Ion Caraion

Ion Caraion (Stelian Diaconescu, * 24. Mai 1923 im Dorf Pălici in der Gemeinde Rușavățu, heute Ortsteil von Viperești/Kreis Buzău; † 21. Juli 1986 in Lausanne, Schweiz) war ein rumänischer Lyriker, Essayist, Journalist und Übersetzer.

Leben

Caraion besuchte das Gymnasium B. P. Hasdeu in Buzău und studierte an der Fakultät für Literatur und Philosophie der Universität Bukarest. Er debütierte in den 1940er Jahren mit den Gedichtbänden Panopticum (1943), Omul profilat pe cer (1945) und Cântece negre (1946) und arbeitete in dieser Zeit für die Zeitschriften Timpul und Lumea.

Aus politischen Gründen wurde er 1950 zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt, die er teilweise in den Bleiminen von Maramureș verbrachte. 1958 wurde er erneut verhaftet und erst 1964 freigelassen, nachdem er sich zur Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst Securitate verpflichtet hatte. Seine Zusammenarbeit mit der Securitate währte bis zu seiner Emigration in die Schweiz 1981. Seine Informantenakte umfasst Berichten zufolge rund 400 Seiten und enthält Hinweise auf zahlreiche Persönlichkeiten des kulturellen Lebens im In- und Ausland; zu den häufig genannten Zielpersonen zählen Monica Lovinescu und Virgil Ierunca.

Neben vielen Gedichtbänden veröffentlichte Caraion seit den 1960er Jahren Bände mit Essays, Kritiken und Tagebüchern und übersetzte u. a. Werke von Guillaume Apollinaire, Charles Baudelaire, Albert Camus, André Gide, André Malraux, Saint-John Perse, Ezra Pound, Rainer Maria Rilke Honoré de Balzac, Iwan Alexandrowitsch Gontscharow, Alexandre Dumas dem Jüngeren, Antoine de Saint-Exupéry, Edgar Lee Masters, Daniel Defoe, Anna Achmatowa und Malcolm Lowry.

Werke

Lyrik
Essays, Kritiken, Tagebücher
als Herausgeber und Übersetzer

Quellen

Personendaten
NAME Caraion, Ion
KURZBESCHREIBUNG rumänischer Lyriker, Essayist, Journalist und Übersetzer
GEBURTSDATUM 24. Mai 1923
GEBURTSORT Pălici
STERBEDATUM 21. Juli 1986
STERBEORT Lausanne