Ingomar Eduard Pust (* 10. Oktober 1912 in Villach als Eduard Pust; † 10. Februar 1998 in Keutschach am See) war ein österreichischer Offizier, Alpinist, Schriftsteller und Journalist, der für mehrere österreichische Tageszeitungen tätig war.
Ingomar Pust wurde am 10. Oktober 1912 als Sohn von Rudolf Pust (* 13. April 1883 in Soboth), Bediensteter bei den k.k. Staatsbahnen, und dessen Ehefrau Theresia (geborene Oremus; * 21. August 1890 in Friedlach) in Villach geboren und am 15. Oktober 1912 auf den Namen Eduard getauft. Seine Eltern hatten am 7. November 1909 in Villach-St. Martin geheiratet. Am 30. April 1922 hatte er in Villach-St. Nikolai seine Konfirmation.
Er entstammte einer Beamtenfamilie aus Villach und war Mitglied einer katholischen Studentenverbindung (Tauriskia Villach im MKV). Seine Kindheit verbrachte er in Görz und legte an der Villacher Höheren Technischen Lehranstalt die Matura ab. Nach dieser technischen Ausbildung zum Ingenieur wurde er 1933 Offizier und nahm 1934 an der Niederschlagung des nationalsozialistischen Juliputsches in Kärnten teil.
Im Zweiten Weltkrieg war er Batteriechef und zuletzt Divisionsadjutant bei der Flak. Nach 1945 wurde er Journalist bei der Kärntner Volkszeitung und schrieb mehrere Bücher, für die er teils heftig angegriffen wurde. Sein Buch Titostern über Kärnten 1942–1945 wurde als partisanenfeindliches Pamphlet charakterisiert, das „gewaltverliebte Detailbeschreibungen“ diverser Liqidierungen von „Deutschkärtnern“ durch slowenische Partisanen enthalte.
Pust war Mitglied der rechtsextremen Ulrichsberggemeinschaft und des deutschnationalen Kärntner Heimatdienstes. 1967 wurde er mit dem Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung ausgezeichnet. Er arbeitete jahrelang als Redakteur sowie stellvertretender Chefredakteur der Kärntner Volkszeitung und Kolumnist der Kärntner Ausgabe der Kronenzeitung. Seine Kolumnen dort waren an der Grenze zum Revisionismus. Außerdem publizierte er in rechtsextremen Zeitschriften wie der Aula.
Pust, der am 4. März 1940 Maria Kurzenberger geheiratet hatte, starb am 10. Februar 1998 in seinem Haus im Keutschacher Ortsteil Reauz und wurde am Ortsfriedhof von Keutschach am See beerdigt.
| Personendaten | |
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| NAME | Pust, Ingomar |
| ALTERNATIVNAMEN | Pust, Ingomar Eduard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Offizier, Alpinist, Schriftsteller und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 10. Oktober 1912 |
| GEBURTSORT | Villach |
| STERBEDATUM | 10. Februar 1998 |
| STERBEORT | Keutschach am See |