| Invasion Deutschland | ||
| Entwickler | Davilex | |
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| Publisher | Davilex, Koch Media | |
| Veröffentlichung | 9. November 2000 | |
| Plattform | Windows | |
| Genre | Ego-Shooter | |
| Thematik | Science-Fiction | |
| Spielmodus | Einzelspieler | |
| Steuerung | Maus und Tastatur | |
| Medium | CD-ROM | |
| Sprache | Deutsch | |
| Altersfreigabe |
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Invasion Deutschland ist ein Computerspiel von Davilex. Der Ego-Shooter erschien 2000 und dreht sich um die Abwehr einer Alien-Invasion an Schauplätzen, die Sehenswürdigkeiten deutscher Großstädte zeigen.
Die Geschichte des Spiels ist, dass Außerirdische in Deutschland gelandet sind und sich in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und München eingenistet haben. Der Spieler muss sie aus der Egoperspektive mit einer Laserpistole bewaffnet bekämpfen.
Zu den Schauplätzen zählen unter anderem das Brandenburger Tor, der Plenarsaal im Berliner Reichstagsgebäude, die Hamburger Speicherstadt und Reeperbahn, das Münchner Hofbräuhaus und der Kölner Dom. Des Weiteren warb der Hersteller mit dem Hamburger sowie Münchner Rathaus, dem S-Bahnhof Unter den Linden in Berlin, dem Frankfurter Römerberg und dem Kölner Alten Markt sowie Wallraf-Richartz-Museum. Bei dem Spiel handelt es sich um einen unblutigen Fun-Shooter mit einem Anteil Humor. Neben Schusswechseln bietet es Rätsel.
Insgesamt umfasst das Spiel 15 Level, sechs Gegnertypen und fünf verschiedene Waffen.
Als Grundlage wurden Engine und Modelle des Davilex-Spiels AmsterDoom verwendet, nur dass man statt Amsterdam für den deutschen Markt speziell deutsche Sehenswürdigkeiten als Schauplätze nachbaute – eine Strategie, mit der Davilex bereits bei Autobahn Raser Erfolge gefeiert hatte. Auf die Darstellung von Blut wurde verzichtet, um den Erfolg auf dem Massenmarkt nicht zu gefährden. Invasion Deutschland erschien am 9. November 2000. Den Vertrieb übernahm Koch Media.
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Kritik an dem Spiel und der Darstellung realer Schauplätze gab es in Deutschland bereits vor Veröffentlichung. So berichtete auch die Bild-Zeitung darüber. Im Zentrum der Vorwürfe standen unerlaubte Videoaufnahmen innerhalb des Reichstags, um die Level bauen zu können, während der Entwickler Sorgen dadurch zu zerstreuen suchte, dass man gegen Roboter und nicht gegen Menschen kämpfe.
Invasion Deutschland erhielt von der deutschen Computerspielpresse überwiegend negative Rezensionen mit Wertungen bis maximal in den 50er-Prozentbereich hinauf. Das PC-Spielemagazin PC Games empfand das Spiel als witzige Ballerei mit Rätseleinlagen, kritisierte aber, dass es technisch hoffnungslos veraltet gewesen sei. Das Spiel richte sich bezüglich Schwierigkeitsgrad und Spieltempo primär an Gelegenheitsspieler.
„Gute Ansätze und Originalschauplätze – ein witziger Zeitvertreib für zwischendurch, mehr aber auch nicht.“
PC Joker fand das Spielprinzip deutlich weniger originell als das Szenario. Die Steuerung mit Maus und Tastatur sei zwar ordentlich, aber abgesehen von den wiedererkennbaren Schauplätzen spreche recht wenig für das Spiel. Der Tester von GameStar kritisierte die Grafik sowie eine geringe Auswahl an Waffen und Gegnern. Schöne Momente seien selten und das Spiel für den gebotenen Umfang zu teuer. PC Action bezeichnete das Level-Design als 08/15. Lediglich der kindlich-trashige Humor rette sehr viel. Besonders negativ wurde das Spiel in der PC-Player-Ausgabe vom Dezember 2000 mit 24 % bewertet. Der Redakteur sah sich angesichts des Spiels kurz vorm Einschlafen und kritisierte Grafik, Gegnerintelligenz und Steuerung.
Der Spiegel zog in seiner Onlineausgabe den Schluss, dass der unblutige Ego-Shooter zwar billig gemacht und wenig intelligent sei, dies sich aber als Teil eines erfolgreichen Trends zeige. Dass Schlichtheit nicht zwingend dem Erfolg abträglich sei, zeige sich demzufolge nicht nur bei Computerspielen, sondern auch in der Popmusik, Fernsehwelt und an den Kinokassen. Zusammen mit der Ausrichtung auf den deutschen Markt sah der Autor diesen „Trash-Faktor“ als Erfolgsgarant.
Das Onlinemagazin 4Players bezeichnete Invasion Deutschland 2003 im Test eines weiteren Davilex-Spiels als total missraten. Retrospektiv nannte GameStar das Spiel im Oktober 2017 auf einer Liste der zwanzig schlechtesten Spiele anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Zeitschrift.
Die Bonner Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst leitete gegen den Hersteller Davilex rechtliche Schritte wegen der Verwendung des urheberrechtlich geschützten Bundesadlers ein. Davilex verteidigte sich mit Verweis auf den Comic-Stil und den Bundesadler als Teil des Plenarsaals.
„Das ist geschmacklos. Wir würden das nie zulassen.“
Die Domverwaltung des Kölner Doms sah hingegen keinen Anlass für juristische Schritte gegeben.