Ismar Freund

Ismar Freund (geboren 11. April 1876 in Breslau; gestorben 21. Februar 1956 in Jerusalem) war ein deutscher Jurist und Historiker der preußischen Judenemanzipation.

Leben

Ismar Freund war ein Sohn des Kaufmanns Isidor Freund und der Cäcilie Nothmann. Er studierte an der Universität Breslau Jura und Volkswirtschaft (Promotion 1900) und absolvierte das Jüdisch-theologische Seminar. Er war von 1902 bis 1938 hauptamtliches Vorstandsmitglied und Syndikus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Mitbegründer des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden. Ab 1905 war er Dozent für Staatskirchenrecht an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums.

1905 heiratete er Elise Graetzer (1880–1970), das Paar hatte zwei Söhne, Peter (1906–1982) und Paul (geboren 1909) sowie eine Tochter Marianne (1913–2006).

Im November 1938 wurde Freund zusammen mit seinem Sohn Peter für zwei Wochen im KZ Buchenwald inhaftiert. 1939 konnte er mit seiner Frau nach Palästina emigrieren. Auch den drei Kindern gelang die Flucht aus Deutschland. Ismar Freund ließ sich in Jerusalem nieder, wo er sich am Aufbau des künftigen Staates Israel beteiligte. So verfasste er 1947 einen Entwurf für eine Verfassung des jüdischen Staates.

Ismar Freunds Grabstätte befindet sich auf dem Jerusalemer Har Menuchot Cemetery Givat Shaul.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Freund. Peter, in: Michael Brocke, Julius Carlebach (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Rabbiner. Teil 2: Die Rabbiner im deutschen Reich 1871–1945. bearbeitet von Katrin Nele Jansen. Band 1, de Gruyter, München 2009, ISBN 978-3-598-24874-0, S. 203
  2. ↑ Fortsetzungstexte: Zur Geschichte und Psychologie des Judenhasses in Deutschland, im wöchentlich erscheinenden Gemeindeblatt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, 7. Oktober 1921.
Personendaten
NAME Freund, Ismar
KURZBESCHREIBUNG deutscher Jurist und Historiker
GEBURTSDATUM 11. April 1876
GEBURTSORT Breslau
STERBEDATUM 21. Februar 1956
STERBEORT Jerusalem