| Indienamsel | ||||||||||||
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Indienamsel (Turdus simillimus), T. s. nigropileus, Kotagiri, India | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus simillimus | ||||||||||||
| Jerdon, 1839 |
Die Indienamsel (Turdus simillimus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).
Der Vogel kommt in Indien und in Sri Lanka vor.
Die Art wurde früher als konspezifisch mit der Amsel (Turdus merula) betrachtet.
Der Lebensraum umfasst feuchte Misch- und immergrüne Wälder, bewaldete Schluchten, dichtes Gebüsch, Waldränder, schattige Kaffeeplantagen oberhalb von 700 bis 900 m. ü. M., im Winter kommt die Art herab in ähnliche Lebensräume, auch Gärten und Plantagen.
Der Artzusatz kommt von lateinisch simillimus ‚sehr ähnlich‘.
Der Vogel misst 19–22 cm und wiegt 60–94 g. Das Männchen hat eine dunkelgraue bis braune Oberseite, am Scheitel am dunkelsten, die Unterseite ist etwas blasser graubraun, an Kehle und in der Bauchmitte am blassesten. Der Schnabel ist orangegelb, der breite Augenring und die Beine ebenfalls. Das Weibchen ist insgesamt blasser gefärbt, die Kehle leicht gestrichelt, Jungvögel sehen weibchenartig aus, haben aber orange gelbbraune Spitzen an den Flügeldecken, auch die Unterseite ist in dieser Färbung geschuppt.
Von der Amsel unterscheidet sich die Art durch blassere Färbung und geringere Größe.
Es werden folgende Unterarten anerkannt:
Die vorgeschlagene Unterart T. s. spencei Whistler und Kinnear, 1932 gilt als nicht unterscheidbar von T. s. nigropileus.
Der Gesang wird als schnelle Folge von abwechslungsreichen, kurzen, undeutlichen und meist gedoppelten Lauten beschrieben. Rufe sind ein rasches hartes Rasseln, auch langsamere schlagende Töne, in Sri Lanka auch ein hoher ansteigender Triller.
Die Art ist großteils ein Standvogel mit im Winter erfolgender Wanderung in niedrigere Lagen, die Unterart T. s. nigropileus ist ein Kurzstreckenzieher.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Wirbellosen und Waldfrüchten, die auf dem Boden und in blühenden und fruchttragenden Bäumen gesucht werden.
Die Brutzeit liegt in Indien zwischen Februar und November, in Sri Lanka zwischen März und April sowie August und September. Das Nest ist eine tiefe, breite Schale aus Gras, Wurzeln und Moos auf einem Baumstamm, einer Astgabel oder in einem Busch.
Das Gelege besteht aus vier bläulich bis blass grünen, glänzenden Eiern mit kräftigen rötlich braunen und hell ockerfarbenen Flecken.
Die Indienamsel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).