In and Out (Album)

In and Out
Studioalbum von James Blood Ulmer

Veröffent-
lichung

2009

Aufnahme

15./16. August 2008

Label(s)

In + Out Records

Format(e)

LP, CD, Download

Genre(s)

Jazz, Blues

Titel (Anzahl)

10

Länge

1:03:20

Besetzung

Produktion

Frank Kleinschmidt, James Blood Ulmer

Studio(s)

Klangstudio Leyh, Sandhausen

Chronologie
Black Rock Reunion
(2009)
In and Out Blues Legacy: Solo Live
(2010)

In and Out ist ein Musikalbum von James Blood Ulmer. Die am 15. und 16. August 2008 im Klangstudio Leyh in Sandhausen entstandenen Aufnahmen erschienen 2009 auf In + Out Records als CD. Die Vinyledition erschien erst 2023.

Hintergrund

Der Gitarrist James Blood Ulmer widmete dieses Album als Hommage seinem einstigen musikalischen Kumpel Joe Henderson und die mit ihm verbrachten gemeinsamen Zeiten in Detroit. Die von Thorsten Scheffner gemasterte, auf 999 Exemplare limitierte Vinylausgabe wurde als »Limited Audiophile Signature Edition« von Ulmer eigenhändig signiert.

Titelliste

  1. No Man’s Land 4:27
  2. A Thing for Joe 5:54
  3. Fat Mama 6:09
  4. Eviction 4:14
  5. Baby Talk 4:03
  6. Maya 7:46
  7. My Woman 4:35
  8. High Yellow 5:12
  9. I Believe in You 5:22
  10. Backbiter 5:38

Die Kompositionen stammen von James Blood Ulmer.

Rezeption

Nach Ansicht von Thomas Fitterling, der das Album in Rondo rezensierte, hat der zu dieser Zeit 67-Jährige mit seinem Trio eine Art Fazit seiner musikalischen Erfahrungen gezogen und diese Einspielung treffend In and Out betitelt. Immer wieder würde der Blues erklingen. Ulmer koste das Spiel innerhalb des Schemas ebenso aus, wie er lustvoll die Grenzen in den freien Raum überschreite. Doch da würde sich nichts brachial Kraftmeierndes mehr ereignen, alles füge sich in den organischen Fluss. Aber auch fast konventionell Jazzgitarristisches werde zu Gehör gebracht, und Ulmers „Old-Slowhand-Stil“ sei eine Entdeckung. Bassist Mark Peterson (an Kontra- und E-Bass) und Schlagzeuger Aubrey Dayle würde leichtfüßig dazu swingen, wie sie überhaupt zu jedem von Ulmer aufgeschlagenen stilistischen Kapitel die ideal passende Klangfarbe beitragen würden, und dabei sei Blues der aktuell durchstechende Trumpf.

Ulmer habe auf In and Out zehn Songs im Köcher, die das ihm stilistisch klar zuzuordnende Gitarrenspiel ebenso wie seine unter vielen Sängern deutlich zu erkennende Stimme in großer Bandbreite zu Gehör bringen, hieß es in hifi-Test; auf dem Free-Jazz-Stück „A Thing for Joe“ (Joe Henderson gewidmet) greife er auch zur Flöte. Das eröffnende „No Man’s Land“ zeichne sich bereits durch sämtliche Zutaten aus, die auf den anderen Songs Stück für Stück vertieft werden. „Fat Mama“ beeindrucke mit unbändiger Kraft und Kreativität, „My Woman“ sei am tiefsten im Blues verwurzelt und Ulmers Stimme würde voller Inbrunst über seiner metallisch klingenden Gitarre zittern. Das Schlagzeug-Intro auf „High Yellow“ leite ein lebendiges Gitarren-Solo ein, das von den Granden der Blue-Note-Ära nicht besser hätte performt werden können. Auch die vier Stücke auf der B-Seite würden von melodiegeprägtem und rhythmischem Jazz, über klassischen Blues bis hin zum swingenden Finale reichen. Die Schallplatte enthalte eine „absolut großartige Mischung aus Blues und Jazz in überragender Klangqualität.“

Einzelnachweise

  1. ↑ James Blood Ulmer – In and Out. In: Discogs. Abgerufen am 15. Juni 2026 (englisch).
  2. ↑ Thomas Fitterling: In and Out – James Blood Ulmer. In: Rondo. 29. August 2009, abgerufen am 15. Mai 2026.
  3. ↑ James „Blood“ Ulmer – In And Out. In: Hifi Test. April 2024, abgerufen am 15. Juni 2026.