Der Intel Ultra Path Interconnect (UPI) ist eine von Intel entwickelte skalierbare Punkt-zu-Punkt-Verbindung für die Kommunikation zwischen Prozessoren untereinander, die ab 2017 den Intel QuickPath Interconnect (QPI) in Xeon-Skylake-SP-Plattformen abgelöst hat.
| Takt- frequenz |
Transfers maximal |
Netto | Brutto | aggregiert Brutto |
Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| (GHz) | (GT/s) | Datenrate (GByte/s) | |||
| UPI 1.0 | |||||
| 4,8 | 9,6 | 19,2 | 24 | 48 | 2017 (Skylake-SP) 2019 (Cascade-Lake-SP) |
| 5,2 | 10,4 | 20,8 | 26 | 52 | |
| 2020 (Cooper Lake) | |||||
| 5,6 | 11,2 | 22,4 | 28 | 56 | 2021 (Ice-Lake-SP) |
| UPI 2.0 | |||||
| 8,0 | 16,0 | 32,0 | 48 | 96 | 2023 (Sapphire Rapids) |
| 10,0 | 20,0 | 40,0 | 60 | 120 | 2023 (Emerald Rapids) |
| 12,0 | 24,0 | 48,0 | 72 | 144 | 2024 (Sierra Forest) 2024 (Granite Rapids) |
UPI ist eine kohärente Verbindung mit geringer Latenz für skalierbare Multiprozessorsysteme mit einem gemeinsamen Adressraum. Es nutzt ein verzeichnisbasiertes „Home-Snoop“-Kohärenzprotokoll und unterstützt damit einen Kohärenzmodus, im Gegensatz zu früheren QPI-Prozessoren, die mehrere Snoop-Modi unterstützten (kein Snoop, Early Snoop, Home Snoop und Directory).
Jeder UPI-Port besteht aus zwei unidirektionalen Verbindungen, einem für das Senden und einem für das Empfangen, wodurch die Verbindung als Vollduplex arbeitet.
Ein kombinierter Caching- und Home-Agent (CHA) sorgt für die Kohärenz über mehrere Prozessoren hinweg und verarbeitet zudem Snoop-Anfragen von Prozessorkernen sowie von lokalen und entfernten Agenten. In jedem Prozessorkern und jeder Last-Level-Cache-Bank (LLC) sind separate physische CHAs untergebracht, um die Skalierbarkeit entsprechend der Anzahl der Kerne, der Speichercontroller oder des Sub-NUMA-Clustering-Modus zu verbessern. Der Adressraum ist über verschiedene CHAs verteilt, die wie ein einziger logischer Agent agieren.
Ab 2017 löste UPI 1.0 den Intel QuickPath Interconnect (QPI) in Xeon-Skylake-SP-Plattformen ab. Die Übertragungsgeschwindigkeit erreicht bis zu 11,2 GT/s. Unterstützende Prozessoren verfügen in der Regel über zwei oder drei UPI-Verbindungen.
Im Vergleich zu QPI verbessert es die Energieeffizienz durch einen neuen Energiesparzustand, steigert die Übertragungseffizienz durch ein neues Paketierungsformat und erhöht die Skalierbarkeit durch eine Protokollschicht, die keine Vorabzuweisung von Ressourcen erfordert.
Mit der Intel Xeon-6-Prozessorfamilie führte Intel mit UPI 2.0 eine überarbeitete Version ein. Eine Intel UPI-2.0-Verbindung erreicht eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 24 GT/s (48 GB/s pro Richtung und Verbindung).