Inge Mager

Inge Mager (* 11. Dezember 1940 in Honigfelde; † 16. November 2025 in Hamburg) war eine deutsche Kirchenhistorikerin.

Leben

Inge Mager studierte von 1960 bis 1966 evangelische Theologie in Berlin, Tübingen und Göttingen. Nach dem 1. theologischen Examen 1966 in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der theologischen Promotion 1969 in Göttingen legte sie 1979 das 2. theologische Examen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ab. Nach der theologischen Habilitation 1986 und Venia legendi im Fach Kirchengeschichte in Göttingen wurde sie 1987 auf den Lehrstuhl für Niedersächsische Kirchengeschichte in Göttingen berufen. Nach der Ordination 1990 in der Universitätskirche Göttingen wurde sie 1993 auf den Lehrstuhl für Kirchen- und Dogmengeschichte in Hamburg berufen. Sie wurde 2003 entpflichtet.

Ihre Schwerpunkte lagen im 16. und 17. Jahrhundert (Reformation, Spätreformation, konfessionelles Zeitalter). Weitere Interessen galten der protestantischen Hymnologie und der historischen Frauenforschung. Von der niedersächsischen Territorialkirchengeschichte herkommend, bemühte sie sich, durch Konkretionen und Details zu größerer Lebendigkeit und Anschaulichkeit zu gelangen. Neben den herkömmlichen, die Kirchengeschichte mitbestimmenden Faktoren lag ihr besonders an der Herausarbeitung der menschlichen Faktoren der Kirchengeschichte. Sie gab das Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte und die Studien zur Kirchengeschichte Niedersachsens heraus. Sie war Mitherausgeberin der Arbeiten zur Kirchengeschichte Hamburgs und verfasste einige Artikel im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (BBKL).

Familie

Seit 1967 war Inge Mager zehn Jahre verheiratet. Sie hatte drei erwachsene Kinder.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige im Hamburger Abendblatt vom 29. November 2025, abgerufen am 28. November 2025