Isak Unna (geboren am 29. Mai 1872 in Würzburg; gestorben am 19. Mai 1948 in Jerusalem) war ein deutscher Rabbiner und Altphilologe.
Unna war der Sohn des Lehrers Moses Unna und seiner Frau Zerla, geb. Bamberger. Von 1889 bis 1895 studierte er Altphilologie in Würzburg und Berlin, wo er 1895 promoviert wurde. Gleichzeitig studierte er am Rabbinerseminar in Berlin und erhielt 1896 das Rabbinerdiplom. Nach einer kurzen Zwischenstation als Rabbinatsassistent in Frankfurt am Main wurde er 1898 Rabbiner an der Klaus-Synagoge in Mannheim, wo er den Ausbau der Klaus-Schule zur Religionsschule größeren Stils vorantrieb. 1898 heiratete er Gertrud Goitein (1876–1954), die aus der weitverzweigten Rabbiner- und Gelehrtenfamilie Goitein stammte. Das Paar hatte fünf Töchter und drei Söhne, unter ihnen Mosche Unna (1902–1989), der von 1948 bis 1970 Knessethabgeordneter für die Nationalreligiöse Partei war. Ab 1920 war Isak Unna dritter Stadtrabbiner Mannheims, 1921 wurde er Mitglied der Synode und 1924 Konferenzrabbiner im Oberrat der Israeliten Badens. Er vertrat einen orthodoxen Standpunkt und verfasste zahlreiche Aufsätze und Gutachten, mit denen er auch in die Diskussion über religiös-politische Tagesfragen eingriff.
1935 emigrierte Unna mit seiner Frau und den jüngeren Kindern nach Palästina, wo die älteren Kinder schon lebten. Im Exil führte er seine wissenschaftliche Arbeit weiter.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Unna, Isak |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rabbiner |
| GEBURTSDATUM | 29. Mai 1872 |
| GEBURTSORT | Würzburg |
| STERBEDATUM | 19. Mai 1948 |
| STERBEORT | Jerusalem |