
Ein Intensivbett ist ein besonders ausgestattetes Krankenhausbett. Die Sonderausstattung hängt vom Einsatz des Intensivbetts ab. In den allgemeinen Sprachgebrauch gelangte der Begriff „Intensivbett“ während der COVID-19-Krise von 2020/2021 im Zusammenhang mit künstlicher Beatmung. Im klinischen Bereich ist er seit langem gängig.
Man unterscheidet grundsätzlich zwei Typen bzw. Einsatzbereiche von Intensivbetten:
Da die Anschaffung von Betten allein noch keine Behandlungsmöglichkeit generiert, ist „Intensivbett“ auch immer als verfügbares bzw. verwendbares Intensivbett gemeint; d. h. die Intensivstation, ärztliches und pflegerisches Personal, elektrischer Strom, EDV-Anbindung des Arbeitsplatzes, ein entsprechender Gerätepark, Medikamente und Verbrauchsmaterialien garantieren erst die Belegbarkeit.
2018 führten in Deutschland 1160 Krankenhäuser insgesamt 28.031 Intensivbetten. Im Jahr 2020, als das Coronavirus ausgebrochen ist, gab es 27.000 Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern. Wie das Statistische Bundesamt verkündet, ist diese Zahl gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent gestiegen. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind dies die meisten in Europa. 25.000 davon verfügen über eine Beatmungsmöglichkeit. Die Einrichtung von Intensivbetten gilt in Deutschland für Krankenhäuser als besonders lukrativ.
Angesichts der COVID-19-Pandemie in Deutschland starteten Mitte März 2020 die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin DIVI, das Robert Koch-Institut (RKI) und die Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) die deutschlandweite Datenplattform DIVI-Intensivregister für Intensivbetten, bei der fast alle der etwa 1200 deutschen Krankenhäuser mit Intensivstationen ihre belegten und freien Betten melden. Die Datenbank unterscheidet drei, bereits vorher verwendete Kategorien für die Behandlung von Schwererkrankten speziell der Lunge:
In der Psychiatrie sind psychiatrische Intensivbetten (Netzbetten) im Gebrauch. Sie dienen der Fixierung des Patienten. Ein Zusammenhang zur Behandlung lebensbedrohlicher körperlicher Erkrankungen, Unfälle oder Vergiftungen besteht nicht.