
Isabella Hermann (* 1984 in München) ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und Sachbuchautorin mit dem Schwerpunkt Science-Fiction.
Isabella Hermann studierte Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Volkswirtschaftslehre und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte im Fachbereich Internationale Beziehungen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema der US-venezolanischen Beziehungen. Im Anschluss arbeitete sie u. a. als Referentin der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin und als wissenschaftliche Koordinatorin der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Verantwortung: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Seit 2022 ist sie Mitglied im Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin.
Bereits während des Studiums forschte und veröffentlichte Isabella Hermann aus politikwissenschaftlicher Sicht zum Genre der Science-Fiction. 2017 trat sie bei Campus Talks mit dem Thema Was uns Science-Fiction über Politik verrät auf. Seitdem veröffentlicht sie regelmäßig Artikel und Kommentare in Fachzeitschriften und Lehrbüchern zu verschiedenen Science-Fiction-Themen und nutzt Science-Fiction als Methode und Denkfigur in Workshop-Formaten und Vorträgen. Zahlreiche Medien (Die Zeit, Der Spiegel, Radio Bremen) beziehen sich bei Science-Fiction-Themen regelmäßig auf ihre Arbeit.
Seit 2023 ist sie Künstlerische Leiterin des Berlin Sci-Fi Filmfests. Im gleichen Jahr startete sie den SWR-Podcast Das war morgen, in dem sie bis April 2025 anhand von 99 Science-Fiction-Hörspielen die Aktualität vergangener Zukunftsvisionen analysierte und diskutierte. Die Co-Moderation hatte bis Oktober 2023 Andreas Brandhorst inne, ab November 2023 übernahm sie Aiki Mira.
2023 erschien Hermanns Buch Science-Fiction zur Einführung im Junius Verlag, in dem sie das Genre der Science-Fiction als Kontinuum zwischen tatsächlicher Möglichkeit einerseits und metaphorischer Deutung andererseits beschrieb. Im April 2025 veröffentlichte sie die Monografie Zukunft ohne Angst. Wie Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen im Oekom-Verlag.
Ein Schwerpunkt von Hermanns Arbeit liegt im Bereich der Zukunftsforschung. Sie befasst sich mit Futures Literacy, der Fähigkeit, sich unterschiedliche Zukünfte vorzustellen und dieses Wissen aktiv zur Entscheidungsfindung in der Gegenwart zu nutzen. Dabei geht es Hermann vor allem um anti-dystopische Narrative, die Menschen dabei helfen sollen, trotz düsterer Zukunftsaussichten die Handlungsfähigkeit nicht zu verlieren und selbst aktiv zu werden. So sprach sie im Mai 2025 auf der re:publica zum Thema Die Anti-Dystopie als Widerstand gegen negative Zukünfte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hermann, Isabella |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikwissenschaftlerin und Sachbuchautorin |
| GEBURTSDATUM | 1984 |
| GEBURTSORT | München |