| Film | |
| Titel | Interior |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 96 Minuten |
| Produktionsunternehmen | U5 Filmproduktion, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf |
| Stab | |
| Regie | Pascal Schuh |
| Drehbuch | Pascal Schuh Timo Ackermann Joe Hofer |
| Produktion | Katrin Haase, Oliver Arnold |
| Musik | Erik Fodi Ege Ateslioglu |
| Kamera | Greta Isabella Conte |
| Schnitt | Frederik Franke |
| Besetzung | |
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Interior ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2025. Der Thriller ist das Spielfilmdebüt des Regisseurs und Drehbuchautors Pascal Schuh. In den Hauptrollen sind Knut Berger und Daniil Kremkin zu sehen. Der Film wurde von U5 Filmproduktion in Koproduktion mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg hergestellt.
Die Weltpremiere fand am 16. November 2025 beim Tallinn Black Nights Film Festival in Estland statt, wo er im Wettbewerb für Debütfilme gezeigt wurde und mit dem Publikumspreis der Sektion ausgezeichnet. 2026 erhielt Interior beim brasilianischen Fantaspoa-Filmfestival den Preis für den besten Film im internationalen Wettbewerb und wurde beim renommierten Genrefilmfestival Sitges Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya in der Kategorie Noves Visiones als Spanienpremiere gezeigt. Der Film feierte seine Deutschlandpremiere bei den Hofer Filmtagen 2026 im Oktober und soll vom Verleih missing FILMs im Jahre 2027 in die deutschen Kinos gebracht werden.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Kasimir, der sich in einem ausgehöhlten Sofa versteckt in die Wohnungen fremder Menschen einschleusen lässt. Dort filmt Kasimir heimlich den Alltag und die privaten Situationen der Bewohner. Kasimir bringt die Aufnahmen zu dem Neurochirurgen Dr. Liebermann.
Liebermann versucht mithilfe der Aufzeichnungen, menschliche Emotionen und Verhaltensweisen zu verstehen. Da er selbst Schwierigkeiten hat, Gefühle nachzuempfinden, betrachtet er die heimlich aufgenommenen Szenen als Forschungsmaterial. Kasimir hat unerwiderte Gefühle für den Arzt und hofft, durch seine Aufnahmen dessen Zuneigung zu gewinnen. Liebermann lehrt Kasimir dabei eine strikte Regel: Kasimir dürfte niemals in das Geschehen eingreifen, das er beobachtet und aufzeichnet.
Die Handlung des Films ist von einem realen Kriminalfall aus dem Jahr 1973 inspiriert, auch wenn der Film in der Gegenwart spielt. Dabei handelte um es sich um Einbrecher, die sich in Sofas versteckten, um unbemerkt in fremde Wohnungen zu gelangen und vor allem kleinere Gegenstände stahlen, die unbemerkt blieben. Pascal Schuh und seine Mitautoren entwickelten aus diesem Ausgangspunkt eine fiktionale Geschichte über Voyeurismus, menschliche Beziehungen und die Grenzen zwischen Beobachtung und Eingriff.
Inhaltlich beschäftigt sich der Film mit Einsamkeit, unerwiderter Liebe, emotionaler Isolation und dem Wunsch, das Innenleben anderer Menschen zu verstehen.
Interior entstand als Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und wurde als abendfüllender Spielfilm realisiert. Die Dreharbeiten fanden von September bis Oktober 2023 in Berlin und Brandenburg statt. An der Produktion war der Rundfunk Berlin-Brandenburg über das Förderprogramm Leuchtstoff an der Produktion beteiligt. Die Medienboard Berlin-Brandenburg unterstützte das Projekt mit Abschlussfilmförderung.
Die Weltpremiere von Interior erfolgte am 16. November 2025 beim 29. Tallinn Black Nights Film Festival (PÖFF) in Estland. Der Film wurde dort in der First Feature Competition, dem Wettbewerb für Spielfilmdebüts, präsentiert. Bereits 2024 war das Projekt im Rahmen des Works-in-Progress-Programms des Festivals vorgestellt worden. Dort erhielt es den Public Favourite Award. Im Jahr 2025 folgte bei der eigentlichen Festivalpremiere der Publikumspreis im Wettbewerb für Debütfilme.
Im Jahr 2026 wurde Interior beim 22. Fantaspoa-Filmfestival in Porto Alegre in Brasilien ausgezeichnet. Eine internationale Jury vergab dem Film den Preis für den besten Film im internationalen Wettbewerb.
Seine Deutschlandpremiere feierte der Thriller bei den Hofer Filmtagen 2026 im Oktober. Dort war der Film für gleich drei Preise des Festivals nominiert: Den Friedrich-Baur-Goldpreis für die beste Regie, den Förderpreis Neues Deutsches Kino als auch für den Pharos Shiver Screen Award. Das Werk soll vom Verleih missing FILMs im Jahre 2027 in die deutschen Kinos gebracht werden.
Der Film wurde international auf Filmfestivals präsentiert und von der Fachpresse besprochen.
Der Filmkritiker Marko Stojiljković bezeichnete das Werk in seiner für das europäische Filmmagazin Cineuropa veröffentlichten Rezension als eigenständigen und mutigen Debütfilm. Er hob insbesondere die visuelle Gestaltung, die Kameraarbeit von Greta Isabella Conte, das Szenenbild und die Filmmusik hervor. Auch die Verbindung von psychologischem Thriller, grotesken Elementen und einer queeren Beziehungsgeschichte wurde in der Besprechung thematisiert.
Das Tallinn Black Nights Film Festival beschrieb den Film als psychologisches Drama und Thriller. Die Festivalbeschreibung stellte insbesondere die Themen Voyeurismus, Missbrauch, Empathie und die Grenzen menschlicher Beziehungen heraus.
| Jahr | Festival / Veranstaltung | Auszeichnung | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2024 | Tallinn Black Nights Film Festival – Works in Progress | Public Favourite Award | Ausgezeichnet |
| 2025 | Tallinn Black Nights Film Festival – First Feature Competition | Audience Award | Ausgezeichnet |
| 2026 | Fantaspoa – International Competition | Best Film | Ausgezeichnet |