Ion Georgescu

Ion Georgescu-Gorjan (* 18. Januar 1856 in Bukarest; † 13. Dezember 1898 in Bukarest) war ein rumänischer Bildhauer, Maler, Aquarellist und Kunstlehrer.

Leben

Georgescu studierte von 1872 bis 1877 an der Școala Națională de Arte Frumoase (heute Nationale Universität der Künste Bukarest) bei Karl Storck. Als Stipendiat setzte er von 1878 bis 1880 seine Ausbildung an der Beaux-Arts de Paris bei Auguste-Alexandre Dumont fort. Danach besuchte er das Atelier des Bildhauers Eugène Delaplanche und nahm 1881 Malunterricht an der Académie Julian bei Pierre Auguste Cot. Auf Empfehlung von Alexandru Odobescu wurde er 1887 Leiter der Bildhauerklasse an der Kunsthochschule Bukarest, ab 1889 übernahm er außerdem den Lehrstuhl für Perspektive.

Sein frühes Schaffen repräsentieren Werke wie Izvorul (Der Frühling, 1879), Copilă rugându-se (Das betende Kind, 1881) und Ebdymion (Aruncătorul de lance – Der Speerwerfer, 1882). Den wesentlichen Teil seines Schaffens bilden die zahlreichen Denkmäler, die in Bukarest (Gheorghe Lazăr), Iași (Gheorghe Asachi) und Târnovo errichtet wurden. Daneben schuf er Porträtbüsten u. a. von Alexandru Odobescu, Vasile Alecsandri, Mihai Eminescu, Dimitrie Bolintineanu, Carol Davila, Iulia Haşdeu, Constantin Lecca, Mihail Pascaly und Dimitrie Bolintineanu.

Sein Werk Copilă rugându-se wurde 1881 bei Salon de Paris mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Neben zahlreichen Gruppenausstellungen hatte er 1882 gemeinsam mit George Demetrescu Mirea eine Einzelausstellung in der Sala Stavropoleos. Das Nationale Kunstmuseum Rumäniens (Muzeul Național de Artă al României) veranstaltete 1956 zu seinem 100. Geburtstag eine Retrospektive seiner Werke.

Quellen

Personendaten
NAME Georgescu, Ion
ALTERNATIVNAMEN Georgescu-Gorjan, Ion
KURZBESCHREIBUNG rumänischer Bildhauer, Maler, Aquarellist und Kunstlehrer
GEBURTSDATUM 18. Januar 1856
GEBURTSORT Bukarest
STERBEDATUM 13. Dezember 1898
STERBEORT Bukarest