| Incanomys mayopuma | ||||||||||||
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Incanomys mayopuma | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Incanomys | ||||||||||||
| Zeballos et al., 2025 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Incanomys mayopuma | ||||||||||||
| Zeballos et al., 2025 |
Incanomys mayopuma ist eine Nagetierart aus der Familie der Wühler (Cricetidae), die in den peruanischen Anden vorkommt.
Es handelt sich um eine mittelgroße Fischratte mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 10,2 bis 11,8 Zentimeter und einem Gewicht von 37 bis 47 Gramm. Der seitlich leicht abgeflachte, einfarbige Schwanz ist länger als die Kopf-Rumpf-Länge. Die Hinterfußlänge einschließlich der Krallen beträgt 28,9 bis 31,1 mm. Das Fell des Rückens und der Seiten ist schiefergrau und mit langen weißen Grannenhaaren durchsetzt. Das Bauchfell ist etwas heller. Die Ohren sind sehr klein und im Fell verborgen. Das Philtrum ist unvollständig. Die Schneidezähne sind opisthodont. Die Hinterpfotem sind groß und breit und mit einem steifen Haarsaum entlang der Ränder des Mittelfußes ausgestattet. Die Sohlen der Pfoten sind bräunlich. Der Karyotyp ist 2n = 92, FN = 98 oder 100.
Incanomys mayopuma ist bisher nur von den östlichen Hängen der zentralen Anden bekannt. Das Verbreitungsgebiet liegt in Höhen von 2400 bis 2650 Metern und reicht von der Region Huánuco bis in den Süden von Peru. Es liegt 900 km südlich des Verbreitungsgebietes der Orces-Andenwassermaus (Neusticomys orcesi) aus Ecuador, mit der I. mayopuma ursprünglich verwechselt wurde. Noch weiter nördlich lebt die Nördliche Andenwassermaus (Chibchanomys trichotis) mit der I. mayopuma zahlreiche morphologische Merkmale teilt.
Incanomys mayopuma lebt in Gewässernähe. Ein Typusexemplar wurde mit einer Reusenfalle in einem Bachlauf gefangen. Im Hochland der Terra typica gibt es während der Regenzeit zahlreiche Tümpel und kleine Bäche. Der dortige Bergwald ist durch Bäche mit steilen Uferhängen geprägt. Es ist ein Sekundärwald, der durch eine üppige Vegetation und Bäume mit einer Höhe von bis zu 12 Metern gekennzeichnet ist. Der Bach ist auf weiten Strecken seines Verlaufs von Galeriewald umgeben. Während des Fangzeitraums im April 2016 lag die Wassertemperatur zwischen 11,5 und 13,5 °C, während der pH-Wert zwischen 7,34 und 7,88 schwankte. Die häufigsten Pflanzenarten im Untersuchungsgebiet gehören zu den Gattungen Escallonia, Myrica, Weinmannia, Clusia, Desmodium, Miconia, Lantana und Piper.
Weitere Kleinsäuger im Lebensraum von Incanomys mayopuma sind das Anden-Opossum (Didelphis pernigra), die Rote Wollbeutelratte (Caluromys lanatus), die Tschudi-Schlankbeutelratte (Marmosops caucae), Marmosa rapposa und die Peru-Spitzmausbeutelratte (Monodelphis peruviana) aus der Familie der Beutelratten, sowie die Nager Peruanische Opossummaus (Lestoros inca), Cusco-Graslandmaus (Akodon surdus), Kleinstreisratte (Microryzomys minutus), Tschudi-Zwergreisratte (Oligoryzomys destructor), Edle Paramomaus (Thomasomys notatus), Machu-Picchu-Inkaratte (Cuscomys oblativus) und Peruanische Fingerratte (Dactylomys peruanus).
Die Erstbeschreibung von Incanomys mayopuma wurde im Juni 2025 veröffentlicht. Dabei wurde auch die Gattung Incanomys aufgestellt. Neben I. mayopuma enthält die Gattung mit Incanomys parviauris noch eine weitere Art, die erst 2026 beschrieben wurde. Incanomys gehört zu den Fischratten (Ichthyomyini), die durch eine Anpassung an das Wasserleben gekennzeichnet sind. Die Fischratten sind ein Tribus der Sigmodontinae, einer Unterfamilie der Wühler (Cricetidae), die nur auf dem amerikanischen Doppelkontinent mit dem größten Artenreichtum in Südamerika vorkommt.