Isidotus incanus

Isidotus incanus
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Palpostomatini
Gattung: Isidotus
Art: Isidotus incanus
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Isidotus
Reinhard, 1962
Wissenschaftlicher Name der Art
Isidotus incanus
Reinhard, 1962

Isidotus incanus ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1962 von dem US-amerikanischen Entomologen Henry Jonathan Reinhard erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Isidotus als Typusart zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton incanus bedeutet „ziemlich grau“.

Taxonomie

Die monotypische Gattung Isidotus wird der Tribus Palpostomatini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um 7,5–9 mm lange beborstete Fliegen. Reinhard (1962) beschrieb die neue Gattung wie folgt. Isidotus ist verwandt mit Eutrixa, aber von kräftigerem Körperbau und mit normal großen Calyptrae (Schüppchen). Der Kopf ist breiter als hoch, das Gesichtsprofil gebogen, die Stirnpartie (auf Höhe der Fühlerbasis) vorspringend, der Hinterkopf unterhalb der Mitte gewölbt. Der Clypeus ist seitlich stark eingedrückt, mit scharfem Mittelkiel, der sich nach unten hin verbreitert und abrundet. Das Epistom ist sanft zurückweichend und von den verengten Vibrissenwinkeln an nach unten stark verbreitert. Die Vibrissen sind nicht differenziert. Die Höhe der Vibrissenwinkel entspricht gut drei Viertel der Fühlerhöhe (letztere etwas unterhalb der Augenmitte). Die Fühler sind kurz, das erste Glied vorspringend, aber nicht verlängert, das zweite und dritte Glied etwa gleich lang. Die Arista (Fühlerborste) ist kahl. Die Parafazialien sind in der oberen Hälfte spärlich und unauffällig beborstet. Die Taster sind ab der Mitte nach oben gebogen und bei den Weibchen ziemlich stark verdickt. Das Haustellum ist etwa so lang wie die Taster. Die Stirn ist bei den Männchen vor den Ocellen stark verschmälert, bei den Weibchen jedoch vom Scheitel bis zu den Fühlern breit (etwa ein Drittel der Kopfbreite). Die Stirnborsten enden an der Fühlerbasis. Die nach vorn gerichteten Ocellarborsten sind schwach entwickelt. Die inneren Vertikalborsten sind kurz und kaum differenziert. Die Augen sind kahl und reichen bis auf Höhe der Vibrissenwinkel. Die Beborstung des Thorax entspricht folgender Anordnung: Acrostichalborsten 2 + 3, Dorsozentralborsten 3 + 3, Intraalarborsten 2 oder 3 (die vordere bisweilen fehlend), Supraalarborsten 3, Präsuturalborste 1 (äußere), Humeralborsten 3, Notopleuralborsten 2, Sternopleuralborsten normalerweise 2 (bisweilen 2 + 1), Pteropleuralborste 1 (kleiner als die hinterste Scutellarborste). Das Scutellum (Schildchen) ist mit 4 gleich langen lateralen Borstenpaaren sowie einem Paar gekreuzter Borsten gleicher Größe und einem schwächeren Paar Diskalborsten besetzt. Das Prosternum und Propleuron sind kahl. Der postnotale Abhang ist beborstet. Die Beine sind lang und mäßig schlank, schwach beborstet. Die Flügel sind länglich, weit über die Hinterleibsspitze hinausreichend. Die erste Hinterrandzelle r5 ist etwas vor der äußersten Flügelspitze offen. Der Cubitulus (Knick der vierten Längsader) ist breit abgerundet, ohne Falte oder Fortsatz. Die dritte Längsader ist nahe der Basis mit vier oder fünf kleinen Härchen besetzt. Der hintere Lappen der Calyptrae (Schüppchen) ist kaum länger als breit, der vordere Lappen nicht bis zur Mitte des hinteren Lappens reichend. Der Hinterleib ist so breit wie der Thorax und etwa ebenso lang, bei den Männchen fünfsegmentig, bei den Weibchen apikal stärker verjüngt und sechssegmentig. Das erste Segment ist ohne mittlere Randborsten, jedes folgende Segment mit einer Reihe von Randborsten. Die Diskalborsten auf dem zweiten bis vierten Segment sind meist schwach und unregelmäßig angeordnet. Die Sternite und die Ventralmembran sind freiliegend.

Verbreitung

Nachweise von Isidotus incanus gibt es aus Arizona im Südwesten der Vereinigten Staaten und aus dem mexikanischen Bundesstaat Oaxaca.

Lebensweise

Isidotus incanus ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch unbekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 H. J. Reinhard: New North American Tachinidae (Diptera). In: The Pan-Pacific Entomologist 38. 1962, S. 215–224, abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch, auf Seite 215f.).
  2. 1 2 3 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ Genus Isidotus Reinhard, 1962. In: Taxonomic and Host Catalogue of the Tachinidae of America North of Mexico. Tachinidae Resources, abgerufen am 6. Oktober 2026 (englisch).