Ein Informationsgut ist aus ökonomischer Perspektive ein Gut, dessen Marktwert sich aus der enthaltenen Information ergibt. Beispiele für Informationsgüter sind etwa CDs mit Musikstücken oder Bücher mit Kurzgeschichten. Informationsgüter können entweder in digitalisierter Form oder im analogen Format vorliegen. Der wertvolle Teil eines Informationsguts besteht aus dem Muster, in dem das Material angeordnet ist, beispielsweise der Anordnung von Tinte auf Papier oder der Abfolge von Bits auf einer Computer-Festplatte. Diese Muster können entweder direkt durch Lesen oder Betrachten konsumiert werden (bspw. Lesen eines Buchs) oder zum Betreiben anderer Vorrichtungen verwendet werden, welche wiederum konsumierbare Muster von Informationen erzeugen können (bspw. eine CD, deren gespeicherte Musik mittels eines CD-Spielers wiedergegeben wird). Informationsgüter stehen im Gegensatz zu materiellen Gütern (wie etwa Kleidung, Lebensmittel oder Autos).
In den Wirtschaftswissenschaften spielt Information eine Doppelrolle. Auf der einen Seite ist perfekte Information ein Grundprinzip der Markteffizienzhypothese. Hier wird angenommen, dass Informationen augenblicklich für jeden vollständig und kostenlos zur Verfügung steht. In realen Märkten hingegen ist Information eine Ware, daher wird von Informationsgütern gesprochen. Hier wird Information als prinzipiell beschränkt in Bezug auf Zugang, Kosten, Verfügbarkeit und Vollständigkeit angenommen. In den Wirtschaftswissenschaften besteht also das Problem, sich gleichzeitig mit zwei widersprüchlichen Informationskonzepten auseinanderzusetzen. Wenn Effizienz der dominierende Aspekt einer Analyse ist, wird Kommodifizierung als schädlich angesehen. Wenn hingegen Anreize zu schöpferischer Tätigkeit der dominante Aspekt der Analysen ist, wird der Schutz des Urhebers meist als dominant betrachtet.