art Center erworben. An der Ausstellung Video Work der Lisson Gallery nahmen teil: Francis Alÿs, Pierre Bismuth, Vanessa Beecroft, Mat Collishaw, Ceal Floyer, Douglas Gordon, Rodney Graham, Igor & Svetlana Kopystiansky, Paul McCarthy, Jonathan Monk, Tony Oursler, Simon Patterson, Julião Sarmento, Marijke van Warmerdam, Jane & Louise Wilson.
Auf der Armory Show in New York im Jahr 2001 präsentierte die Galerie Lisson ein Videoprogramm, darunter Incidents (1996/1997) von Igor und Svetlana Kopystiansky sowie Videoarbeiten von Rodney Graham, Francis Alÿs, Jane & Louise Wilson, Julião Sarmento, Simon Patterson, Paul McCarthy, Dan Graham und Pierre Bismuth.
Ein wesentlicher Teil der ersten Einzelausstellung von Igor und Svetlana in der Lisson Gallery in London im Jahr 2002 bestand aus Installationsarbeiten, die in den Straßen New Yorks gefilmt wurden, darunter die Zwei-Bildschirm-Diaprojektionsinstallation The Day before Tomorrow (1999), die 2009 in die Sammlung des Whitney Museum of American Art erworben wurde.
Zum ersten Mal The Day before Tomorrow wurde ausgestellt: Chronos & Kairos : die Zeit in der zeitgenössischen Kunst. Curator René Block, Künstler einschließlich: Joseph Beuys, George Brecht, Marcel Broodhaers, John Cage, Hanne Darboven, Jan Dibbets, Marcel Duchamp, Hans Peter Feldmann, Robert Fillou, Dick Higgins, Allan Kaprow, On Kawara, Joseph Kosuth, Igor and Svetlana Kopystiansky, George Maciunas, Bruce Nauman, Yoko Ono, Nam June Paik, Man Ray, Dieter Rot, Thomas Ruff, Endre Tot, Rosemarie Trockel, Ben Vautier, Wolf Vostell, Andy Warhol, Lawrence Weiner, Emmett Williams. 5 Sept.-7 Nov. 1999.
2006 präsentierten Igor und Svetlana in ihrer zweiten Einzelausstellung in der Lisson Gallery die Videoinstallation Yellow Sound (2005), die seit 2009 in der Sammlung des Smithsonian American Art Museum in Washington, D.C. vertreten ist, zwei Videoprojektionsinstallationen (Sandglass) Establishing Shot, im Auftrag des Scottsdale Contemporary Art Museum, begleitet von einem Fotoprojekt Fade, das ebenfalls in der Wüste von Arizona entstand. Die Ausstellung umfasste außerdem Pink and White, eine Multi-Screen-Videoinstallation, und Gemälde von Svetlana Kopystiansky: Landschaften und Seestücke, gestaltet durch handgeschriebene Texte, die Gedichten von Samuel Beckett entnommen sind, sowie Arbeiten auf Papier.
Die erste Gruppenausstellung, an der Igor nach seiner Einwanderung in die USA teilnahm, war „What is Contemporary Art?“, organisiert vom amerikanischen Kurator Dan Cameron. Teilnehmende Künstler waren: Fischli-Weiss, Katharina Fritsch, Georg Herold, Rebecca Horn, On Kawara, Mike Kelley, Jeff Koons, Igor Kopystiansky, Sherrie Levine, Tatsuo Miyajima, Walter Obholzer, Meret Oppenheim, Perejaume, Haim Steinbach, Bill Taylor, Jeff Wall. Rooseum, Malmö, Schweden 1989. Alle im Rahmen dieses Projekts ausgestellten Werke von Kopystiansky wurden kurz zuvor 1988 in der Einzelausstellung von Igor und Svetlana Kopystiansky in New York City gezeigt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kopystiansky, Igor |
| ALTERNATIVNAMEN | Копистянський, Ігор (ukrainisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | ukrainisch-amerikanischer Künstler |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1954 |
| GEBURTSORT | Lwiw, Ukrainische SSR |