Iovantucarus („der die Jugend liebt“, ältere Form *Ḭoṷantutokāros) ist der Name einer keltischen Gottheit, die auf einigen Inschriften aus dem Gebiet der Treverer genannt und dort nach der Interpretatio Romana meist mit Mars gleichgesetzt wird.
Iovantucaros gilt als Schirmherr der Jugend. Bildliche Darstellungen des Gottes im Tempelbezirk von Trier zeigen, wie ihm von Kindern Vogelopfer dargebracht werden. Als Patron der „Knabenschaften“ wird er manchmal mit Vassocaletis gleichgesetzt.
Wolfgang Binsfeld (et al.): Katalog der römischen Steindenkmäler des Rheinischen Landesmuseums Trier 1:Götter- und Weihedenkmäler. (= Corpus Signorum Imperii Romani Deutschland IV 3). Mainz 1988.
Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3, S. 597. 665-666.
Miranda Green: Dictionary of Celtic Myth and Legend. Thames and Hudson Ltd. London, 1992, S. 126.
Corinna Scheungraber: Altgermanische und altkeltische Theonyme: Die epigraphische Evidenz aus der Kontaktzone. Ein Handbuch zu ihrer Etymologie (= Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft. Band 163). Innsbruck: Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck, Bereich Sprachwissenschaft, Innsbruck 2020, ISBN 978-3-85124-750-3, S.346f.
Weblinks
Fondation pour le Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae [Organization] (Hrsg.):Thesaurus Cultus Et Rituum Antiquorum (ThesCRA). Getty Publications, Los Angeles 2004, ISBN 0-89236-788-1, S.402 (englisch, eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
Lesley Adkins, Roy A. Adkins:Handbook to Life in Ancient Rome (=Oxford paperbacks). Oxford University Press, 1998, ISBN 0-19-512332-8, S.262 (englisch, eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
Einzelnachweise
↑Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S.437, 665.