Issing (Pfalzen)

Kirche St. Johann in Hasenried mit Brunnenkapelle

Issing (veraltet auch Issingen und Itzing; italienisch Issengo) ist eine Katastralgemeinde und Fraktion der Gemeinde Pfalzen mit ca. 350 Einwohnern im Südtiroler Pustertal (Italien). Issing liegt etwas westlich vom Gemeindehauptort inmitten der Pfalzner Mittelgebirgsterrasse auf 970–1020 m Höhe.

Geschichte

Genannt wird Issing ersturkundlich in den Jahren 1100–1110, als ein Vasall der bischöflichen Kirche Brixen, namens Perenhart, dieser einen Hof in der Ortschaft „Issingun“ übertrug. In den nachfolgenden Urkunden heißt der Ort „Issinge“ oder „Yssing“. Der Ortsname ist, analog zu bayerischen Ortsnamen, gebildet aus dem Personennamen Isso und der Ableitung -ing (vgl. das oberbayerische Issing bei Vilgertshofen) und verweist mit anderen Namen der Umgegend auf die Zeit der intensiven bajuwarischen Besiedlung des Brunecker Raumes im Frühmittelalter.

Der 1100 bezeugte Brixner Hof ist wahrscheinlich mit dem heutigen Hof Mair-bei-Kirch gleichzusetzen. Im Jahr 1455 belehnte der Brixner Bischof Nikolaus von Kues Hans Jöchl von Sterzing mit Besitz in Issing.

1928 wurde das bis dato eigenständige Issing der Gemeinde Pfalzen zugeschlagen.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen vom zehnten bis in das vierzehnte Jahrhundert (Acta Tirolensia 1). Innsbruck 1886, Nr. 411.
  2. ↑ Johannes Helmrath, Thomas Woelki (Hrsg.): Acta Cusana. Quellen zur Lebensgeschichte des Nikolaus von Kues. Band II, Lieferung 4. Felix Meiner Verlag, Hamburg 2018. ISBN 978-3-7873-3344-8, S. 1050, Nr. 4510.
  3. ↑ Emil von Ottenthal, Oswald Redlich: Archiv-Berichte aus Tirol. Band 3 (Mittheilungen der dritten (Archiv-)Section der k.k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 5). Wien: Kubasta & Voigt 1903, S. 295, Nr. 1512.
  4. ↑ Josef Weingartner: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Band 1: Eisacktal, Pustertal, Ladinien. 8. Auflage, bearb. von Magdalena Hörmann-Weingartner. Bozen-Innsbruck-Wien: Athesia-Tyrolia 1998. ISBN 88-7014-360-0, S. 489.
Commons: Issing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 46° 49′ N, 11° 52′ O