Der Internationale Prognostische Index (IPI) ist ein klinisches Scoring-System in der Onkologie, das 1993 entwickelt wurde, um die Prognose von Patienten mit malignen Non-Hodgkin-Lymphomen abschätzen zu können. Der Score beruht auf der retrospektiven Analyse der Krankheitsverläufe von 2031 Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten, die im Zeitraum von 1982 bis 1987 mit einer Doxorubicin-basierten Chemotherapie (wie zum Beispiel dem CHOP-Schema) behandelt worden waren. Aktuelle Leitlinien wie die Leitlinien Maligne Lymphome der DGHO differenzieren die Empfehlungen zur Chemotherapie und zur Antikörpertherapie nach dem INI-Score.
Für jede der folgenden Aussagen wird bei Zutreffen ein Punkt vergeben:
Aus den erhobenen Punktwerten lassen sich folgende Risikogruppen ableiten:
Für Patienten, die das 60. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, findet auch ein Altersadaptierter Internationaler Prognostischer Index Anwendung, der nur aus dem Stadium, dem Allgemeinzustand, und dem LDH-Wert gebildet wird. Dies ist sinnvoll, weil der extranodale Befall bei jüngeren Betroffenen kein unabhängiger Risikofaktor zu sein scheint. Hier entspricht die Punktzahl 1 dem niedrig-intermediären Risiko, eine Punktzahl von 2 einem hoch-intermediären Risiko sowie eine Punktzahl von 3 einem hohen Risiko.