Isabella M. Weber

Isabella Weber (2024)

Isabella Maria Weber (geb. 1987 in Nürnberg) ist eine deutsche Ökonomin und Hochschullehrerin. Sie ist Associate Professorin für Volkswirtschaftslehre an der University of Massachusetts Amherst in den USA und leitet die Chinaforschung am dortigen Political Economy Research Institute. Schwerpunktmäßig beschäftigt sie sich mit der politischen Ökonomie Chinas, internationalem Handel, der Geschichte des wirtschaftlichen Denkens sowie mit Preis- und Geldtheorie. In Bezug auf strategische Preiskontrollen, Inflation durch Unternehmensprofite und Überlegungen zu einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik tat sie sich auch in wirtschaftspolitischen Debatten öffentlich hervor.

Werdegang

Isabella Weber wuchs in der Nürnberger Altstadt auf. Als Tochter einer Erzieherin und eines Küsters besuchte sie eine Waldorfschule und legte anschließend ihr Abitur an einem Gymnasium ab. Aufgrund einer Freiwilligentätigkeit an einer Internationalen Schule in Bangkok 2006 wurde sie Augenzeugin des Militärputsches in Thailand. Anschließend absolvierte sie ein Praktikum bei der örtlichen Niederlassung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Nachdem sie ein Jura-Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) nach dem ersten Semester abgebrochen hatte, begann Weber ihre wissenschaftliche Laufbahn mit einem von der Studienstiftung des deutschen Volkes geförderten Stipendium für sozialwissenschaftliche Forschung. Sie absolvierte von 2010 bis 2012 ein Bachelorstudium in Politikwissenschaft mit Nebenfach Wirtschaft an der Freien Universität Berlin, in dessen Rahmen sie von 2010 bis 2011 auch eine Sprachausbildung beim Zentrum für Chinesische Sprache mit Gasthörerschaft an der Universität Peking absolvierte. Es folgte 2015 ein Master in Wirtschaftswissenschaften an der New School for Social Research in New York City.

Im Jahr 2018 promovierte Weber in Development Studies am Peterhouse College der University of Cambridge mit dem Thema China’s Escape from the ‘Big-Bang’: The 1980s Price Reform Debate in Historical Perspective. Eine weitere Promotion erreichte sie mit der Thesis Essays on Theories of Money and International Trade, wiederum an der New School for Social Research.

Von 2017 bis 2019 war sie Assistenzprofessorin (Lecturer) für Wirtschaftswissenschaften am Goldsmiths College der University of London. 2019 wechselte sie zu Gunsten einer Assistenzprofessur für Wirtschaftswissenschaften an die University of Massachusetts Amherst, wo sie zudem Forschungsleiterin für China Studies am Political Economy Research Institute wurde. Auch war sie als Gastwissenschaftlerin an der Tsinghua-Universität und der Universität Duisburg-Essen tätig.

Als Fellow 2022/2023 am Berggruen Institute in Los Angeles beschäftigte sie sich mit Emergency Economics (Krisenökonomie/Notwirtschaften). 2023 wurde sie Senior Research Fellow am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung. Zudem ist sie Associate in Research beim Fairbank Center der Harvard University.

Im Sommersemester 2026 ist Weber elfte Inhaberin der Karl-Polanyi-Gastprofessur in Wien, einer gemeinsamen Einrichtung der Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität Wien (WU), der Central European University (CEU), der International Karl Polanyi Society und der Volkshochschule Wien. Von Februar bis Juli 2026 war Isabella Weber Senior Fellow am Centre for Social Critique der HU Berlin. Im Juli 2026 gab Weber bekannt, im Wintersemester 2026/2027 am Wissenschaftskolleg zu Berlin zu Fragen der Alltagsökonomie und essentieller ökonomischer Zweige forschen zu wollen.

Sie beherrscht Deutsch, Englisch, Chinesisch, Französisch und Thailändisch (Grundkenntnisse).

Öffentliches Wirken

Politische Beratungstätigkeiten

Für Jamaal Bowman und andere fungierte sie als Sachverständige des US-Kongresses. Während der Corona-Pandemie trat Weber (gemeinsam mit Sebastian Dullien) mit ihren Vorschlägen zu strategischen Preiskontrollen angesichts der starken Steigerungen der Gaspreise in Erscheinung. 2022 wurde sie auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Cansel Kiziltep in den Bundestag eingeladen und gab ein Stellungnahme zugunsten eines Gaspreisdeckels ab. In diesem Rahmen wurde sie Mitglied der von September bis Oktober 2022 eingesetzten „ExpertInnen-Kommission [sic!] Gas und Wärme“ (Gaspreiskommission) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unter Robert Habeck zur Regierungszeit der Ampelkoalition.

Im Juli 2025 bestellte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil Isabella M. Weber zu einem Mitglied der „Expertenkommission für die Modernisierung der Schuldenregel“. Nach eigenen Angaben hat sie politische Entscheidungsträger in den USA, Deutschland, Europa und Lateinamerika zu Maßnahmen zur Preisstabilisierung beraten.

Surplus-Magazin

Seit Anfang 2025 ist Isabella M. Weber gemeinsam mit Adam Tooze und Maurice Höfgen Herausgeberin des deutschsprachigen Wirtschaftsmagazins Surplus. Das Magazin hat eine (post-)keynesianische Ausrichtung und versteht sich als progressiv. Laut Chefredakteur Lukas Scholle wolle das Magazin wirtschaftliche Perspektiven abseits der Ausrichtung auf Eigentümer und Manager bieten. Die gelten als Wirtschaftswissenschaftler, die sich u. a. mit heterodoxer Ökonomie befassen. Das Magazin nimmt eine kritische Haltung zum Neoliberalismus ein, befürwortet staatliche Eingriffe in die Marktwirtschaft und verortet sich selbst im Spektrum einer linken Wirtschaftsberichterstattung. Regelmäßig veröffentlicht Weber dort Artikel und Interviews, in denen sie ihre Forschung mit aktuellen wirtschaftspolitischen Themen verbindet.

Öffentliche Kampagnen

Ihrer politischen Beratertätigkeit war bereits 2022 eine öffentlichkeitswirksame Kampagne für Gaspreiskontrollen vorangegangen, die neben IMK-Kollegen auch der Wirtschaftsweise Achim Truger und weitere unterstützten.

2024 war Weber neben Branko Milanovic, Mariana Mazzucato, Adam Tooze, Thomas Piketty und Gabriel Zucman eine der Erstunterzeichnerinnen der Berlin Declaration des Forum New Economy. Das Manifest fordert die Abkehr vom Neoliberalismus und zielt darauf ab, die jahrzehntelange ausschließliche Ausrichtung auf Markteffizienz durch ein Paradigma zu ersetzen, in dessen Mittelpunkt das öffentliche Wohlergehen und die demokratische Widerstandsfähigkeit stehen. Ziel ist es, dem Misstrauen der Öffentlichkeit gegenüber liberalen Demokratien entgegenzuwirken, das durch Globalisierungsschocks, Deindustrialisierung, Sparmaßnahmen und zunehmende Ungleichheit geschürt wurde.

Nach den US-Präsidentschaftswahlen 2024 prägte sie den Begriff der „antifaschistischen Wirtschaftspolitik“ und stieß damit eine Debatte um wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Stärkung der Demokratie an. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung ihres gleichnamigen Buches (zugleich auf Deutsch und Englisch) im Oktober 2026 erhielten ihre Überlegungen breite Aufmerksamkeit. Neben der Berichterstattung in verschiedenen deutschen Medien, präsentierte sie es etwa bei der Frankfurter Buchmesse und bei einer gemeinsamen Veranstaltung der der Friedrich-Ebert-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Tim Klüssendorf, Ines Schwerdtner und Andreas Audretsch.

Wissenschaftliche Arbeit

In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte Weber sich mit der politischen Ökonomie Chinas, internationalem Handel, der Geschichte des wirtschaftlichen Denkens sowie mit Preis- und Geldtheorie. Dazu veröffentlichte sie rund ein Dutzend Peer-Reviewte Zeitschriftenartikel und Buchkapitel. Zudem gab sie der BBC Experteninterview und veröffentlichte Beiträge in Zeitungen wie The Guardian, Jacobin und Pandora Magazine. Seit 2014 hielt sie darüber hinaus Gastvorträge in Deutschland, Großbritannien, den USA, China, Österreich und präsentierte bei Konferenzen.

Ihr erstes Buch How China Escaped Shock Therapy: The Market Reform Debate wurde mit dem Joan Robinson Prize und als bestes Buch in interdisziplinären Studien durch die International Studies Association ausgezeichnet. Darin beschreibt sie, wie die allmähliche Marktöffnung Chinas ablief und wie sie den Aufstieg des Landes erleichtert, ohne dass es zu einer völligen Assimilation an den globalen Neoliberalismus gekommen wäre. Im Mittelpunkt steht der Diskurs um verschiedene Reformmöglichkeiten der Wirtschaft nach dem Ende der Mao-Ära. Zur Debatte habe eine Zerstörung des sozialistischen Systems durch eine Schocktherapie oder eine Nutzung der Institutionen der Planwirtschaft als Schöpfer des Marktes gestanden. In der Entscheidung sieht Weber eine maßgebliche Grundlage für die wirtschaftliche Expansion Chinas im Vergleich zur russischen Wirtschaft, die in Folge einer Schocktherapie brach lag. Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen, darunter Interviews mit wichtigen chinesischen und internationalen Akteuren und Vertretern der Weltbank sowie Einblicken in unveröffentlichte Dokumente, zeichnet das Buch die Debatte nach, die es China letztlich ermöglichte, einen Weg der schrittweisen Reindustrialisierung einzuschlagen. Es beleuchtet nicht nur den Wandel der 1980er Jahre, sondern zeigt auch die intellektuellen Grundlagen der Beziehungen zwischen Staat und Markt im China der Reformära. Das Werk wurde von Fachkollegen gelobt und in mittlerweile fünf Sprachen veröffentlicht. Die deutschsprachige Ausgabe erschien unter dem Titel Das Gespenst der Inflation. Wie China der Schocktherapie entkam im April 2023.

Strategische Preiskontrollen

Mit Bezug zu ihren auch historischen Zugängen zur Wirtschaftspolitik vertrat sie im Dezember 2021 die These, strategische Preiskontrollen könnten in Nadelöhr-Situationen zur Inflationskontrolle beitragen. Dabei nahm sie besonders Bezug auf die erfolgreiche Inflationskontrolle der Roosevelt-Regierung im Nachgang des Zweiten Weltkrieges. Wiederholt bezeichneten auch andere Ökonomen wie der White House Council of Economic Advisers die Wirtschaftslage der Nachkriegszeit und während der COVID-19-Pandemie als strukturell sehr gut vergleichbar. Damit stellte sie vor allem eine Alternative zu konventionellen makroökonomischen Maßnahmen wie z. B. einer Straffung der Geldpolitik vor, die vielseitig auf Kritik, besonders von neoliberaler Seite, stieß.

Kritik an ihrer These übte wenige Tage später Ende 2021 unter anderem der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman mit dem Hinweis darauf, besonders Lieferketten seien Verursacher von Preissteigerungen und eine Normalisierung der weltwirtschaftlichen Lage würde eine Stabilisierung der Inflation automatisch bringen. Im Mai 2022 veröffentlichte Daten, denen zufolge Lieferkettenprobleme lediglich 38 Prozent der Inflation verursachten, unterstützten indes Webers These. Für Krugmans Anfeindung, Webers Idee sei „truly stupid“ entschuldigte er sich später. Seine unsachliche Anfeindung wurde dennoch Grundlage von Debatten zu strukturell abwertendem Umgang mit Frauen in den Wirtschaftswissenschaften. In der New York Times revidierte Krugman im September 2022 seine dereinst geäußerte Meinung und trat für die Sinnhaftigkeit von Preiskontrollen in Europa ein.

Für Deutschland brachte sie mit Sebastian Dullien konkret einen Gaspreisdeckel ins Gespräch. Nach erster massiver Kritik fand ihre Position zunehmend Zustimmung, als erste offizielle Zahlen zeigten, dass der Preisanstieg neben Beschaffungsproblemen auch stark durch Gewinnsteigerungen von Ölkonzernen getrieben wurde und auch bei fallenden Beschaffungspreisen Konzerne die Preise künstlich hoch hielten, um ihre Gewinne zu erhöhen. Aus der Praxis ergaben sich zudem Ermittlungen des Bundeskartellamtes, wodurch auch in der Öffentlichkeit Webers und Dulliens Vorschlag eines strategischen Gaspreisdeckels Aufmerksamkeit sowie Zustimmung geriert, zumal fossile Energien ein ausschlaggebender Inflationstreiber sei.

Unternehmensprofite als Inflationstreiber

Im Kontext der Inflation untersuchte Weber die Rolle von Unternehmensprofiten als Faktor für steigende Preise. Gemeinsam mit Kollegen veröffentlichte sie Studien, die zeigten, dass erhöhte Gewinnmargen in bestimmten Sektoren erheblich zur Inflationsentwicklung beitragen können. Auch diese These fand nach anfänglich scharfer Kritik stärkeren Widerhall im wirtschaftswissenschaftlichen Diskurs.

Ihre Forschung lieferte neue Grundlagen für Diskussionen um Lohnerhöhungen und Preisstabilität. Sie argumentierte, dass eine einseitige Fokussierung auf Löhne als Inflationstreiber die Rolle der Unternehmensgewinne vernachlässigt und plädierte für eine umfassendere Analyse der Inflationsursachen. So seien die Unternehmensgewinne von US-Unternehmen auf einen Höchststand seit 70 Jahren gewachsen während die Löhne kaum gestiegen seien. Die größten US-Unternehmen hatten während der Pandemie ihre Profite um durchschnittlich 50 % gesteigert.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik

→ Hauptartikel: Antifaschistische Wirtschaftspolitik

Das Schlagwort „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“ brachte Weber erstmals mit einem Tweet, den sie am Wahlabend zur zweiten Wahl Donald Trumps als US-Präsident abgesetzt hatte, ein. „Can we now finally have a serious conversation about an anti-fascist economics?“, fragte sie. Zu Deutsch: „Können wir jetzt endlich eine ernsthafte Diskussion über eine antifaschistische Wirtschaftspolitik führen?“ Nach vereinzelten Stellungnahmen, die den Begriff weiter illuminierten, legte sie im Oktober 2026 den Band „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“ vor, der zugleich auf Deutsch und Englisch erschien. Während dessen Analysen und Vorschläge sich vornehmlich auf die US-Wirtschaftspolitik beziehen, wurden die im Rahmen der Vorbereitungen publik gemachten Überlegungen bereits vor Erscheinen auch breit in Deutschland rezipiert und durch sie selbst wie durch Medien und andere Akteure auf die deutsche Situation bezogen – vornehmlich bezüglich der erstarkenden AfD.

Ausgehend von dem Sieg Trumps 2024 analysierte sie, dass die Demokraten dadurch Zustimmung verloren hätten, dass sie die weit verbreitete Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten (im Gegensatz zu Trump) nicht adressiert hätten. Während die Unternehmensgewinne gestiegen sein, seien insbesondere die Preise essenzieller Güter weiter gestiegen, was das Leben zunehmend unbezahlbar scheinen lasse. Dies werde dadurch verstärkt, dass essenzielle Güter sich durch besondere „Anfälligkeit für das profitable Ausschlachten von Katastrophen“ durch private Unternehmen auszeichnen. Die Löhne seien gleichzeitig trotz steigender Produktivität nicht entsprechend gestiegen. Daraus habe sich Pessimismus in Bezug auf die eigene wirtschaftliche Zukunft abgeleitet, während die Politik fast nur Abwarten und Austerität angeboten hätte, statt in den Konflikt mit profitierenden Unternehmen zu gehen. Dies führe zu einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber dem System und einem unbedingten Wunsch nach Wandel. „Im Gefolge der Inflationskrise stiegen die Stimmenanteile rechtsextremer Parteien in Großbritannien und in den europäischen Kernländern Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden auf Werte, die seit Jahrzehnten nicht beobachtet worden waren.“ Etwa in Deutschland zeige sich, dass besonders Menschen zur AfD tendierten, die finanzieller Unsicherheit erführen.

Eine Studie, die sie mit weiteren Wirtschaftswissenschaftlern durchführte, wies zentrale Produkte nach, deren Preise als besonders relevant für Ungleichheit gelten: Energie, Ernährung und Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Chemie, Wohnungswesen und Großhandel verfügen über ein überproportionales Potenzial, bei Preisanstiegen eine Umverteilung auszulösen, da Ärmere davon überproportional betroffen sein währen Reiche überproportional von zusätzlichen gewinnen profitierten.

Antifaschistische Wirtschaftspolitik richte sich auf diese materiellen Bedingungen, die den Faschismus als attraktive Alternative erscheinen ließen. Es brauche eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik, in der die Demokratie wieder darauf ziele, die Lebensgrundlagen zu verbessern und der Markt der Demokratie diene statt umgekehrt. Der Staat müsse sich konsequent um die Grundbedürfnisse der Menschen herum organisieren. Dazu entwickelt sie ein Bündel von Maßnahmen und Änderungsvorschlägen bezüglich des zugrundeliegenden Systems. Förderlich sein könnten etwa strategische Preiskontrollen essenzieller Güter (besonders in Krisenzeiten), Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, öffentlicher Verkehr und Kinderbetreuung. Zudem sollten aus ihrer Sicht Produkte wie Getreide, Reis und Öl eingelagert werden, um in Krisen die Preise stabil halten zu können. Auch stabile Beschäftigungsverhältnisse und gute Löhne zu sichern durch gewerkschaftliche Mobilisierung gehört ebenso dazu wie eine ökologische Wirtschaftspolitik, die die Lebensgrundlage nachhaltig sichere.

Auszeichnungen

Für ihre Arbeit über den Aufstieg der Wirtschaft in der jüngeren Geschichte Chinas wurde Isabella Weber 2018 mit dem Warren Samuels Prize for Interdisciplinary Research in History of Economic Thought and Methodology ausgezeichnet und 2019 mit der Ground-breaking Subject Matter Accolade der International Convention of Asia Scholars.

Webers Buch „How China Escaped Shock Therapy: The Market Reform Debate“ wurde unter anderem mit dem Wissenschaftspreis der Keynes-Gesellschaft, dem International Studies Association Best Interdisciplinary Book Award und dem Joan Robinson Prize 2021 ausgezeichnet. Zudem wurde es auf eine Reihe von Listen der wichtigsten bzw. besten Bücher 2021 aufgenommen. So auf die Listen der Financial Times, der Foreign Policy, des Project Syndicate, von ProMarket und Folha de S. Paulo.

Neben den Preisen für ihr Buch wurde sie für ihr öffentliches wirtschaftspolitisches Wirken auf verschiedenen Listen gewürdigt, so etwa der TIME100 Next 2023 List, Bloomberg 50 Ones to Watch, MarketWatch 50, Focus 100 Frauen des Jahres, die 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft laut manager magazin, Capital Top 40 unter 40, WirtschaftsWoche 30 Denker für 2030 und der 28 besten deutschen Denker der FAZ.

2024 erhielt sie den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik und den Ellen Meiksins Wood Prize.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Peer-reviewte Zeitschriftenartikel

Monographien

Beiträge in Sammelbänden

Commons: Isabella M. Weber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Abstract: Das westdeutsche und das chinesische »Wirtschaftswunder«. (PDF) Abgerufen am 5. Mai 2022. (PDF-Datei) Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Februar 2020.
  2. ↑ Natascha Freundel et al.: Antifaschistische Wirtschaftspolitik. Buchpremiere und Diskussion mit Isabella M. Weber. In: YouTube. Rosa-Luxemburg-Stiftung, Urania Berlin, 5. Oktober 2026, abgerufen am 6. Oktober 2026.
  3. ↑ Featured Economist, March 2022: ISABELLA M. WEBER. Abgerufen am 5. Mai 2022. International Economic Association.
  4. ↑ Isabella Maria Weber. Curriculum Vitae. (PDF) Abgerufen am 5. Mai 2022. University of Massachusetts. Political Economic Research Institute: Isabella Weber
  5. 1 2 3 4 Jonas Waack: Ökonomin Weber zu Wirtschaft unter Trump: „Angst ist ein wichtiger Faktor“. In: Die Tageszeitung: taz. 11. November 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 13. November 2024]).
  6. ↑ berggruen.org
  7. ↑ Ass. Prof. Dr. Isabella Weber, PhD. (imk-boeckler.de [abgerufen am 11. Oktober 2026]).
  8. ↑ Die Wiener Volkshochschulen GmbH: Die Wiener Karl-Polanyi-Gastprofessur [The Viennese Karl Polanyi Visiting Professorship] | Bildungsblog | VHS Wiener Urania. Abgerufen am 12. Februar 2026.
  9. ↑ Karl-Polanyi Gastprofessuren. In: Universität Wien. Abgerufen am 12. Februar 2026.
  10. ↑ Isabella Weber. In: KTB. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (deutsch).
  11. ↑ 2026/2027. Isabella M. Weber, Ph.D., Ph.D. In: Wissenschaftskolleg zu Berlin. Abgerufen am 16. Oktober 2026.
  12. ↑ Lee Harris: Bowman Proposes Bill to Recommend Price Controls. In: Prospect. 4. August 2022, abgerufen am 26. Oktober 2022 (amerikanisches Englisch).
  13. ↑ Isabella M Weber (@IsabellaMWeber) auf X. In: X (formerly Twitter). 2. September 2022 (x.com [abgerufen am 11. Oktober 2026]).
  14. ↑ Isabella M. Weber: Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zu Soforthilfen für Letztverbraucher von leitungsgebundenem Erdgas und Kunden von Wärme im Rahmen der öffentlichen Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages am 7. November 2022. (PDF) In: Deutscher Bundestag. 7. November 2022, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  15. ↑ Henning Bulka, Georg Winters: Energiekrise: Das sind die Mitglieder der Gaskommission. In: Rheinische Post. 11. Oktober 2022, abgerufen am 26. Oktober 2022.
  16. ↑ Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Unabhängige ExpertInnen-Kommission Gas und Wärme. 10. Oktober 2022, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 26. Oktober 2022. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  17. ↑ Expertenkommission für die Modernisierung der Schuldenregel kann ihre Arbeit aufnehmen. Bundesministerium für Finanzen, 25. Juli 2025, abgerufen am 8. August 2025.
  18. ↑ Isabella Weber. In: KTB. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (deutsch).
  19. ↑ Über Surplus. 20. September 2024, abgerufen am 22. Januar 2026.
  20. ↑ Baha Kirlidokme: Progressiv, aber nicht sozialistisch. In: Frankfurter Rundschau. 13. April 2025 (fr.de [abgerufen am 21. Oktober 2025]).
  21. ↑ Julia Kropf, Lukas Scholle: Wirtschaftsjournalismus für die 99 % statt für Manager. Podium auf der LABOR.A-Konferenz 2026. In: YouTube. Hans-Böckler-Stiftung / Surplus, 6. Oktober 2026, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  22. ↑ Warum es jetzt ein neues Wirtschaftsmagazin braucht. In: surplusmagazin.de. 25. November 2024, abgerufen am 19. Oktober 2025.
  23. ↑ Autorenprofil. In: Surplus - Das Wirtschaftsmagazin. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  24. ↑ Otmar Tibes: Mit einem Gaspreisdeckel die Inflation bremsen. In: Politik & Ökonomie. 14. März 2022, abgerufen am 11. Oktober 2026 (englisch).
  25. ↑ M. Buchholtz: The Berlin Summit Declaration – Winning back the people. In: Forum New Economy. 29. Mai 2024, abgerufen am 12. Juni 2024 (deutsch).
  26. ↑ Jonas Waack: Ökonomin Weber zu Wirtschaft unter Trump: „Angst ist ein wichtiger Faktor“. In: Die Tageszeitung: taz. 11. November 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 11. November 2024]).
  27. ↑ Jonas Waack: Ökonomin über Faschismus und Wirtschaft: „Wir müssen den Nährboden der Frustration angehen“. In: Die Tageszeitung: taz. 10. Oktober 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 11. Oktober 2026]).
  28. ↑ Jan Alexander Casper: AfD-Aufstieg: Jetzt diskutieren Sozis, Grüne und Linke über „antifaschistische Wirtschaftspolitik“ - WELT. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  29. ↑ Simon Book, Benjamin Bidder: (S+) Linke Wirtschaftspolitik: Isabella Weber fordert Staat im Dienst der Bürger. In: Der Spiegel. 2. Oktober 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. Oktober 2026]).
  30. ↑ Isabella M. Weber: Antifaschistische Wirtschaftspolitik – Open Books – Lesefest zur Frankfurter Buchmesse. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  31. ↑ Isabella M. Weber: Antifaschistische Wirtschaftspolitik. 21. September 2026, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  32. ↑ Isabella Maria Weber. Curriculum Vitae. (PDF) Abgerufen am 5. Mai 2022. University of Massachusetts. Political Economic Research Institute: Isabella Weber
  33. ↑ ISA 2021–2022 AWARDS RECIPIENTS. 3. April 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. International Studies Association: News from ISA
  34. ↑ Weber, Isabella: Could Strategic Price Controls Help Fight Inflation? 29. Dezember 2021, abgerufen am 5. Mai 2022. The Guardian
  35. ↑ Cecilia Rouse, Jeffery Zhang und Ernie Tedeschi: Historical Parallels to Today’s Inflationary Episode. 6. Juli 2021, abgerufen am 5. Mai 2022. The White House
  36. ↑ Fuhrmann, Uwe: Die Idee von Preiskontrollen provoziert den Neoliberalismus – zurecht. 18. Februar 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Jacobin Magazin
  37. ↑ Bivens, Josh: Corporate Profits Have Contributed Disproportionately to Inflation. How Should Policymakers Respond? 21. April 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Economic Policy Institute
  38. ↑ Krugman, Paul: Entschuldigungstweet an Isabella Weber. 1. Januar 2022, abgerufen am 5. Mai 2022: „Deleting, with Extreme Apologies, My Tweet about Isabella Weber on Price Controls. No Excuses. It’s Always Wrong to Use That Tone against Anyone Arguing in Good Faith, No Matter How Much You Disagree — Especially When There’s so Much Bad Faith out There.“ Twitter
  39. ↑ Riecke, Torsten: Wirtschaftswissenschaft: Wie sexistisch ist die Ökonomenzunft? Ein prominenter Fall entlarvt den Chauvinismus. 25. Januar 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Handelsblatt
  40. ↑ Paul Krugman: Opinion | Wartime Economics Comes to Europe. In: The New York Times. 8. September 2022, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 12. Oktober 2022]).
  41. ↑ Dullien, Sebastian, und Isabella M. Weber. „Mit einem Gaspreisdeckel die Inflation bremsen“. Wirtschaftsdienst 2022, Nr. 3 (2022): 154–55.
  42. ↑ Bauchmüller, Michael, Helena Ott, und Andreas Jalsovec: Spritpreise: Wer zockt hier ab? 16. März 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Süddeutsche Zeitung
  43. ↑ Zöttl, Ines: Ökonomin über Preiskontrollen gegen die Inflation. »Ich habe eine Welle von Hass und Beschimpfungen auf Twitter erlebt«. 22. Januar 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Der Spiegel
  44. ↑ Piper, Nikolaus: Geldentwertung: Richard Nixon von links. 3. Januar 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Süddeutsche Zeitung
  45. ↑ Kiersz, Andy, und Dominick Reuter: Companies Are Pocketing Their Fattest Profits in More than 70 Years, Even as They Complain about Inflation. 2. Dezember 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Business Insider
  46. ↑ McCloskey, Emily: We Can’t Talk about Inflation without Corporate Greed. 17. Februar 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. Patriotic Millionaires
  47. ↑ Perkins, Tom: Revealed: Top US Corporations Raising Prices on Americans Even as Profits Surge. 27. April 2022, abgerufen am 5. Mai 2022. The Guardian
  48. ↑ Isabella M. Weber: Isabella M. Weber: It’s the economy, stupid. In: Frankfurter Rundschau. 8. Oktober 2026, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  49. ↑ Alexander Hagelüken: Isabella Weber: Die AfD tritt die Interessen der Menschen mit Füßen. 9. Oktober 2026, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  50. 1 2 Isabella M. Weber: Wirtschaftspolitik gegen den Faschismus | Blätter für deutsche und internationale Politik. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  51. ↑ Isabella M. Weber: “Antifaschistische Wirtschaftspolitik”. edition suhrkamp, Berlin 2026, S. 122–125.
  52. ↑ Lara Jauregui, Jesus; Weber, Isabella Maria; Nassif Pires, Luiza; Teixeira, Lucas: Price Shocks are Redistribution Shocks: Systemically Significant Prices for Inequality in the United States, Economics Department Working Paper Series, 2025-11-03, https://doi.org/10.7275/y2da-6q37.
  53. ↑ Gregor Semieniuk, Isabella M. Weber, Iain S. Weaver, Evan Wasner, Benjamin Braun, Philip B. Holden, Pablo Salas, Jean-Francois Mercure, Neil R. Edwards: Best of times, worst of times: record fossil-fuel profits, inflation and inequality, in: Energy Research & Social Science, Volume 127, 2025. https://doi.org/10.1016/j.erss.2025.104221
  54. ↑ Isabella Maria Weber. Curriculum Vitae. (PDF) Abgerufen am 5. Mai 2022. University of Massachusetts. Political Economic Research Institute: Isabella Weber
  55. ↑ Preise der Keynes-Gesellschaft. In: keynes-gesellschaft.de. Abgerufen am 13. Februar 2024.
  56. ↑ Featured Economist, March 2022: ISABELLA M. WEBER. Abgerufen am 5. Mai 2022. International Economic Association.
  57. ↑ 2023 TIME100 Next: Isabella Weber. In: TIME. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  58. ↑ Bloomberg 50. The people who defined global business in 2022. In: Bloomberg. 14. Dezember 2022, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  59. ↑ The MarketWatch 50 - Isabella Weber - MarketWatch. Abgerufen am 11. Oktober 2026 (englisch).
  60. ↑ Die 100 Frauen des Jahres. In: Focus. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  61. ↑ Eva Buchhorn, manager magazin: (m+) Top100 Frauen: Das sind die einflussreichsten Wirtschaftsfrauen des Jahres 2024. 16. Dezember 2024, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  62. ↑ Isabella Weber bremst Erwartungen an den Gaspreisdeckel. In: capital.de. (capital.de [abgerufen am 11. Oktober 2026]).
  63. ↑ Malte Fischer: Ökonomin Isabella Weber: „Deregulierte Märkte sind kein Allheilmittel“. 8. Dezember 2024, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  64. ↑ Von Nicole Deitelhoff bis Steffen Mau: Das sind die besten Deutschen Denker. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 22. September 2025, abgerufen am 11. Oktober 2026.
  65. ↑ Isabella M. Weber erhält Hans-Matthöfer-Preis 2024. In: Suhrkamp. Abgerufen am 20. März 2024.
Personendaten
NAME Weber, Isabella M.
ALTERNATIVNAMEN Weber, Isabella Maria (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Ökonomin
GEBURTSDATUM 1987
GEBURTSORT Nürnberg