Irma Wehrli

Irma Wehrli-Rudin (* 12. November 1954 als Irma Rudin in Liestal) ist eine Schweizer literarische Übersetzerin.

Leben und Werk

Irma Wehrli wuchs im Kanton Basel-Landschaft auf und studierte Anglistik, Germanistik und Romanistik an der Universität Basel. 1979 schloss sie ihr Studium mit dem Lizentiat phil. I. summa cum laude ab. Seit 1984 arbeitet sie als Übersetzerin aus dem Englischen/Amerikanischen und Französischen, mit den Schwerpunkten klassische englischsprachige Autorinnen und Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Gegenwartsliteratur. Namentlich hat sie die Hauptwerke des amerikanischen Autors Thomas Wolfe übersetzt. Für die Übertragung von Wolfes Roman Of Time and the River wurde ihr 2011 das Zuger Übersetzer-Stipendium zugesprochen. 2017 verlieh ihr die Universität Basel die Ehrendoktorwürde für ihr Lebenswerk als Übersetzerin und Kulturvermittlerin.

Neben ihrer Übersetzertätigkeit war und ist sie als Referentin, Mentorin und Dozentin tätig. So leitete sie von 1997 bis 2006 die Englisch-Workshops im Künstlerhaus Boswil. 2016 und 2019 hatte sie einen Lehrauftrag an der Universität Basel. 2018 und 2023 veranstaltete sie Übersetzungs-Workshops im Auftrag des „Centre de traduction littéraire“ der Universität Lausanne im Château de Lavigny. Ausserdem war sie mehrfach im Auftrag des Deutschen Übersetzerfonds, des Übersetzerhauses Looren und von Pro Helvetia als Mentorin für andere Übersetzerinnen und Übersetzer tätig, um ihr Wissen weiterzugeben. Sie ist Mitglied des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz A*dS.

Irma Wehrli ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Sie lebt seit 1980 in Davos, wo sie sich seit vielen Jahren auch für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt engagiert.

Ehrenamtliche Tätigkeit

Auszeichnungen

Übersetzungen (Auswahl)

Aus dem Englischen und Amerikanischen

Aus dem Französischen

Französische Sachbücher

  • Dominique Wisler: Drei Gruppen der Neuen Linken auf der Suche nach der Revolution (Zürich: Seismo Verlag, 1996)
  • Odyssea: Ansätze einer Interkulturellen Pädagogik (Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, 1998)
  • Micheline Calmy-Rey: Die Schweiz, die ich uns wünsche (Nagel & Kimche, 2014)
  • Micheline Calmy-Rey: Die Neutralität zwischen Mythos und Vorbild (NZZ Libro, 2020)
  • Regelmässige Ko-Übersetzerin der Schweizer Uhrenzeitschrift „Watch Around“, 2007–2017

Französisches Jugendbuch

  • Marie-Christophe Ruata-Arn: Wer hat die Puppe gestohlen? / „Qui a volé la marionnette?“ (Editions La Joie de Lire, 2007)

Einzelnachweise

  1. ↑ Irma Wehrli-Rudin. In: viceversaliteratur.ch. Abgerufen am 17. März 2026.
  2. ↑ Zuger Übersetzerstipendium 1996–2026. Abgerufen am 17. März 2026.
  3. ↑ Ehrenpromotionen der Universität Basel ab 2016. In: Universität Basel. Abgerufen am 17. März 2026.
  4. ↑ Ateliers. In: Château de Lavigny. Abgerufen am 17. März 2026.
  5. ↑ Rita Gianelli: "Beten ist schliesslich unser Kerngeschäft". In: reformiert. 7. April 2018, abgerufen am 17. März 2026.
  6. ↑ Vorstand. In: Davoser Revue. Abgerufen am 17. März 2026.
  7. ↑ Landwasserpreis – Kulturpreis der Gemeinde Davos. In: Gemeinde Davos. Abgerufen am 17. März 2026.
  8. ↑ CH Reihe – Literatur aus der Schweiz in Übersetzung. In: CH Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit. Abgerufen am 17. März 2026.
Personendaten
NAME Wehrli, Irma
ALTERNATIVNAMEN Rudin, Irma; Wehrli-Rudin, Irma
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Übersetzerin, Anglistin
GEBURTSDATUM 12. November 1954
GEBURTSORT Liestal