Irene Rodrian (* 12. November 1937 in Berlin; † 6. Juli 2025 in München) war eine deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin.
Auf Wunsch ihres Vaters sollte Rodrian Grafikerin lernen. Weil sie von der Kunstakademie München abgelehnt wurde, arbeitete sie über zwei Jahre in der Werbebranche. Danach machte sie sich als Grafikerin und Werbeberaterin selbstständig. Zu dieser Zeit begann sie zu schreiben, konnte aber von der Veröffentlichung ihrer Kurzgeschichten nicht leben und hielt sich mit Jobs als Schaufensterdekorateurin und Verkäuferin über Wasser.
1967 reichte sie für ihre Bewerbung um den Edgar-Wallace-Preis des Goldmann Verlags anonym zwei Manuskripte ein - Tod in St. Pauli und Bis morgen, Mörder - und gewann mit Tod in St. Pauli den ersten Preis. Das abgelehnte Manuskript schickte sie an Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, bei dessen Rowohlt Verlag sich mit Hansjörg Martin, Friedhelm Werremeier und Michael Molsner gerade eine deutsche Krimiszene zu etablieren begann. Der Verlag nahm es an. Irene Rodrian war hiermit die erste deutsche Krimiautorin.
Bis 1992 veröffentlichte sie bei Rowohlt – und später bei Heyne – ca. 20 Kriminalromane. Daneben schrieb sie eine Reihe von Drehbüchern zu Fernsehfilmen und -serien wie Ein Fall für zwei, Hamburg Transit, Onkel Bräsig oder Tatort sowie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher.
Nach einer zehnjährigen Pause meldete sie sich 2002 mit dem Kriminalroman Meines Bruders Mörderin zurück. Er war der Start einer Reihe um Llimona 5, einer Detektei mit fünf starken Frauen, die ihren Sitz in der katalanischen Hauptstadt Barcelona hat.
Irene Rodrian wurde 2007 von der Autorengruppe Das Syndikat für ihre Verdienste um die deutsche Kriminalliteratur mit dem „Ehrenglauser“ des Friedrich-Glauser-Preises ausgezeichnet.
Sie verstarb im Alter von 87 Jahren.
Literarische Vorlage
Drehbuch
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rodrian, Irene |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin |
| GEBURTSDATUM | 12. November 1937 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 6. Juli 2025 |
| STERBEORT | München |