Lechleitner lernte die Bildhauerei bei Jakob Auer in Grins und beim kaiserlichen Hofkammerbildhauer Giovanni Stanetti in Wien, wo er auch von Giovanni Giuliani beeinflusst wurde. Durch die Heirat mit der Innsbrucker Bürgerstochter Anna Barbara Obermayr († 1748) im Jahr 1708 erlangte er das Innsbrucker Bürgerrecht und durfte in der Stadt eine Werkstatt eröffnen. Vom Statthalter Karl Philipp von der Pfalz-Neuburg wurde er zum Hofbildhauer ernannt. Er galt als fortschrittlichster Bildhauer seiner Zeit in Innsbruck. Zu seinen Hauptwerken zählen die skulpturale Ausstattung der Johanneskirche und des Alten Landhauses (zusammen mit Nikolaus Moll) in Innsbruck.
Werke
Statue des hl. Josef, Pfarrkirche Oetz, um 1720
Brunnenfigur, Joachimsbrunnen, Waltherpark (ursprünglich in der Maria-Theresien-Straße), 1709 (zugeschrieben)
Statuen Maria und Josef am Triumphbogen, Pfarrkirche Oetz, um 1720
↑Helmuth Öhler: Frauen in der barocken Stadt: Die tugendsamen „Ehehauswirtinnen“ Anna Barbara Lechleitner (gest. 1748) und Anna Maria Moll (1681–1768) in Innsbruck. In: Innsbruck informiert, Jänner 2010, S.21 (Digitalisat).