Ingeln-Oesselse Stadt Laatzen | ||
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| Koordinaten: | 52° 17′ N, 9° 53′ O | |
| Höhe: | 84 (65–94) m ü. NHN | |
| Fläche: | 9,13 km² | |
| Einwohner: | ca. 3900 | |
| Bevölkerungsdichte: | 427 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 30880 | |
| Vorwahl: | 05102 | |
Lage von Ingeln-Oesselse in Niedersachsen
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Die Lage von Ingeln-Oesselse in der Stadt Laatzen | ||
Ingeln-Oesselse ist eine Ortschaft der Stadt Laatzen in der niedersächsischen Region Hannover. Oesselse ist der westlich gelegene, größere Ortsteil.
Umgeben ist das Dorf, neben zahlreichen Feldern, von dem Waldgebiet Bockmerholz im Norden und den Dörfern Gleidingen und Rethen mit der Leine-Masch im Westen. Im Osten verläuft die Bundesautobahn 7.
Ingeln wurde erstmals 1162 urkundlich erwähnt und gehörte damals zu Ostfalen. Später wurde das Dorf der Grundherrschaft des Michaelisklosters in Hildesheim übergeben. Im 15. Jahrhundert ging Ingelns Nachbardorf Delm unter, die Bewohner flüchteten und die meisten wurden in Ingeln ansässig. Zum Gedenken an Delm stehen an seinem damaligen Standort drei Eichen, die auch im Ingelner Wappen an dieses Dorf erinnern. Auch im Norden Ingelns steht ein Denkmal für ein untergegangenes Dorf namens Bokum, das in den frühen Urkunden Bodeken genannt wird. An diesen Ort erinnert die Bokumer Straße. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Ingeln knapp 300 Einwohner, im März 2014 lebten in dem Doppeldorf Ingeln und Oesselse insgesamt 3900 Einwohner.
Oesselse wurde erstmals im Jahr 1022 unter dem Namen Oslevessen in den Stiftungsurkunden des Michaelisklosters in Hildesheim urkundlich erwähnt. Oesselse ist als Haufensiedlung in einer Senke nördlich der heutigen Gleidinger Straße entstanden. Der alte Ortskern wird umschlossen von der Gleidinger Straße, der Rotdornallee und der Straße Im Eichengrund. Die Siedlungserweiterung entlang der Bergstraße stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im Ortskern prägen neben der Kirche und dem Pfarrhaus die landwirtschaftlichen Gebäude das Dorfbild. Einige Fachwerkbauten in Vierständerbauweise stammen aus dem 18. Jahrhundert. Um 1900 sind mehrere Hofanlagen durch Dreiseithöfe und ihre alte Bausubstanz durch Wohn- und Wirtschaftsgebäude in der Ziegelbauweise ersetzt worden.
Im Süden stand ursprünglich eine Bockwindmühle aus dem Jahr 1630, die später im Jahr 1860 durch eine neue Bockwindmühle ersetzt wurde. Diese Bockwindmühle wurde im Herbst 1987 durch einen Brand zerstört.
Nach dem Jahr 1945 entstanden Neubauten im Westen und im Nordosten von Oesselse. Seit dem Jahr 1980 wurden auch im alten Ortskern neuzeitliche Gebäude errichtet. Seit dem Jahr 2004 entstanden vor allem im Westen und im Süden von Oesselse neue Wohngebiete.
Die ehemaligen Gemeinden Ingeln und Oesselse wurden bei der Gebietsreform am 1. März 1974 eingemeindet und zur Ortschaft Ingeln-Oesselse zusammengefasst. Davor gehörten sie zum Landkreis Hildesheim-Marienburg.
Ein Ingeln-Oesselse gab es bereits 1937, in Form der NSDAP-Ortsgruppe Ingeln-Oesselse. Davor gehörten Ingeln und Oesselse zur NSDAP-Ortsgruppe Gleidingen. Der Zuspruch innerhalb der Einwohnerschaft war allerdings gering. Laut Propaganda der Ortsgruppe hatte sie 50 Mitglieder. Nicht sonderlich viel bei etwa 700 Einwohnern, insgesamt in beiden Ortsteilen, und das lässt sich nicht einmal durch eine andere Quelle belegen. Hier wurde gemogelt, damit man eine eigene NSDAP-Ortsgruppe gründen durfte. Das lässt sich durch zeitgenössische Unterlagen nachweisen.
Der Ortsrat von Ingeln-Oesselse setzt sich aus drei Ratsfrauen und acht Ratsherren folgender Parteien zusammen:
Stand: Kommunalwahl September 2021
Der Ortsbürgermeister von Ingeln-Oesselse ist Heinrich Hennies (CDU). Sein Stellvertreter ist Michael Riedel (SPD).
Der Entwurf des Wappens von Ingeln ist von unbekannter Herkunft. Das Wappen hat dem Preußischen Geheimen Staatsarchiv vorgelegen und ist in den Jahren 1930/31 genehmigt worden.
| Blasonierung: „Auf Silber drei grüne Eichen. In den Eichen verstreut Eicheln in Gold.“ | |
| Wappenbegründung: In Ingelns Nähe lagen einst zwei blühende Dörfer, gen Norden Bokum, auch Bodeken genannt, gen Süden Delm, öfter auch Dallum oder Dallenem geheißen. Als sie untergingen, zog ein Teil ihrer Bewohner nach Ingeln und brachte der Feldmark von Ingeln durch ihre Äcker nicht geringen Zuwachs. Die Dörfer verschwanden, doch ihr Andenken lebte durch die Jahrhunderte fort. Es wurde besonders durch zwei Eichengruppen gepflegt, die sich wirksam aus der Flur herausheben und einen Schmuck der fruchtbaren Felder bilden. Ein Eichenpaar im Norden hütet, wackeren Knappen gleich, die Stätte des Dorfes Bokum. Die fünf „Delmer Eichen“ im Süden halten auf uraltem Delmer Grunde Wacht. Das war die Mühe wert, im Schilde die treuen Hüter der Vergangenheit, die Zeugen längst entschwundener Tage, festzuhalten. |
Der Entwurf des Wappens von Oesselse ist ebenfalls von unbekannter Herkunft. Das Wappen hat dem Preußischen Geheimen Staatsarchiv vorgelegen und ist in den Jahren 1930/31 genehmigt worden.
| Blasonierung: „Auf Gold ein halber, roter Löwe; darunter zwei blaue Balken.“ | |
| Wappenbegründung: Das Wappenbild stammt aus dem Siegel der Ritter von „Ösleven“ oder „Össelse“. Einst waren sie im Dorfe begütert und haben darum von ihm den Namen angenommen. Das Dorf nahm von ihnen den Wappenschild. Der Löwe im Wappen bedeutet Freiheit und Edelmut; die Balken erinnern an die alten Fachwerkbauten unserer Vorfahren und darum an Haus und Heim. |


Die evangelisch-lutherische St.-Nicolai-Kirchengemeinde Oesselse wurde am 1. Januar 2012 mit den Kirchengemeinden in Algermissen, Groß Lobke, Hotteln, Lühnde und Wirringen-Müllingen-Wassel zur Evangelisch-lutherischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde Sarstedt-Land im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt zusammengeschlossen.
Pastoren


→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Ingeln
→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Oesselse

Zwischen den Ortsteilen Ingeln und Oesselse befindet sich die Grundschule Ingeln-Oesselse, welche etwa 150 Schülern die Klassen 1–4 als Verlässliche Grundschule anbietet.
Ingeln-Oesselse wird von einer Buslinie des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) erschlossen und mit Nachbarorten, wie Sehnde und Gleidingen verbunden. Sie stellt auch einen Anschluss an das Stadtbahnnetz Hannovers her.
Über die K 266 ist der Ort mit der B 6 verbunden und damit eine gute Erreichbarkeit sowohl des Stadtzentrums von Laatzen als auch von Hannover, Sarstedt und Hildesheim mit dem Kraftfahrzeug sichergestellt.