Koordinaten: 32° 4′ 2,6″ N, 34° 47′ 8,7″ O

Das Israel Music Institute (IMI) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Tel Aviv (Israel), die vom israelischen Ministerium für Bildung und Kultur unterstützt wird.
Das Institut wurde 1961 vom Öffentlichen Ausschuss für Kunst und Kultur mit dem Ziel gegründet, israelische Kunstmusik im In- und Ausland zu veröffentlichen und zu fördern. Das IMI fungiert zudem als israelisches Musikinformationszentrum – ein Mitglied des International Association of Music Information Centres (IAMIC), das gegenseitige Beziehungen zu rund 40 Mitgliedsländern unterhält.
Seit seiner Gründung hat das IMI die Rechte an mehr als 3.800 Kompositionen von rund 250 israelischen Komponisten erworben. Der IMI-Katalog umfasst eine große Vielfalt an Musik: Orchester-, Chor-, Kammer- und Unterrichtswerke sowie eine Fülle von Artikeln und eine Reihe musikwissenschaftlicher Arbeiten. Sowohl unter eigenem Label als auch in Zusammenarbeit mit mehreren anderen gemeinnützigen Musikinstitutionen in Israel ist das IMI aktiv an der Produktion von CDs mit israelischer Kunstmusik beteiligt, die es als wichtiges Instrument zur Förderung der Werke israelischer Komponisten betrachtet.
Das IMI wurde 1961 vom Israelischen Rat für Kultur und Kunst, einer dem Ministerium für Bildung, Kultur und Sport unterstellten Einrichtung, mit dem Ziel gegründet, israelische Konzertmusik mit allen verfügbaren Mitteln zu veröffentlichen und zu fördern. Erster Vorsitzender des Kuratoriums war der verstorbene Eliezer Peri (1902–1970), und erster Direktor und Chefredakteur war William (Willy) Elias, der diese Funktion von 1961 bis 1989 innehatte. Obwohl er keinerlei Erfahrung im Musikverlagswesen hatte (Elias war zuvor Banker und Sänger im Rinat-Chor gewesen), schuf er ein solides Fundament für den Verlag, der sich später zu einem der führenden Musikverlage Israels entwickelte. Er legte großen Wert darauf, hochprofessionelle Notenausgaben zu produzieren, und hob damit die damals üblichen Standards im lokalen Musikverlagswesen deutlich an. Außerdem initiierte er im Rahmen der IMI-Aktivitäten ein IMI-Bulletin, Konzerte, Hörveranstaltungen und Komponistenforen.
Seit 2006 ist die Organisation des Israel Music Festivals zum Schwerpunkt der Arbeit des IMI geworden und gilt als das Vorzeige-Event der israelischen Konzertmusikszene. Ziel des IMI war es, Synergieeffekte zwischen den Aktivitäten des Instituts in den Bereichen Verlagswesen und Tonaufnahmen und der Organisation des Festivals zu erzielen.
Im Jahr 2019 wurde Ohad Gabay zum Direktor ernannt, Evgeny Oslon übernahm die Rolle des Chefredakteurs.
Als bedeutendster Verlag für israelische Musik hat das IMI eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der zeitgenössischen Musikszene gespielt.
Das Israel Music Institute ist der erste staatliche Musikverlag in Israel und der einflussreichste in der lokalen Musikszene. Er widmet sich in erster Linie der Veröffentlichung israelischer Kunstmusik, gibt aber auch Bücher und Broschüren über israelische Musik und Komponisten heraus und veröffentlichte früher eine Zeitschrift mit dem Titel IMI News.
Es ist der einzige lokale Verlag, der international von etwa zehn führenden europäischen und US-amerikanischen Verlagen vertreten wird, darunter: Theodore Presser Company (USA, Kanada und Mexiko), Albersen & Co B. V. (Niederlande), Peermusic Classical (Deutschland, Österreich und Schweiz), EME (Frankreich, Belgien, Luxemburg, Spanien und Portugal), Engström & Södring Musikverlag AS (Dänemark) sowie Český hudební fond, o. p. s. (Tschechien, Slowakei und Ungarn).
Seit seiner Gründung hat das IMI die Rechte an mehr als 3.800 Kompositionen von rund 250 israelischen Komponisten erworben. Das IMI veröffentlicht Kompositionen von praktisch allen bedeutenden zeitgenössischen israelischen Komponisten der klassischen Musik, die seit 1920 tätig sind oder waren. Der Katalog des Instituts umfasst Orchestermusik, Kammermusik, Instrumentalsolomusik und Vokalmusik (von Sololiedern bis hin zu Chor- und Chor-Orchester-Musik), Elektronische Musik, mehrere Opern- und Ballettpartituren sowie Musik für pädagogische Zwecke.
Das IMI produziert CDs sowohl unter eigenem Label als auch in Zusammenarbeit mit mehreren anderen gemeinnützigen Musikinstitutionen in Israel; außerdem vertreibt es israelische Kunstmusik, die von anderen Labels produziert wurde.
Das Institut unternahm in den 1970er Jahren mit der Produktion mehrerer Schallplatten (LPs) und einer Kassette seine ersten Schritte im Bereich der Musikproduktion. Im Jahr 1990 wurde das Institut gebeten, die Leitung eines bereits bestehenden Projekts, Music in Israel (MII), zu übernehmen. Zu den kooperierenden Organisationen gehörten das Jerusalem Music Center, Kol Israel (der Radiosender Stimme Israels), ACUM (Verband der Komponisten, Autoren und Musikverleger Israels) sowie das Ministerium für Bildung und Kultur. Das MII produzierte 26 CDs und war sieben Jahre lang aktiv; danach gab das Institut weiterhin eigenständig CDs heraus. Bis heute hat es 61 CDs produziert.