Ingeborg Hillmann (* 5. Februar 1929 in Coesfeld; † 16. Oktober 2022 in Hamburg) war eine deutsche Germanistin.
Inge Hillmann war eine Schülerin von Benno von Wiese (Assistentin seit 1958), bei dem sie mit einer Arbeit über Goethes West-Östlichen Divan promovierte. Sie veröffentlichte unter anderem eine frühe Auswahl der Werke von Joseph von Eichendorff.
Eine sich öffnende Universitätskarriere beschritt sie nicht und arbeitete stattdessen als Verlagslektorin im Hoffmann und Campe Verlag. Dort ermöglichte sie als Lektorin insbesondere die Veröffentlichung weiblicher Autoren, darunter die Übersetzung englischsprachiger Werke und sie betreute Anja Lundholm. Seit 1990 arbeitete sie als freie Autorin und verfasste etwa 90 der 100 Begleithefte der Jahrhundert-Edition des Bertelsmann Verlages. Diese Begleithefte Hillmanns ordnen die vom Verlag ausgewählten Werke der Weltliteratur ein, erläutern und interpretieren sie. Hillmann ergänzte das Autorenlexikon von Manfred Brauneck.
Ingeborg Hillmann wurde als Tochter von Karl Schmidt (Sohn von Otto Schmidt) und Helene Schmidt in Coesfeld geboren. Ihre jüngere Schwester war die Klassische Archäologin Margot Schmidt. Sie war seit 1965 mit dem Germanisten und Hochschullehrer Heinz Hillmann verheiratet. Aus der Ehe gingen Christina Hillmann und der Architekturhistoriker Roman Hillmann hervor. Inge Hillmann starb 2022 in Hamburg. Sie ist auf dem alten Niendorfer Friedhof beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hillmann, Ingeborg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Germanistin |
| GEBURTSDATUM | 5. Februar 1929 |
| GEBURTSORT | Coesfeld |
| STERBEDATUM | 16. Oktober 2022 |
| STERBEORT | Hamburg |