Isoamylase

Isoamylase
Andere Namen
  • debranching enzyme
  • Glykogen-alpha-1,6-Glucanohydrolase
Masse/Länge Primärstruktur 1.532 AS, 174.764 Da (Isoform 1)
Bezeichner
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen

Die Isoamylase ist ein Enzym aus dem Glykogen-Stoffwechsel und katalysiert dort bestimmte Hydrolysen.

Eigenschaften

Die Isoamylase katalysiert den Transfer eines D-Glucans über eine alpha-1:4-Glykosidische Bindung von Glykogen an eine Glucose oder ein 1:4-alpha-D-Glucan. Weiterhin bewirkt es die Hydrolyse von alpha-1:6-verzweigten Glucose im Glykogen, in Amylopektin und beta-gebundene Dextrine. Im Gegensatz zur Pullulanase (EC 3.2.1.41) und zur Limit-Dextrinase (E.C. 3.2.1.142) wird Pullulan nicht hydrolysiert, alpha-verbundene Dextrine nur langsam. Im Gegensatz zur Amylopektin-6-Glucanohydrolase (EC 3.2.1.69) wird Glykogen hydrolysiert. Zusammen mit der Aktivität der Amylopektin-6-Glucanohydrolase entsteht die Aktivität des „debranching enzyme“. Im Menschen existieren verschiedene Isoformen. Die Isoform 1 des Menschen wird an einem Serin der Position 64 phosphoryliert. Eine Ubiquitinierung der Isoamylase ist an der Entstehung der Cori-Krankheit und der Lafora-Krankheit beteiligt.

Die Isoamylase in Pflanzen ist am Aufbau von Glykogen beteiligt. Gendefekte der Isoamylase führen dort zu einem geringeren Aufbau von Stärke und zur vermehrten Bildung von Phytoglykogen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ A. Cheng, M. Zhang, M. S. Gentry, C. A. Worby, J. E. Dixon, A. R. Saltiel: A role for AGL ubiquitination in the glycogen storage disorders of Lafora and Cori's disease. In: Genes & development. Band 21, Nummer 19, Oktober 2007, S. 2399–2409, doi:10.1101/gad.1553207, PMID 17908927, PMC 1993871 (freier Volltext).
  2. ↑ James N. BeMiller: Starch. Academic Press, 2009, ISBN 978-0-080-92655-1, S. 86.