Die beiden isodynamischen Punkte gehören zu den ausgezeichneten Punkten eines Dreiecks.

Gegeben sei ein Dreieck ABC mit den Halbierenden seiner Innen- und Außenwinkel. Ua sei der Schnittpunkt der Winkelhalbierenden von mit der Geraden BC, Va der Schnittpunkt der entsprechenden Außenwinkelhalbierenden mit BC. Entsprechend seien die Punkte Ub und Vb (jeweils auf CA) sowie Uc und Vc (jeweils auf AB) definiert. Dann haben die drei Kreise mit den Durchmessern [Ua Va], [Ub Vb] und [Uc Vc] zwei Punkte S und S' gemeinsam. S wird als 1. isodynamischer Punkt bezeichnet (Kimberling-Nummer ), S' als 2. isodynamischer Punkt (Kimberling-Nummer ).
Bei gleichseitigen Dreiecken fallen die isodynamischen Punkte zusammen (nämlich mit dem Schwerpunkt, dem Inkreismittelpunkt, dem Umkreismittelpunkt und dem Höhenschnittpunkt). Dreiecke, die nicht gleichseitig sind, haben zwei verschiedene isodynamische Punkte. Die isodynamischen Punkte wurden 1885 von Joseph Neuberg erstmals studiert und benannt.
Die trilinearen Koordinaten der isodynamischen Punkte sind
Die baryzentrischen Koordinaten sind
Dabei sind die Seitenlängen des Dreiecks und die Größen der Innenwinkel. Die Pluszeichen gelten für den 1. isodynamischen Punkt (), die Minuszeichen für den 2. isodynamischen Punkt ().