| Incamyia | ||||||||||||
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Incamyia sp. in Chile | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Incamyia | ||||||||||||
| Townsend, 1912 |
Incamyia ist eine Zweiflüglergattung aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Das Taxon wurde 1912 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend eingeführt. Typusart ist Incamyia cuzcensis Townsend, 1912. Der Gattungsname setzt sich zusammen aus Inca für „Inka“, eine indigene Kultur in Südamerika, und myia altgriechisch für „Fliege“.
Die Gattung Incamyia gehört zur Tribus Blondeliini innerhalb der Unterfamilie Exoristinae. Synonyme sind Sphalloglandulus Townsend, 1915 und Prophrynopsis Townsend, 1927.
Nach Townsend (1912) gelten folgende Merkmale für die Gattung Incamyia. Das zweite Fühlerglied ist stark verlängert. Die Stirnborsten reichen weit nach unten. Die Augen sind behaart. Die Facialia sind stark beborstet bis etwa zur halben Höhe. Der Ventralkiel der Weibchen ist sehr ausgeprägt und das zweite sowie dritte Segment einnehmend. Die Vibrissen sind auf Höhe des leicht vorspringenden Mundrandes. Die Stirnbreite der Weibchen ist etwa das Anderthalbfache eines Augendurchmessers, das Gesicht nur wenig breiter. Die Weibchen sind mit einer nach vorn gerichteten (proklinaten) und zwei divergierenden Orbitalborsten in einer Reihe sowie einer nach hinten gerichteten (reklinaten) Orbitalborste weiter innen besetzt. Ein Paar schwacher, nach vorn gerichteter und divergierender Ocellarborsten ist vorhanden. Das dritte Fühlerglied der Weibchen ist etwa anderthalbmal so lang wie das zweite. Die Arista (Fühlerborste) ist im basalen Drittel (oder weniger) abrupt verdickt. Der Rüssel (Proboscis) ist kurz, die Taster schlank. Drei Sternopleuralborsten und drei Postsuturalborsten sind vorhanden. Drei seitliche Paare von Scutellarborsten sind vorhanden. Die beiden hinteren Paare gleich groß und sehr kräftig, das vordere Paar etwas mehr als halb so lang. Apikalborsten fehlen. Zwei sehr schwache Diskalpaare, das vordere Paar eng beieinanderstehend, das hintere Paar weiter auseinander stehend. Alle Segmente außer dem ersten sind mit einem Paar mittiger Diskalborsten besetzt. Das erste und zweite Segment sind mit einem Paar mittiger Marginalborsten besetzt, das dritte mit einer Marginalreihe von acht Borsten, das Analsegment mit seitlichen Diskalborsten und einer Marginalreihe. Seitliche Marginalborsten sind auf dem ersten und zweiten Segment vorhanden. Die Endsegmente sind mit der Basis des Stechapparats und des Larvipositors tief in das Anal- bzw. vierte (eigentlich fünfte) Segment eingesenkt. Der Stechapparat dringt tief in den ausgeprägten Kiel des dritten (eigentlich vierten) Segments ein, wobei nur letzteres die kurzen Dornen zum Festhalten der Wirtshaut trägt. Die Klauen der Weibchen sind fast so lang wie das letzte Tarsenglied, die Hinterschienen sind unregelmäßig beborstet. Die Analzelle ist weit vor der Flügelspitze am Flügelrand geschlossen. Die vierte Längsader ist am Knick abgerundet, die hintere Querader befindet sich nahe dem Knick. Der Costaldorn ist kräftig. Fortpflanzungsweise beinhaltet eine subkutane Larvenablage. Der Uterus ist schlank, darin findet die Entwicklung der weißen Larven statt.
Die Gattung Incamyia kommt im Süden Südamerikas vor mit Nachweisen aus Argentinien, Chile, Peru und Uruguay.
Die Vertreter der Gattung Incamyia sind Endoparasitoide von Schmetterlingsraupen. Bekannte Wirte gehören zu den Gelechiidae, Noctuidae, Nymphalidae und Pieridae.
Die Gattung Incamyia umfasst folgende Arten: